Testbericht

Test: Centrino-2-Notebooks

In schöner Regelmäßigkeit bringt Intel neue Rechnerplattformen auf den Markt. Mit Centrino 2 ist es wieder so weit: Die Kombination aus neuer CPU, verbessertem WLAN-Modul und optimiertem Chipsatz soll Leistung und Mobilität der neuen Notebook- Generation noch weiter nach vorne treiben.

Test: Notebooks mit Centrino-2-Prozessoren

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Test: Notebooks mit Centrino-2-Prozessoren

Waren Notebooks in der Vergangenheit eher eine sinnvolle Erweiterung zum leistungsstärkeren und vielseitigeren PC, ändert sich dieser Trend immer mehr. So heißt es in vielen Haushalten inzwischen nicht mehr Notebook und PC, sondern Notebook statt PC. Das ist nicht verwunderlich, denn Notebooks haben leistungstechnisch nahezu aufgeschlossen, besitzen die gleichen oder gar mehr Schnittstellen und wenn man ein Notebook mit großem Display kauft auch einen für alle Aufgaben geeigneten Monitor. So haben wir uns zu einem Test von Notebooks entschlossen, die einerseits zu der allerneuesten Centrino-2-Generation gehören, und andererseits dazu geeignet sind, den PC vollständig zu ersetzen. Desktop-Replacements heißen diese Notebooks auf Neudeutsch. Sie besitzen Displays mit 16,4- oder gar 18,4-Zoll-Diagonale und sollen leisten, was ein normaler PC auch leistet. Und wie unser Test beweist, können es diese Geräte locker mit einem schnellen PC aufnehmen, lediglich Anwender mit extremen Anforderungen - beispielsweise an die 3D-Leistung - sind mit einem PC noch immer besser bedient.

Centrino 2: die nächste Generation

Seit mehr als fünf Jahren gibt es Notebooks mit Centrino-Komponenten. Die erste Generation trug den Codenamen "Carmel", es folgten "Sonoma", "Napa", "Santa Rosa" und nun mit "Montevina" die fünfte Generation von Intels Notebook-Technik. Neu an "Montevina" oder "Centrino 2", so der offizielle Name, sind unter anderem der schnellere Front Side Bus, der geringere Stromverbrauch der Prozessoren, ein WiFi- Modul mit 802.11n-Fähigkeit sowie ein verbesserter Chipsatz. All das soll zu besserer Leistung bei geringerem Stromverbrauch und somit längeren Akkulaufzeiten führen. Das Testfeld bestand aus sechs Notebooks namhafter Hersteller, die allesamt auf Centrino 2 beruhen und nicht mehr als 1.500 Euro kosten sollten. Die Geräte sollten gut ausgestattet sein, ein Display mit mindestens 16,4-Zoll-Diagonale besitzen und sich somit als vollwertiger Ersatz eines Komplett- PCs eignen. Das Preisniveau entspricht etwa dem eines gut ausgestatteten PCs samt Monitor. Die meisten Hersteller blieben preislich allerdings mehr oder weniger deutlich darunter: Hewlett-Packard schickte uns beispielsweise seinen Pavilion dv7, der in der von uns getesteten Version für weniger als 900 Euro erhältlich ist, und nur Nexoc nutzte den Preisrahmen vollständig aus. Übrigens: Centrino-2-Notebooks wie beispielsweise das mySN SMB5 gibt es mit 15,4-Zoll-Display bereits für weit unter 800 Euro - angesichts der Leistungsstärke der Komponenten ist das für einen kompletten Rechner samt Display ein Schnäppchen. Besaßen früher alle Notebooks Displays im 4:3-Format, hat sich das seit einigen Jahren mit dem Einzug des 16:10-Formats geändert. Inzwischen sind 4:3-Notebooks kaum noch zu bekommen, dafür bieten manche Hersteller Geräte mit Displays im 16:9-Format an. Der Unterschied liegt in der etwas geringeren Höhe des Displays, was beim Betrachten von Spielfilmen auf dem Monitor von Vorteil ist, weil die schwarzen Balken am oberen und unteren Bildrand wesentlich schmaler ausfallen. Optimal ist hier die 1.920 x 1.080-Pixel-Auflösung des Acer-Notebooks, denn es bietet FullHD und ist somit die perfekte Plattform für den ungetrübten Blu-ray-Filmgenuss. Den zweiten Vorteil des 16:9-Displays bemerkt man spätestens dann, wenn das Notebook auf einem engen Flugzeugsitz verwendet wird: Hier lässt sich ein 4:3-Bildschirm zumeist gar nicht mehr aufklappen, wenn der Vordermann seine Rückenlehne nach hinten legt. Auch ein 16:10-Display bereitet hier unter Umständen noch Probleme, ein 16:9er lässt sich dagegen in vielen Fällen noch problemlos ausklappen.

Die perfekte Ausstattung

Wenn man ein modernes Centrino-2-Notebook mit einem Gerät aus der Vor-Centrino- Zeit vergleicht, wird deutlich, wie sehr sich Notebooks in den letzten Jahren entwickelt haben. Mindestens dreimal USB, ein Kartenleser, ein Expresscard-Slot, diverse analoge und digitale Videoausgänge und eine integrierte Webcam sind inzwischen Standard, Festplatten mit 320 GByte Kapazität und mehr und ein DVD-Brenner ebenfalls. Zwei Notebooks im Testfeld konnten gar mit einem Blu-ray-Laufwerk aufwarten, bei den Notebooks von Sony und Acer, beide mit Displays im 16:9-Format, ist das eine sehr sinnvolle Ergänzung. Natürlich brennen die Laufwerke auch DVDs, Blu-ray-Filme lassen sich anschauen, Blu-rays brennen können die hier eingesetzten Combo-Laufwerke dagegen nicht. Alle Notebooks mit Centrino-2-Aufkleber besitzen einen schnellen WLAN-Chip, der auch den neuesten und schnellste WLAN Standard 802.11n beherrscht und somit fixer und auch weiter funkt als die Vorgeneration - natürlich immer vorausgesetzt, die Gegenstelle, sprich Ihr WLAN-Access- Point, ist ebenfalls 802.11n-fähig. Da alle WLAN-Chips auch die älteren Standards beherrschen, müssen Sie vor möglichen Inkompatibilitäten keine Angst haben. Die Laufleistungen der Akkus vermitteln kein einheitliches Bild. Die Laufzeiten sind nicht durchgängig sehr gut ausgefallen, was aber angesichts der stattlichen Bildschirmgrößen auch nicht überrascht. Tatsächlich hat sich in den letzten Jahren zwar im Stromverbrauch in Relation zur Leistung einiges getan, doch wurde der Vorteil durch die höhere Rechenleistung, multiple Prozessorkerne und die umfangreichere Ausstattung wieder zunichte gemacht.

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mySN: Der Akku ragt über das Gehäuse hinaus.

Wie die Akkulaufzeiten ausfielen und wer der Testsieger ist, erfahren Sie auf Seite 2...

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