Testbericht

TEST: Kodak Easyshare M550 - Einsteigerkamera mit mäßigen Werten

Kodak will mit der Easyshare M550 Gelegenheitsfotografen ansprechen, die zum einen wenig ausgeben, zum anderen möglichst alle Einstellungen der Kamera überlassen wollen. Wie die etwas günstigere M530 geht die M550 mit einem Preis von deutlich unter 150 Euro an den Start.

Kodak Easyshare M550 TEST

© Archiv

Kodak Easyshare M550 TEST

Kodak will mit der Easyshare M550 Gelegenheitsfotografen ansprechen, die zum einen wenig ausgeben, zum anderen möglichst alle Einstellungen der Kamera überlassen wollen. Wie die etwas günstigere M530 geht die M550 mit einem Preis von deutlich unter 150 Euro an den Start.

Im Vergleich zu der bietet die M550 den größeren Brennweitenbereich, statt 3-fach-Zoom mit 36 bis 108 mm ein 5-fach-Zoom mit 28 bis 140 mm (äquivalent Kleinbild). Daraus ergibt sich ein weiterer Unterschied: Die M550 ist 3 mm tiefer und 11 g schwerer (98 x 59 x 26 mm, 141 g). Außerdem verzichtet Kodak bei der M550 auf den schwarzen Dekorstreifen an der Front und sieht nur drei Farbvarianten vor: Blau, Grün und Silbergrau. Abgesehen vom Objektiv sind M530 und M550 nahezu gleich ausgestattet: Beide haben eine separate Taste zum Hochladen der Bilder und Filme (maximal 640 x 480 Pixel) auf YouTube, Flickr und andere Plattformen im Internet. Sie bieten einen 12-Megapixel-Sensor (1/2,3-Zoll-CCD), einen 2,7-Zoll-Monitor mit teils deutlich verrauschter Vorschau, keinen mechanischen Bildstabilisator und einen Funktionsumfang, der dem Fotografen nur wenig Freiraum lässt.

Kodak Easyshare M550

© Kodak

Kodak Easyshare M550

So kann man hier weder die Blitzlichtintensität noch den Kontrast und die Farbstättigung einstellen. Dass die M550 keine Möglichkeit zum manuellen Fokussieren lässt, wird womöglich zum Problem. Im Test fand der Autofokus im abgedunkelten Raum nämlich kein einziges Mal die richtige Schärfe. Zudem arbeitete er langsam, die Auslöseverzögerung lag bei durchschnittlich 0,74 s im Weitwinkel und 1,46 s im Tele. Damit ist die M550 noch etwas unzuverlässiger und langsamer als die M530. Wie die M530 drängt auch die M550 dem Anwender den vollautomatischen Modus auf und aktiviert diesen bei jedem Neustart. Wer mit der Programmautomatik arbeiten will, muss nach dem Einschalten der Kamera grundsätzlich erst den Modus ändern - unpraktisch.

Bildqualität: Obwohl die M550 abgesehen vom Objektiv die gleiche technische Ausstattung vorweisen kann, schneidet sie im Messlabor merklich schlechter ab als ihre Schwester M530 - nicht nur, weil sie weniger hoch auflöst (M550: 938 bis 1333 LP/BH bei ISO 100, 772 bis 1221 LP/BH bei ISO 400). Die Messwerte sprechen auch für eine schlechtere Textur (Feinzeichnung, 4,1/1,7 Kurtosis), für ein stärkeres Bildrauschen (2,1/2,8 VN bei ISO 100/400) und eine ausgeprägte Randabschattung im Weitwinkel (1,3 Blenden).

Wertung M550

Kodak Easyshare M550
Kodak
140 Euro

www.kodak.de

Weitere Details

37 Punkte

Fazit:Die Kodak Easyshare M550 hat Probleme mit feinen, kontrastschwachen Strukturen. Die etwas günstigere Schwester M530 sammelt insgesamt mehr Punkte und bietet das attraktivere Preis-Leistungs-Verhältnis.

4/5
gut
Preis-/Leistung
gut

Fazit: Die Kodak Easyshare M550 bietet im Vergleich zur M530 für wenige Euro Aufpreis einen größeren Brennweitenbereich und Bildwinkel (28 mm Weitwinkel). Das spräche für sie, wäre da nicht der stärkere Texturverlust, der die Bildqualität merklich beeinträchtigt - vor allem bei ISO 100.

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