Testbericht

TEST: Grafik-Paket CorelDraw Graphics Suite X5 - Cliparts, CAD-Tools und mehr

Tolle neue Tools für Draw, die Corel-typisch reichhaltige Ausstattung mit vielen Programmen, mehr als 10.000 Cliparts und Fotos sowie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen für die CorelDraw Graphics Suite X5. Fehlt "nur" noch die entsprechende Produktqualität...

  1. TEST: Grafik-Paket CorelDraw Graphics Suite X5 - Cliparts, CAD-Tools und mehr
  2. Windows 7, 64 Bit
  3. Drei coole Tipps
Das Grafik-Paket CorelDraw Graphics Suite X5 in Bildern

© Archiv

Das Grafik-Paket CorelDraw Graphics Suite X5 in Bildern

Viele alte Bekannte in neuen X5-Kleidern stecken in der Graphics Suite des Software-Riesen Corel. Flaggschiff bleibt das Zeichenprogramm CorelDraw, das von vielen Anwendern auch für die Produktion von Broschüren und Flyern verwendet wird. Zweites Hauptprogramm ist die Bildbearbeitungs-Software Photo-Paint - in der Vergangenheit schärfster Konkurrent von Photoshop.Im CorelDraw-Paket steckt weiterhin PowerTrace - ein (in X5 zu Abstürzen neigender) Spezialist, mit dem sich Bitmaps flott in bearbeitbare Vektorgrafiken wandeln lassen. Zum bekannten Begleitprogramm zählen rund 10.000 Cliparts und Fotos, der Barcode-Assistent für Strichcodes in vielen Varianten und das Schriftenverwaltungs-Programm Bitstream Font Navigator.

Letztere Software hat freilich schon einige Jahre auf dem Buckel, lief jedoch auch unter Windows 7 64 Bit einwandfrei im Test. Der Duplex-Assistent unterstützt die Ausgabe doppelseitiger Dokumente.

Neu und praktisch ist der Ganzseitenbrowser Connect. Mit dem Tool lassen sich Assets auf dem Computer und im lokalen Netzwerk durchsuchen und anzeigen. Connect können Sie in CorelDraw wie in Photo-Paint auch als Andockfenster verwenden. Ebenfalls neu an Bord ist ein registrierungspflichtiges Tool für die Flash-Ausgabe.

Das intuitive Tool eignet sich für Flash-Animationen, die Anwender ohne ActionScript-Kenntnisse erzeugen wollen. Die in den Corel-Programmen integrierten Filter sind von guter Qualität. Sie unterstützen über 100 unterschiedliche Dateiformate, darunter die wichtigsten Formate des Hauptkonkurrenten Adobe, etwa AI, PDF und PSD in der CS4-Generation.

Die neue Dokumentpalette in der Graphics Suite X5 hilft dabei, die in einem Dokument verwendeten Farben zu verwalten. Damit lassen sich beispielsweise eigene Farben definieren - hilfreich insbesondere für Sonderfarben ist die große Palette unterschiedlicher Farbsysteme, darunter HKS. Auch aus bestehenden Dokumenten lassen sich Farben via Drag&Drop übernehmen.

Erstmals unterstützt die Grafiksuite auch EPS-Dateien, die mit dem 1997 von Adobe veröffentlichten PostScript-Level 3 erzeugt wurden. Positiv fällt auf, dass sich Corel als einer der wenigen Anbieter von Standard-Software den "Luxus" leistet, ein ausführliches gedrucktes Handbuch - komplett vierfarbig - mit in die Box zu stecken.

CAD-Tools und B-Splines

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Offene Schublade: Über die Andockfenster Connect und Ablage greifen Sie direkt auf benötigte Dateien zu.

Überarbeitet hat Corel die Behandlung von Farbe. Der neue Farbpalette-Manager sorgt für mehr Übersicht. Es gibt - endlich - mit Überdruckungen Simulieren eine Option, das Druckergebnis etwa im Offset-Druck besser als zuvor abzuschätzen.

Komplexe Effekte lassen sich nun rastern und somit die im professionellen Druck gelegentlich auftretenden Ausgabe-Probleme reduzieren. Die integrierten Farbprüf-Einstellungen gestatten Softproofs (Kontrolle der Ausgabe am Bildschirm).

Eine praktische Option für den Web-Export ist die Pixel-Vorschau, auch für Vektorgrafik in CorelDraw. Leider gibt es für die Web-Ausgabe (auch in Photo-Paint nicht) keine Möglichkeit, die maximale Dateigröße vorzugeben.

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