Testbericht

Test: CorelDraw Graphics Suite X4

Keineswegs verstaubt und in die Jahre gekommen wirkt die CorelDraw Graphics Suite, die seit fast 20 Jahren den Grafik-Software-Markt aufmischt. Im Gegenteil: Die Oberflächen der Programme wirken in der Version X4 frisch, modern und aufgeräumt.

CorelDrawTeaser

© Archiv

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Erfreulich bei diesen neu gestalteten Arbeitsumgebungen ist, dass sie anpassbar sind. Symbole oder Befehle lassen sich beliebig hinzufügen oder entfernen. Personalisierte Symbol- und Befehlsleisten können schließlich gespeichert werden.

Der Grafikklassiker bietet jetzt neben den Kernapplikationen CorelDraw, Corel Photo-Paint, Corel PowerTrace und Corel Capture 80 Design-Vorlagen, eine Clipartsammlung mit neuen Bildern, 1000 lizenzfreie Fotos und 1000 Schriften. Corel hat ferner den Online-Schriftenerkennungsdienst WhatTheFont in die Grafik-Suite integriert. Damit lässt sich per Mausklick bestimmen, welche Schriftart in Werbebroschüren oder auf Webseiten eingesetzt wurde.

Doch sollten Amateur-Designer sich von der Funktionsvielfalt nicht abschrecken lassen. Weniger erfahrene Nutzer der Grafik-Suite können als Grundlage für eigene Designs auf die gelungenen Vorlagen zurückgreifen oder sich von den stets verfügbaren Hinweisen durch die Programme leiten lassen. Wer mehr Unterstützung benötigt, erfährt Grundlegendes zum Umgang mit dem Grafikprogramm in den Lernvideos. Spannende Designtricks und Kniffe erhalten Anwender in den Expertentipps. Ambitionierte Grafiker hingegen profitieren von Funktionen, die den Arbeitsablauf erleichtern. So ermöglicht das Online-Tool ConceptShare den Ideen-Austausch mit Kunden im Netz. Konzepte oder fertige Designs werden im Web hinterlegt und Auftraggeber oder Kunden haben die Möglichkeit, online Kommentare abzugeben. Auch die mit CorelDraw erzeugten PDFs lassen jetzt Anmerkungen zu.

Quick-Info

Corel CorelDraw Graphics Suite X4
Corel
ca. 630 Euro

www.corel.de

Weitere Details

92 Punkte

Fazit:Der Grafikklassiker überzeugt mit ebenso pfiffigen wie nützlichen neuen Funktionen. Dass so viel Grafikpower speicherhungrig ist, wundert nicht, trübt aber das sonst rundum positive Gesamturteil.

5/5
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Die Seitengestaltung mit CorelDraw ist flexibler und einfacher geworden. Schriftarten oder -größen sind dank Echtzeitvorschau schneller ausprobiert und zugewiesen. Außerdem sind Grafiken und Objekte in Textfeldern frei beweglich, wobei sich der umfließende Text sofort an die neue Position des Objekts anpasst. Praktisch ist auch die neue Tabellenfunktion. Übersichtliche Designs im Webstil sind damit kinderleicht realisiert. Optimiert wurde auch das Vektorisiertool PowerTrace. Wird beispielsweise ein eingescanntes Logo damit vektorisiert, erhält der Grafiker glattere Kurven. Zudem ist es jetzt einfacher, ähnliche Farben zusammenzufügen und die Vektorgrafik somit zu vereinfachen. Die Bildbearbeitung Photo-Paint X4 unterstützt jetzt auch Kamera-Rohdateien im RAW-Format von über 300 Kameramodellen. Zudem hat Corel Bildbearbeitungsfunktionen optimiert. Farb- oder etwa Tonkorrekturen lassen sich dank des integrierten Histogramms genauer durchführen.

Bei der Funktionsvielfalt des Programms wundert es nicht, dass die Grafik-Suite recht speicherhungrig ist. Während ein flotter Vista-PC die meisten Design-Arbeiten mühelos ausführt, stöhnen ältere XP-Rechner bei der Last.

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