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Testbericht

Test: Cyberlink PowerDVD 10 Ultra 3D

PC Magazin


Jörg Knitter

5. Mai 2010

Mit PowerDVD 10 gibt Cyberlink als erster Player Filme auch in 3D wieder. Dabei scheint der Hersteller Angst gehabt zu haben, dass ihm Mitbewerber zuvorkommen: Die Wiedergabe von 3D-Blu-rays funktioniert erst mit einem später veröffentlichten, kostenlosen Update, und auch "Cyberlink TrueTheater 3D" funktioniert derzeit nur mit DVDs, nicht mit Blu-rays oder Videodateien.

Wer einen 3D-Monitor oder einen 3D-Fernseher besitzt, kann mit TrueTheater 3D normalen 2D-DVDs einen räumlichen Eindruck verpassen, ansonsten tut es im Zusammenspiel mit Nvidias 3DVision-Erweiterung auch eine Rot-Blau-Brille.

Bei horizontalen Schwenks und vielen Bewegungen funktioniert das berechnete 3D wirklich sehr gut: Die Bullet-Time-Effekte im Film "Matrix" und die Schießerei in der Eingangshalle des Hochhauses sind beispielsweise sehr überzeugend, auch Konzert-DVDs sind gut geeignet.

Zwar wirkt das Bild bei ruhigen Szenen auch irgendwie plastisch, eine Vordergrund-Hintergrund-Unterscheidung ist aber nicht möglich. Stattdessen wird hier das Bild nach außen hin für das eine Auge so verzerrt, dass es teilweise eher unangenehm zu betrachten ist.

Die Zwischenbildberechnung TrueTheater Motion sorgte bei einer PAL-DVD für ein saudeberes Bild, wenn der Monitor auf ein Vielfaches von 25 Hz eingestellt war, bei 60 Hz (meist bei LCD-Bildschirmen) ruckelte es aber immer noch deutlich.

Video- und Audiofiles lassen sich endlich vernünftig über zusätzliche Reiter im Hauptfenster auswählen und wiedergeben. Auch auf die Dateien in der Windows-Media-Datenbank hat man hier Zugriff, die Navigation ist jedoch etwas träge, und weitere Bearbeitungsmöglichkeiten werden nicht geboten.

Testprofil

CyberlinkPowerDVD 10 Ultra 3D
www.cyberlink.de
89,99 Euro

Multimedia-Player

80 Prozent

Testurteil
gut

Auch in PowerDVD 10 hat Cyberlink keine automatische Umschaltung der Bildwiederholfrequenz implementiert, was beim Wechsel von Blu-ray (meist 24p) und DVD (meist 25p) mit Rucklern quittiert wird. Zudem scheint beim Bild-in-Bild-Feature einer Blu-ray in schwarzen Bereichen des Overlays das Hintergrund-Video durch – ein klassischer Bug.

MKVs werden endlich abgespielt, Kapitelmarkierungen aber nicht unterstützt – jeder 100-Euro-Streamingclient kann das. Und zuletzt lassen sich die (Decoder-)Module nicht z.B. in externen TV-Anwendungen verwenden – aus Lizenzgründen, wie Cyberlink sagt.

Fazit

Auch dieses PowerDVD kann, gerade bei einem Preis von 90 Euro, nicht voll überzeugen. Wer Windows 7 hat und weder BD-Unterstützung noch 3D benötigt, sollte zudem genauer über einen Kauf nachdenken.





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