Testbericht

Test: DVD-Festplattenrecorder

DVD-Festplattenrecorder bieten 2008 weitaus mehr Features, als Käufer jemals verlangt haben. Dieser Sony legt Wert aufs Wesentliche: Die bestmögliche Aufnahme- und Archivqualität.

Test: DVD-Festplattenrecorder

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Der Testkanditat: Sony RDR-HX 980 (400 Euro)

DVD-Festplattenrecorder bieten 2008 weitaus mehr Features, als Käufer jemals verlangt haben. Dieser Sony legt Wert aufs Wesentliche: Die bestmögliche Aufnahme- und Archivqualität.

Die großen Kriege der DVD-Recorder liegen weit hinter uns. "Minus" gegen "Plus", "verbesserte Bildqualität", "die ersten Dual-Layer-Recorder" oder "Multimedia von der Festplatte": Das waren Themen, die vor Jahren den Markt prägten, doch mittlerweile haben sich alle Wogen geglättet und sogar der Angriff chinesischer Billigprodukte konnte durch die überlegene Qualität der japanischen (und eines niederländischen) Marktriesen abgewehrt werden.

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Der Testkanditat: Sony RDR-HX 980 (400 Euro)

Das Thema DVD-Festplattenrecorder ist also eigentlich etwas unspektakulär geworden, da die qualitativen Maximen der Technik erreicht sind und die wirklich entscheidenden Features von allen marktbestimmenden Herstellern integriert werden.

Aber genau diese Obergrenze der Qualität und die Untergrenze des Preises, zwischen denen sich die Modelle mit nur marginal differierender Ausstattung ansiedeln, macht das Thema so sicher für den Konsumenten. Sicherheit in der Form, dass er sich sicher sein kann, ein sehr gutes Gerät zu kaufen. Durchschnittstechnik hat keine Chance mehr im klar austarierten Gesamtmarkt. Und die Tatsache, dass der hier getestete neue Sony-Recorder eine Bild- und Tonqualität liefert, die vor zwei Jahren für 1.000 Euro nicht zu haben war und die vor zehn Jahren professionelle Filmstudios kaum liefern konnten, beruhigt das Qualitätsdenken ungemein.

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Die Funktion "X-Pict-Story" erzeugt aus auf der Festplatte befindlichen Fotos Diashow-Filme mit Musikuntermalung.

Und obwohl sich die Nummer seiner Produktbezeichnung "980" schon ganz nah an der magischen Vierstelligkeit von Sonys High-End-Modellen bewegt, ist der neue Recorder eher im oberen Einstiegssegment angesiedelt. Die Modellunterschiede definieren sich dabei fast ausschließlich durch Festplattengröße und DVB-T-Tuner. Features wie der Programmführer GUIDEplus+ oder die Audio-CD-Liedererkennung durch eine Gracenote-Datenbank sind ebenfalls relevant, da sie im Gegensatz zu selbst entwickelten Ausstattungsmerkmalen Lizenzgebühren kosten, die Produkte teurer macht.

Der RDR-HX 980 besitzt nur einen Analogtuner, also kein DVB-T, dafür den eben erwähnten EPG mit Infrarotsender zur Steuerung von Settop-Boxen, jedoch keine Gracenote-Datenbank. Schaut man auf seine 250-GByte-Festplatte, mit der er maximal 710 Stunden Film aufzeichnen kann, weiß man exakt, wo er sich in Sonys Portfolio befindet. An Quellen nimmt das Gerät alles entgegen, was sich in SD aufzuzeichnen lohnt. Für (Digital-TV-)Settop-Boxen eignet sich der Scarteingang in maximaler RGB- Farbauflösung, der aber auch VHS-Recorder in FBAS sehr gut verarbeitet. Diskrete Zusatzeingänge gibt es hinten nicht - aber an der Front. Hier befindet sich neben Video und S-Video der obligatorische DV-Eingang für Camcorder. Über One-Touch-Dubbing gehen Überspielungen sehr leicht von der Hand. Erst die 2008er-Modelle werden den neuesten Camcordern gerecht, die ja selbst auf Festplatte oder Speicherkarte aufzeichnen.

