Testbericht

TEST: Nero 10 Multimedia Suite - Neuausrichtung des Brennsprogramms

Mit der Veröffentlichung von Nero 10 geht der gleichnamige Hersteller neue Wege: Neben der großen Suite gibt es jetzt auch die Brenn-Software, ein Videoschnittpaket und die Backup-Lösung einzeln zu kaufen. Wir erläutern, ob sich die neuen Versionen lohnen.

  1. TEST: Nero 10 Multimedia Suite - Neuausrichtung des Brennsprogramms
  2. Test: Nero 10 Multimedia Suite (II)
Die Nero 10 Multimedia Suite in Bildern

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Die Nero 10 Multimedia Suite

Mit der Veröffentlichung von Nero 10 geht der gleichnamige Hersteller neue Wege: Neben der großen Suite gibt es jetzt auch die Brenn-Software, ein Videoschnittpaket und die Backup-Lösung einzeln zu kaufen. Wir erläutern, ob sich die neuen Versionen lohnen.

Die Zeiten für Brenn-Software-Hersteller sind nicht leicht: Mit Freeware-Tools werden inzwischen die meisten Anwendungsfälle rund ums Brennen abgedeckt, und All-in-One-Pakete haben auch nicht mehr den besten Ruf.Mit Nero 10 soll sich das ändern, zudem bekommt der Käufer die Wahl: Entweder, er kauft sich die große Nero Multimedia Suite 10 oder über den Webshop die Einzelkomponenten Nero Burning ROM, Nero Vision Xtra oder Nero BackItUp & Burn. Kleinere Tools wie das beliebte DiscSpeed oder Nero SoundTrax sind nur noch in der Suite enthalten.

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Die Nero 10 Multimedia Suite

Nero Burning ROM

Beim Klassiker Burning ROM hat sich an der Oberfläche kaum etwas getan. Burning ROM beherrscht jetzt auch das Brennen von deAVCHD- und BDMV-Ordnern auf DVD bzw. Blu-ray-Disc, im DVD-Video-Bereich kann man aber weiterhin bei Dual-Layer-Discs nicht den Layer-Breakpoint festlegen - hier bleibt die Freeware ImgBurn die bessere Wahl.

Positiv kann sich Nero Burning ROM in erster Linie mit Nero DiscSpan und SecurDisc 2.0 von seinen kostenlosen Mitbewerbern abheben. Mit Ersterem können Sie Daten verteilt über mehrere, unterschiedlich große Medien hinweg brennen. Das Tool zum Zurückspielen funktioniert nur unter Windows, alternativ lassen sich die gesplitteten Files jedoch auch mit jedem beliebigen (Kommandozeilen-)Tool wieder zusammenführen.

SecurDisc 2.0 dagegen funktioniert derzeit nur unter Windows, dafür jetzt aber mit jedem beliebigen Brenner. Man kann damit sowohl Daten verschlüsseln oder signieren, als auch redundant speichern, um sie bei einem Lesefehler eventuell noch retten zu können. Die Freeware DVDisaster mag in Sachen Datenrettung die bessere Lösung sein, da es die Archivierung der Redundanzinformationen auch auf einem anderen Medium erlaubt.

Nero Vision Xtra

Das Vision-Xtra-Paket enthält zwei Neuankömmlinge: Nero MediaHub ist Medienverwaltung und Universal-Mediaplayer zugleich, während der Videobearbeitungsbereich von Nero Vision neu entwickelt wurde.

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Mit Nero Vision 10 hat der Hersteller ein völlig neues Videobearbeitungsmodul mit fortgeschrittenen Funktionen im Paket.

Auf den ersten Blick ist Nero MediaHub eine "normale" Medienverwaltung und tritt die Nachfolge von Nero ShowTime an, wobei DTS- und Blu-ray-Wiedergabe erst mit einem kostenpflichtigen Zusatzpaket unterstützt werden. Der Audio-Bereich enttäuscht etwas: Mit LAME kodierte MP3s werden nicht ohne Unterbrechung zwischen den Titeln wiedergegeben, Tags lassen sich nicht bearbeiten. Dafür werden Cover angezeigt.

Wer CDs rippen möchte, kann die Bitrate nicht detailliert eingeben, fortgeschrittene Ripping-Funktionen bei verkratzten Scheiben wie bei Exact Audio Copy gibt es nicht. Ein Rechtsklick offenbart dagegen andere Stärken: Musik, Bilder und Videos lassen sich nicht nur per E-Mail versenden, sondern auch über "Veröffentlichen" auf CD/DVD/Blu-ray brennen oder auf Communities wie "YouTube", "MySpace", "Flickr", "Facebook" sowie das Nero-eigene "My Nero" hochladen.

Auch im Fotobereich ist von "technischeren" Funktionen wie eine EXIF-bzw. IPTC- oder XMP-Bearbeitung nichts zu sehen, dafür gibt es hier für einzelne Dateien einfache Bearbeitungsfunktionen. Das Besondere: Sie können jeden Ihrer Bildbearbeitungsschritte rückgängig machen, auch nach dem Schließen der Anwendung.

Denn die bearbeitete Fassung wird anstelle des Originalbildes gespeichert, das Original findet sich dagegen in Windows 7 mit anderen Daten zusammen versteckt unter AppData/Local/Nero wieder. Leider erlaubt es MediaHub selbst nicht, ein Backup der Datenbank und abhängiger Dateien anzulegen.

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