Blick in die Tiefe

Test: Fünf 3D-Monitore von Samsung, Acer & Co. im Vergleich

3D Monitore sind in aller Munde und spielen in 3D macht richtig Spaß. Welche Technik und welcher Monitor dafür am besten geeignet ist, haben wir getestet.

  1. Test: Fünf 3D-Monitore von Samsung, Acer & Co. im Vergleich
  2. Acer GD245HQbid
  3. Hyundai W240S
  4. Samsung Syncmaster 2233RZ
  5. Viewsonic VX2268wm
  6. Zalman ZM-M215W
Der 3D-Monitor Vergleichstest in Bildern

© Archiv

Der 3D-Monitor Vergleichstest in Bildern

3D Monitore sind in aller Munde und spielen in 3D macht richtig Spaß. Welche Technik und welcher Monitor dafür am besten geeignet ist, haben wir getestet.

Wir sind es gewohnt, dreidimensional zu sehen und schon alleine deswegen wirken Computerspiele nicht realistisch. Spielehersteller arbeiten mit Perspektiven, um uns einen räumlichen Eindruck zu vermitteln. Trotzdem nutzen nicht einmal die besten 3D-Modelle, um mehr 3D zu bieten; die Grafik bleibt flach. Mittels 3D-Monitoren ist es möglich, diese flache Welt in die dritte Dimension zu befördern.Die Dreidimensionalität am TV, bei Spielen oder im Kino funktioniert im Prinzip genauso wie das Wahrnehmen einer tatsächlich dreidimensionalen Szene. Jedes Auge sieht ein Bild nur in 2D und erst diese Einzelbilder setzt unser Gehirn in ein dreidimensionales Bild um.

Bei den zweidimensionalen Monitorbildern funktioniert es ähnlich und es haben sich zwei Techniken etabliert, die beiden Bilder auf die Augen zu verteilen: die Shuttertechnik und das Polarisationsverfahren.

Bei der Shuttertechnik zeigt der Monitor die für das rechte und linke Auge bestimmten Bilder abwechselnd an. Setzt man die entsprechende Brille auf, bekommt man ein dreidimensionales und scharfes Bild.Dabei verdunkelt die Brille synchron jeweils ein Brillenglas. Dies geht so schnell, dass das Gehirn die beiden unterschiedlichen Stereobilder als ein räumliches Bild wahrnimmt.

Die 3D-Monitore im Test, die dieses Verfahren verwenden "shuttern" mit 120 Hz, also 60 Hz pro Auge. Durch den schnellen Wechsel von 60 Bildern pro Sekunde und Auge, ist es schnell genug, dass wir die abwechselnde Verdunklung der Brillengläser nicht als Flimmern wahrnehmen.

Der 3D-Monitor Vergleichstest in Bildern

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Der Hyundai-Monitor bietet alle Anschlüsse, die man braucht. Zudem sind sie gut beschriftet und leicht zugänglich. Line out und Kopfhörer-Anschluss sind auch vorhanden.

Leider schluckt die Brille dabei sehr viel Licht, schließlich ist ein Auge stets verdunkelt. Auch das "offene" Glas lässt das Licht nicht zu hundert Prozent durch und so wirkt das Bild dunkel und verliert an Kontrast. Ein weiteres Manko bei diesem Verfahren ist, dass die Grafikkarte jedes Bild doppelt berechnen muss.

Aus diesem Grund kommen nur Besitzer aktueller Midrange- und High-End-Grafikkarten in den Genuss von 3D-Spielen. Nvidia bietet für seine Karten eine Shutterbrille und einen Sender an. Der Vorteil: Die Nvidia-Treiber unterstützen bereits sehr viele 3D-Spiele.

Die zweite Technik, das Polarisationsverfahren, verwendet für die Erzeugung stereoskopischer Bilder die Kombination aus speziellen Monitoren mit polarisierten Brillen. Im Gegensatz zur Shutterbrille funktioniert die Polfilterbrille passiv, sprich ohne Stromverbrauch und ohne einen Infrarotsender.

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Bei den Schnittstellen zeigt sich das Samsung-2233RZ-Display mager bestückt: Lediglich ein digitaler (DVI) Eingang ist vorhanden.

Allerdings hat diese 3D-Technik im Test einen gravierenden Nachteil gegenüber Nvidias Shutterbrille: die Blickwinkelabhängigkeit. Denn sobald man beim Spielen den Kopf nach oben oder unten bewegt, wird das Bild unscharf. Zudem stört das so genannte Aufpixeln in Spielen.

Grund für das Aufpixeln ist die durch das nötige Interlacing - es müssen ja zwei Bilder gleichzeitig dargestellt werden - geringere Auflösung: Bei einem 1680x1050-Monitor halbiert sich die vertikale Auflösung auf 525 Pixel.

Da bei beiden Verfahren jedes Bild doppelt berechnet wird, egal ob es sich um Vollbilder oder zeilenweise verschränkte Halbbilder handelt, ist aufgrund der gleichzeitigen Darstellung zweier Ansichten und deren horizontaler Abweichung das Fadenkreuz in Shootern bisweilen doppelt sichtbar (als Geisterbild)oder sogar verschoben dargestellt.Nvidia und die Hersteller von Polfilter-Brillen legen daher eine Software bei, die ein so genanntes 3D-Fadenkreuz darstellt, mit dem sich auch in 3D-Spielen vernünftig zielen lässt. Jedoch wird diese Software von den meisten Spielen mit Anti-Cheat-Mechanismen wie zum Beispiel Punkbuster nicht erlaubt, respektive nicht unterstützt.

