Testbericht

Test: NavGear GT-43 3D

Der Gimmick-Versandhändler Pearl bietet mittlerweile eine ganze Flotte von Navigationssystemen an. Grund genug für magnus.de, sich mit dem NavGear Multimedia Navisystem StreetMate GT-43 3D (PX-4121-911) einen expliziten Vertreter dieser Staffel mit auf Tour zu nehmen und seine Führungsqualitäten abzuchecken.

  1. Test: NavGear GT-43 3D
  2. Teil 2: Test: NavGear GT-43 3D
NavGear StreetMate GT-43 3D

© Josef Bleier

Ab 129,90 Euro beim Versandhändler Pearl zu erwerben: das multimediale Navigationssystem NavGear StreetMate GT-43 3D.

Insgesamt listet Pearl acht Navis von rund 100 bis 190 Euro auf seiner Website. Technisch gesehen handelt es sich dabei eigentlich immer um das gleiche Gerät, das es lediglich in zwei Display-Größen (3,5 und 4,3 Zoll) und vier verschiedenen Kartenausführungen gibt. Von diesen beiden Faktoren hängt letztendlich auch der Gerätepreis ab. So kostet die günstigste Variante mit 3,5-Zoll-Touchscreen und 1-GB-SD-Card mit Deutschlandkarte 99,90 Euro (PX-4110-911). Das Flagschiff-Navi mit 4,3-Zoll und Karten für 44 europäische Länder (auf einer 2-GB-SD-Card) hat einen Bestellwert von 189,90 Euro (PX-4123-911).

Da wir zugegebener Maßen kaum in der Lage sind, das Pearl-Navi auf Aktualität in Bezug der Straßenführung beispielsweise in Litauen oder Rumänien hin zu überprüfen, beschränkten wir uns bei unserem Testmuster auf die SD-Card mit Deutschland, Österreich, Schweiz sowie den Hauptstraßen in der EU für 149,90 Euro (PX-4121-911). Dabei war das Kartenmaterial unseres Testsamples erfreulich aktuell - es erkannte zum Beispiel zwei erst kürzlich entstandene Kreisverkehre, verwies dann aber doch auf die alte Streckenführung. Mehr zu den Navigationstalenten des NavGear StreetMate steht im Absatz zur "Navigation im Praxistest" sowie in unserem Video-Clip.

Ausstattung: Nette Spielereien mit Ecken und Kanten

Die im Gerätenamen verteilten Schlagwörter wie Multimedia und 3D trägt das NavGear Multimedia Navisystem Streetmate GT-43 3D weitgehend zu Recht. 3D steht dabei für eine am Navi-Display gezeigte dreidimensionale Häuserkulisse, sofern diese Daten verfügbar sind. Zumindest für Großstädte wie München, Berlin, Wien usw. sollte dies der Fall sein, eine genaue Auflistung der erfassten Städte liegt uns aber nicht vor. Leider zeigt das Navi keinerlei Namen zu den Gebäuden an, wodurch diese Anzeige etwas mehr wert gewesen wäre als ein netter 3D-Gag. Außerdem werden ausgerechnet echte Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel der Münchener Friedensengel 3D-technisch einfach ignoriert.

Die in unserem Testgerät eingesetzte SD-Card mit 1 GB war mit dem Kartenmaterial nur etwa bis zur Hälfte gefüllt. Der Rest bleibt nutzbar für Fotos, Musik oder Videos - die von uns getesteten Formate (MP3, DivX, AVI, MPG, MOV, JPG) wurden dabei bis auf BMP-Bilder alle klaglos und einwandfrei abgespielt, selbst wenn die Auflösung höher war als die des Displays. Von dem integrierten Lautsprecher sollte man sich jedoch keine klanglichen Offenbarungen erhoffen, er entspricht in etwa dem, was auch ein Handy über seinen Schallwandler freisetzt. Wer meint, sein Liedgut ohnehin nur über Kopfhörer zu konsumieren, scheitert in aller Regel an der verbauten Klinkenbuchse mit 2,5 mm - 99 Prozent aller mobilen Kopfhörer bevorzugen eine 3,5 mm Buchse.

Diese 2,5-mm-Buchse verkauft Pearl vollmundig als TMC-Schnittstelle, damit man nie wieder einen Stau von Innen zu sehen bekommt. Liest man genauer, stellt sich heraus, dass man an die Buchse lediglich ein optionales TMC-Modul von Pearl (PX-4105-911) für 19,90 Euro anklinken kann - in anderen Navigationssystemen sind TMC-Receiver bereits fix im Gerät verbaut.

Kostenpunkt Navi

Wie viel Euro wäre Ihnen ein gutes Navigationssystem maximal wert?

max. 100 Euro17%
bis 200 Euro42.1%
bis 300 Euro19.7%
bis 400 Euro3.6%
bis 500 Euro3.4%
Geld spielt keine Rolle14.2%

An der Bildqualität gibt es nichts auszusetzen: kräftige Farben, guter Kontrast und weitgehend stabile Blickwinkel - so wie es für ein Navi eben sein sollte. Die Eingabe über das Touchscreen läuft weitgehend problemlos ab, allerdings reagieren die Befehle in den Display-Ecken (zum Beispiel um auf die übergeordnete Menüebene zurückzukommen) oft erst auf mehrfaches hindrücken. Im Allgemeinen ist die Bedienung aber gut durchdacht. Unsicherheit ob der korrekten Eingabe kommt bisweilen nur auf, wenn sich das Navigationssystem nach der Zielort-Bestimmung minutenlang regungslos in eine (GPS-) Selbstfindungs-Phase begibt - dies kann richtig nerven und verzögert den Fahrtbeginn schon mal um zwei und fünf Minuten. Somit wären wir auch schon beim nächsten Thema: der Navigation!

Lesen Sie auf der nächsten Seite (2/2), wie das Pearl-Navi NavGear StreetMate GT-43 3D in der Praxis den Weg weist, was Sie für Outdoor-Aktivisten von dem elektronischen Wegbegleiter erwarten können und wie unser Fazit über das Gerät ausfällt!

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