Testbericht

TEST: Fünf Webradios zwischen 200 und 300 Euro im Vergleich

Zwischen mehreren Tausend Internetradiostationen wählen und zudem noch alle MP3s im Heimnetz abspielen können: für aktuelle Webradios kein Problem. Wir haben fünf Produkte zwischen 200 und 300 Euro auf ihren Einsatz im Heimnetz getestet.

Webradios

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Webradios

Dass sich Radiosender auch übers Internet und nicht nur über Antenne, Satellit oder den Kabelanschluss empfangen lassen, hat sich schon herumgesprochen. Und so läuft bei vielen Anwendern zu Hause - und manchmal auch am PC in der Arbeit - im Hintergrund ein Radiosender aus dem Internet. Denn hier ist man, anders als beim herkömmlichen (UKW-) Radio, nicht von Haus aus auf vielleicht 10, bestenfalls 15 Radiostationen begrenzt. Im Internet ist die Auswahl an Musiksendern geradezu überwältigend hoch und ebenso vielseitig. So stehen auf dem Portal Liveradio.de knapp 3.000 verschiedene Radiostationen bereit, die sich über einen Software-MP3-Player wie das kostenlose Winamp live am PC abspielen lassen, was in der Fachsprache auch als "streamen" oder "Streaming" bezeichnet wird. Unter Surfmusik.de, ein weiteres großes Radiostationenportal, stehen ebenfalls mehrere Tausend Online-Sender bereit, die sich größtenteils über den bereits auf jedem Windows-PC vorinstallierten Windows Media Player abspielen lassen. Hier muss man dann einem Internet-Explorer-Add-on namens "Window Media Player Extension" die Ausführung erlauben. Beachten Sie jedoch grundsätzlich, dass viele dieser kostenlosen Musikportale mit oft ausufernder Werbung und diversen Gewinnspiel-Einladungen nur so gespickt sind.

Rechnerloser Empfang

Um Online-Radiosender auf die eben beschriebene Weise empfangen zu können, sind Sie also grundsätzlich auf einen hochgefahrenen Rechner mit Online-Zugang angewiesen. Doch nicht jeder hat zu Hause immer einen PC am Laufen - oder möchte diesen immer erst einmal hochfahren, um Radio hören zu können. Sogenannte Webradios, die oft auch als "Audio Streaming Clients" bezeichnet werden, machen den PC für die Wiedergabe von Internetradio überflüssig. Denn Webradios sind komplett eigenständige Empfangs- und Wiedergabegeräte. Für den "Empfang" von Internetradio benötigt das Webradio allerdings eine Verbindung mit dem Heimnetz, die in der Regel über die drahtlose WLAN-Verbindung hergestellt wird. Alle Webradios im Test sind mit einem WLAN-Adapter ausgestattet, die meisten besitzen als Alternative auch einen Anschluss für ein Netzwerkkabel. Sobald das Webradio im Heimnetz eingebunden ist, greift es über den (DSL- oder Kabel-) Router auf den gewünschten Online-Sender zu und gibt diesen über den integrierten Lautsprecher wieder.

Philips NP2900: Intuitive Suche und Musikwiedergabe im (UPnP-) Songverzeichnis

Webradios können auch auf UPnP-Medien-Server im Heimnetz zugreifen und Songs daraus abspielen. Das Philips NP2900 bietet zudem eine besonders komfortable Suchfunktion (li.), um rasch zum gewünschten Album (mi.) zu gelangen - und spielt dieses mit Cover als Hintergrundbild (re.) ab.

Vergleichstest: Webradios

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Kein Webradio ohne Flatrate

Wie bereits angedeutet sind dennoch zwei wichtige Voraussetzungen erforderlich, damit sich ein Webradio zu Hause sinnvoll einsetzen lässt. Zum einen benötigen Sie einen breitbandigen Online-Zugang wie DSL oder Kabel. Die Bandbreite Ihres Breitbandanschlusses spielt hierbei keine tragende Rolle. Denn selbst die qualitativ hochwertigsten Webradiosender senden mit Download- Raten von 128 bis maximal 256 kbit/s. Selbst mit dem in schlechter versorgten Gebieten erhältlichen DSL-Light oder "Dorf-DSL" mit nur 384 kbit/s Download-Geschwindigkeit sollten Sie demnach störungsfrei Webradio empfangen können - solange Sie nicht mehrere Webradios parallel betreiben. Allerdings sollte Ihr Internetzugang in jedem Fall mit einer Flatrate ausgestattet sein, das heißt, er darf weder zeitlich noch hinsichtlich des Datenvolumens begrenzt sein.

Quick-Info

TerraTec Noxon iRadio Cube
Internet
www.terratec.de
Preis
199,00 €
Preis/Leistung
sehr gut
Weitere Details

77 Punkte

Fazit:
TerraTecs Cube überzeugt durch seine gelungene Benutzerführung. Allerdings hatte unser Testexemplar Probleme, Songs mit Tonkanalwechsel ordentlich abzuspielen.

Der Empfang von Internetradiosendern führt nämlich rasch zu recht hohen Datenumsätzen. Eine Stunde Musikgenuss verursacht bei einem Radiosender mit einer Datenrate von 128 kbit/s ein Datenaufkommen oder Traffic von rund 56 MByte. Lässt man sein Internetradio täglich etwa 5 Stunden dudeln, kommt man am Ende des Monats bereits auf mehr als 8 GByte Traffic. Das kann im Rahmen von Volumentarifen, bei denen jedes zusätzlich übertragene MByte extra abgerechnet wird, zu unangenehm hohen Nachzahlungen beim Provider führen.

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Vergleichstest: Webradios
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