Testbericht

Die besten Notebooks ab 390 Euro

Sind Sie auch der Meinung, dass gute Notebooks noch immer mehr als 800 Euro kosten müssen?Dann sollten Sie vielleicht umdenken, wie unser Vergleichstest beweist.

  1. Die besten Notebooks ab 390 Euro
  2. Worauf beim Kauf zu achten ist
  3. Testfazit
Test Notebooks Aufmacher

© Archiv

Test Notebooks Aufmacher

Wenn man sich einmal vor Augen hält, was der Käufer eines nagelneuen Notebooks als Gegenwert für sein sauer erspartes Geld bekommt, kann man eigentlich nur staunen. Nehmen wir zum Beispiel das CX700 MS-1731 des Herstellers MSI, den Testsieger unseres Vergleichstests. Das Gerät ist mit einem T4300-Prozessor von Intel ausgestattet, der 2x 2,1 GHz liefert. Dazu kommen satte vier GByte Hauptspeicher, eine Festplatte mit 500 GByte Kapazität, ein DVD-Brenner, ein brauchbarer Akku, der das Gerät trotz riesigem 17,3-Zoll-Display etwa zwei Stunden lang mit Strom versorgt, n-WLAN, Bluetooth, Gigabit-LAN, ein 2.1-Soundsystem inklusive Subwoofer, Windows 7 in der Home-Premium-Version und einen HDMI-Ausgang. Das Display liefert 1600 x 900 Bildpunkte und ist somit nahezu HD-fähig. Das ganze Paket kostet gerade einmal 550 Euro und ist damit auch für schmalere Geldbeutel erschwinglich. Klar, dass man in dieser Preisklasse auf einige Annehmlichkeiten verzichten muss. So sind die preiswertesten Modelle natürlich nicht gerade besonders flach, besonders leicht oder besonders schick. Vielmehr handelt es sich um sogenannte "B r o t - und Butter" Notebooks, solide Arbeitstiere ohne großen Schnickschnack und ohne überflüssige Extras, aber dafür mit allem, was unbedingt dazugehört.

Vier GByte RAM und eine Festplatte mit 320 GByte oder mehr Kapazität sind inzwischen auch in der niedrigsten Preisklasse nahezu immer Voraussetzung. Auf einen schnellen Dual-Core- Prozessor von Intel oder AMD ebenso auf die allerneuesten Modelle der aktuellen Generation muss man verzichten. Ein DVD-Brenner gehört ebenfalls zur Grundausstattung, eine dedizierte Grafikkarte KANN dazugehören und kostet nur unerheblich mehr als eine Onboard- Lösung, doch wer eher auf längere Akkulaufzeiten als auf 3D-Leistung Wert legt, der kann mit letzterer sogar glücklicher werden.

Quick-Info

MSI CX700 MS-1731
Internet
www.msi-computer.de
Preis
549,00 €
Preis/Leistung
sehr gut
Weitere Details

77

Fazit:
MSI bietet beim CX700 ein hervorragendes Verhältnis zwischen Preis und Leistung. Dank ATI-Grafikkarte sind sogar die 3D-Leistungswerte akzeptabel.

Was den Billigen fehlt

Es dürfte jedem klar sein, dass bei den Notebooks der Einstiegsklasse einige Abstriche gemacht werden müssen. Hier fielen zunächst zwei Dinge auf: Die billigen Geräte sind in der Regel "dicker" und die Akkulaufzeit ist kürzer. So sind zumeist preiswertere, weniger leistungsfähigere Akkus verbaut, zusätzlich kommen die teureren aktuellen, Strom sparenden Plattformen nicht zum Einsatz. Stattdessen muss sich der Käufer mit Prozessoren und Chipsätzen aus der Vor- oder gar der Vorvor-Generation zufriedengeben. Unterm Strich macht sich das durch Leistungseinbußen im zweistelligen Prozentbereich und durch deutlich kürzere Akkulaufzeiten bemerkbar. So hielt keines unserer Testgeräte länger als 2,5 Stunden durch, Laufzeiten von über vier oder gar fünf Stunden wären erst mit Akkus höherer Kapazität machbar, doch diese kosten in der Regel deutlich mehr. Während auch die preiswerten Notebooks gut verarbeitet sind, fehlt es an Schnittstellen.

Vergleichstest: Notebooks ab 390 Euro

© Archiv

So flach ist das Vostro V13 des Herstellers Dell. Bei einem Gewicht von unter 1,6 Kilogramm ist das 13,3-Zoll-Notebook auch sehr leicht.

So sucht man FireWire- Anschlüsse in dieser Preisklasse durchweg vergeblich, HDMI-Ausgänge und Bluetooth sind eher die Ausnahme als die Regel, eSATA ist ebenso keine Selbstverständlichkeit wie ein Express-Card-Einschub. Jedes Gerät hat von jedem etwas, keines aber alles zu bieten. Selbst der Testsieger von MSI liefert zwar HDMI und einen Expresskarten-Slot, allerdings keine eSATA-Schnittstelle für den Anschluss schneller, externer Festplatten. Klar, dass man auch bei der Bauform Abstriche machen muss. Zwar sind die Billig- Notebooks nicht unbedingt schwerer als die teureren Kameraden - schließlich fehlt die eine oder andere Komponente aus Kostengründen - doch sind sie nicht so elegant gebaut, so schlank und so filigran gestaltet. Stattdessen setzen die Hersteller auf preiswerte Gehäuse von der Stange und versehen diese mit möglichst preiswerten, nicht immer aktuellen aber absolut bewährten Standardkomponenten.

Quick-Info

Toshiba Satellite L500D-144
Internet
www.toshiba.de
Preis
499,00 €
Preis/Leistung
sehr gut
Weitere Details

73

Fazit:
Das Satellite L500D von Toshiba liefert für knapp 500 Euro akzeptable Leistungswerte und eine solide Verarbeitung ab. Leider fehlt ein digitaler Videoausgang.

Das Ergebnis, so zeigt dieser Test, kann sich durchaus sehen lassen. Schade nur, dass sich nicht alle namhaften Hersteller am Test ihrer preiswertesten Einstiegsmodelle beteiligen wollten, vermutlich aus Angst vor schlechten Testurteilen. Es ist klar, dass niemand sich gern blamiert, doch zeigen die Ergebnisse dieses Tests durchweg, dass sich auch die preiswerten Testkandidaten sehen lassen können und die Öffentlichkeit nicht scheuen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft auch die anderen Hersteller Mut zeigen und Ihre Einstiegs- Notebooks ins Rennen schicken werden.

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