Testbericht

TEST: Edel-Plasmafernseher Runco Plasmawall XP-50 für 10.000 Euro

Das ist Understatement in Reinkultur: Der neue Runco Plasmawall XP-50 ist kein Fernseher von der Stange. Will er auch nicht sein. Der Edel-Bildschirm vereint Eleganz und Stil mit edler Technik - auf dem Weg zum perfekten Bild.

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Runco XP-50DHD 1080p Plasma Test

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Runco XP-50DHD 1080p Plasma Test

Die Tester scharrten im Messlabor schon mit den Füßen, als es ans Auspacken des 10.000 Euro teuren Boliden ging. Dabei war von vornherein klar, dass der neue FullHD-Plasma-Monitor mit 50 Zoll Bilddiagonale in der ersten Testdisziplin "Ausstattung" eher mager daherkommen würde. Wer bei diesem Preis einen Standfuß, Lautsprecher oder gar einen TV-Tuner erwartet hätte, wird bei Ansicht des US- Amerikaners eines Besseren belehrt. Selbst zeitgemäße Features wie eine USB- Buchse zum Einspielen von Fotos sucht der Video-Fan bei ihm vergeblich.

Lediglich vier HDMI-Ports, eine VGA-Buchse und ein wahlweise als YUV- oder RGB-Eingang nutzbares BNC-Triplet dienen als Zugang für Videodaten. Externe Lautsprecher lassen sich an den stabilen Kabelklemmen andocken. Allerdings bietet die kleine 10-Watt-Endstufe gerade mal genug Leistung auf, um für eine minimale Audio-Untermalung zu sorgen.

Ansonsten bringt der Runco nur noch eine serielle Steuerbuchse mit, über die ihn Multiroom-Systeme wie etwa von Profi Crestron zuverlässig per Kabel steuern. Alle weiteren Dreingaben dienen ausschließlich der optimalen Wiedergabe von tollen Bildern.

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Der schlichte aber elegante Rahmen aus einer schwarz gebürsteten Legierung dient gleichzeitig als Einbau-Chassis in eine Wand.

Und das beherrscht der Runco nicht nur für sich allein, sondern auch im Zusammenspiel mit mehreren Exemplaren seiner Art. So lassen sich bis zu 25 Stück zu einer Videowand zusammenschalten. Wenn es sein muss sogar hochkant. Dabei wird klar, dass der XP-50 vorwiegend im Profibereich Anwendung findet. Dazu gehören auch vielfältige Picture-in-Picture-Modes, die auch zu Hause ihre Berechtigung haben. Er kann Bilder sowohl in-als auch nebeneinander platzieren. Zudem lassen sich Minibilder sogar transparent über das Hauptmotiv legen.

Power On

Mit einem Druck auf das einzige Bedienelement am Gerät - dem Netzschalter - erwacht der Runco, begleitet von einem kurzen Fauchen seiner implantierten Lüfter aus dem Tiefschlaf. Die sechs Ventilatoren vermeiden, dass der edle Flachmann dem Hitzetod erliegt, sollte es im Betrieb mal heiß hergehen. Das passiert vor allem dann, wenn der Monitor - wie von den Entwicklern beabsichtigt - in eine Mauernische eingebettet wird, sodass er wie ein Bild an der Wand erscheint.

Ansons ten säuseln die Lüfter eher lautlos vor sich hin. In puncto Handhabung bietet der Runco wenig Grund zur Klage. Die kleine Fernbedienung befehligt den Monitor zielsicher und ist übersichtlich gestaltet. Das Umschalten der zehn Bildformate geht damit recht zügig von der Hand. Auch hier zeigten die Runco-Entwickler Liebe zum Detail. Durch Stauchen, Strecken oder Beschneiden des Bildes versuchten die Techniker Bilder, die nicht dem 16:9-Format entsprechen, ins schwarz gebürstete Korsett zu zwingen.

Das gelang nicht immer ganz verzerrungsfrei. Die aufwändige Bildverarbeitung sorgte stets für eine saubere Skalierung der Bilder, was bei günstigeren Geräten nicht immer so fehlerfrei funktioniert.

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Vier HDMI-Buchsen sind genug für digitale Bildquellen. Für analoge Zuspieler bringt er allerdings nur einen mit.

Der Umgang mit dem Bildmenüs ging ebenfalls einfach von der Hand, allerdings hätte das Menü schon etwas größer ausfallen können. Es ist recht umfangreich und war bei größeren Entfernungen etwas schwer zu lesen. Den Audio-Test musste der Runco mit externen Boxen über sich ergehen lassen. Die Endstufen lieferten jedoch ein in ihrer Leistungsklasse akzeptables Ergebnis. Verzerrungen oder gar starke Störgeräusche blieben weitgehend aus.

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