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Der Videofrequenzgang des Sonys ist über alle Ausgänge vorbildlich. Das bedeutet, dass fein aufgelöste Details genauso kontrastreich aufgezeichnet und wiedergegeben werden wie Flächen. Hier nicht abzulesen ist der Fakt, dass die sehr satte Farbigkeit unseres Testmusters perfekt abgestimmt ist. Kontrasteinstellung und Rauschverhalten sind ebenfalls extrem normgerecht und sorgen für ein sehr homogenes Bild, sodass Aufnahmen (in SP) kaum vom Original zu unterscheiden sind.

Am USB-Eingang finden solche Geräte Anschluss und der Sony wandelt deren MPEG2-Aufnahmen verlustfrei in DVD-konforme Ströme um. Über USB werden aber auch MP3-Musik und JPG- Fotos angeschaut oder auf die Festplatte dupliziert. Selbst DivX-Filme lassen sich wiedergeben. Multimediadaten lassen sich genauso von CD-oder DVD-ROM einlesen. Im Sony sind dann die Musik- Jukebox und das Fotoalbum für die Verwaltung zuständig. Letzteres bietet die neue Funktion "x-Pict- Story", die Diashows mit Übergängen und Musikuntermalung als Film erstellt.

Dieser befindet sich auf der Festplatte, kann aber auf DVD gebrannt werden und macht mehr Spaß als die üblichen Bildvorführungen von DVD-Playern. Leider gibt auch der RDR-HX 980 Fotos nicht in HD-Qualität, sondern nur in DVD-Auflösung wieder. Dafür wird die HDMI-Wiedergabe von Filmen ordentlich auf 1080p hochskaliert und besitzt eine exzellente Abstimmung zwischen Schärfe, Ruhe, Brillanz und Neutralität. Ein Highlight des Recorders sind die vielen Bildeinstellungen, mit denen jedermann an der Wiedergabe- und Aufnahmequalität herumschrauben kann. Die Werkseinstellungen sind wunderbar homogen und unscharfe, zu helle oder rauschende Eingangssignale lassen sich prima aufpolieren.

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Zweimal USB. Der Eingang (Mitte) sorgt dafür, dass Bilder und Musik von Sticks bzw. Fotoapparaten oder MPEG2-SD-Aufnahmen von HDD-Camcordern verlustfrei und schnell auf die Platte gespielt werden können. Links werden PictBridge-Drucker angeschlossen.

Mit den vielen Hundert Funktionen, die DVD-Festplattenrecorder rund ums Organisieren, Aufnehmen, Schneiden, Backup und die Verarbeitung von Multimediadateien bieten, könnten wir ganze Bücher füllen und sogar die Ausstattungstabelle links muss um fast die Hälfte gekürzt abgedruckt werden. An dieser Stelle sei nur nochmals versichert, dass es dem Sony an nichts Wichtigem fehlt, ja, er hat sogar einige exklusive Schmankerl, wie die verlustfreie Duplizierung von bereits gebrannten DVD-Aufnahmen, anzubieten.

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Testprofil

\n SonyRDR-HX 980
www.sony.de
400 Euro

DVD-Festplatten-Recorder

Weitere Details

83 Prozent

Fazit:Wer in sehr guter Bildqualität Fernsehen aufzeichnen möchte, liegt bei diesem preiswerten Sony richtig. Multimediabonus inklusive.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Bei unseren Messungen erwies sich der Sony übrigens als echter Stromsparer. Wer Scart und Antenne nicht durchgeschleift haben muss, kann den Stromsparmodus aktivieren und einen Standbyverbrauch von nur 0,6 genießen. Die 2,4 Watt im normalen Standby sind ebenfalls großartig, genauso wie die 13 Sekunden, die das Gerät nur benötigt, um aus diesem Tiefschlaf aufzuwachen und eine Aufnahme zu starten.

Fazit:

Wer einfach einen Festplattenrecoder mit bester Qualität für Analogaufnahmen (Scart) oder für simple Camcorderschnitte sucht, ist mit diesem Sony bestens bedient.

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