Als Beispiele seien nur Unreal Tournament 3 oder Call of Duty 4 genannt. Wer ein überzeugter Ego-Shooter-Fan ist, sollte daher die Finger von 3D lassen, denn die normalen Visiere sind praktisch unbenutzbar.

Von der 3D Qualität her ist das Polarisationsverfahren deutlich besser, jedoch ist der Mangel an unterstützten Spielen und die Blickwinkelabhängigkeit ein großer Nachteil. Bei beiden Techniken scheint die Software noch in den Kinderschuhen zu stecken.

Egal ob Nvidia, iz3D oder TriDef - alle haben noch mit Bugs zu kämpfen. Die Nvidia Lösung macht derzeit den ausgereiftesten und stabilsten Eindruck. Welche 3D-fähigen Monitore am besten sind, haben wir im Labor getestet.

Bildergalerie

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Computer

Nein, es ist keine Gucci-Brille, aber fast. Die Polfilterbrille, die beim Hyundai-Monitor im Lieferumfang enthalten ist, macht richtig was her. Sie…

Testverfahren: 3D-Monitore

Mit dem Color Analyzer CA-110 und dem Messroboter erfassen wir die Leuchtdichteverteilung bei 230 Candela und erstellen daraus ein 3D-Modell. Damit können wir Erkenntnisse über die Uniformität des Bildes gewinnen und decken Unregelmäßigkeiten auf. Wir messen die Blickwinkel zwischen 0 und 90 Grad und erfassen bei jedem Schritt die Farbanteile von reinem Weiß sowie die Leuchtdichte.

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Das Spektroradiometer CS-2000 von Konica Minolta erlaubt uns die genaue Ermittlung der Kontrastwerte. Als eines der empfindlichsten Messgeräte auf dem Markt ist es in der Lage, auch extrem niedrige Signalstärken ab 0,003 cd/m² zu erfassen.

Hersteller/Modell Hyundai W240S Acer GD245HQbid Samsung Syncmaster 2233RZ Viewsonic VX2268wm Zalman ZM-M215W
Preis in Euro 1330 349 279 269 289
Ranking im Testfeld 1. Platz (Testsieger) 2. Platz 3. Platz (Kauftipp) 4. Platz 5. Platz
Gesamtwertung sehr gut 90 % gut 83 % gut 81 % gut 77 % befriedigend 68 %
Preis/Leistung ungenügend gut sehr gut sehr gut gut
Internet: www.hyundaimonitor.com www.acer.de www.samsung.de www.viewsonic.de www.alternate.de
Technische Daten
3D-Verfahren Polfilterbrille Shutter mit 120Hz Shutter mit 120Hz Shutter mit 120Hz Polfilterbrille
Hintergrundbeleuchtung LED CCFL CCFL CCFL CCFL
Glare - - -
Größe Bildfläche (BxH) 520x325 mm 525x295 mm 475x300 475x300 470x269 mm
Bilddiagonale 24 Zoll 23,6 Zoll 22 Zoll 22 Zoll 21,5 Zoll
Format 16:10 16:9 16:10 16:10 16:10
Abmessungen (BxHxT) 580x525x230 mm 575x418x194 mm 515x420x209 mm 515x420x209 mm 530x400x203 mm
VESA-Bohrung
Gewicht 9,9 kg 5,8 kg 5,2 kg 5,2 kg 5,8 kg
Anschlüsse D-SUB, DVI, HDMI, RGB D-SUB, DVI, HDMI DVI DVI D-SUB, DVI
Lautsprecher - - -
Kopfhöreranschluss - - - -
Bedienung
Tasten/Regler 9/0 6/0 7/0 6/0 6/0
Helligkeit/Kontrast ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔
Takt/Phase ✔/- ✔/- -/- -/- -/-
Größe/Position ✔ /✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/- ✔/-
Backlight/Gamma -/- -/- -/✔ -/- -/-
Farbtemp./Farbe ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔
OSD-Position/Timer ✔/✔ -/✔ -/✔ ✔/✔ ✔/✔
Reset/Sprache ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔
Modi-Anzeige/Schärfe ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔ ✔/✔
Messwerte
Verbrauch Volllast 80 Watt 42 Watt 43 Watt 38,6 Watt 33,6 Watt
Maximale Leuchtdichte 372 cd/m2 318 cd/m2 301 cd/m2 260 cd/m2 291 cd/m2
Kontrastverhältnis 1080:1 1195:1 1199:1 1175:1 1170:1
Winkelstabilität Kontrast (Mittel) 48,62% 54,69% 50,45% 49,36% 33,89%
Winkelstabilität Kontrast (30/60/90 Grad) 82,47%/26,18%/8,33% 85,58%/37,60%/11,99% 79,80%/32,45%/11,38% 76,22%/33,74%/11,08% 55,62%/21,81%/3,84%
Winkelstabilität Farbe (Mittel) 87,7% 89,3% 89% 87,7% 79,8%
Winkelstabilität Farbe (30/60/90 Grad) 92,9%/87,6%/76,5% 91%/92,6%/80,9% 94,7%/88,6%/78,8% 94,6%/85,3%/77,3% 90,8%/77,2%/59,1%
Mittlere Schaltzeit (Rise/Fall) 20,2 ms (13,72/6,52) 8,3 ms (5,94/2,38) 6,1 ms (3,74/2,4) 22,1 ms (10,86/11,22) 13,3 ms (9,92/3,36)
ISO-Schaltzeit (Rise/Fall) 5,7 ms (4,4/1,3) 5,9 ms (4,5/1,4) 5,6 ms (4,3/1,3) 5,7 ms (4,4/1,3) 4,1 ms (2,9/1,2)

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