Testbericht

Test: Camcorder Sony HDR - XR 520 VE - mit Festplatte & GPS-Modul

Der neue Camcorder HDR - XR 520 VE von Unterhaltungselektronik-Spezialist Sony kommt mit 240 Gigabyte-Festplatte - genügend Platz, um viele Urlaubsstunden einzufangen. Aber nicht nur die Speicherkapazität ist neu, sondern auch Objektiv und Sensor. Eine weitere Besonderheit: Ein GPS-Modul. Ob diese neue Technik ihr Geld wert ist, verraten wir Ihnen.

Test Video: Camcorder

© Archiv

Sony HDR-XR 520 VE

Gestochen scharfe Bilder, handliches Format und leicht zu bedienen, genau das wünscht sich der Video-Amateur von seinem Camcorder. Nachdem schon Panasonic in Form seines [int:article,94773]SDR-H 90-Camcorders gezeigt hat, dass pfiffige Ideen wie ein duales Speichersystem und ein 70-facher optischer Zoom (mehr...)[/int] das Filmen erheblich aufwertet, hat sich auch Sony Nutzerfreundlichkeit gepaart mit technischen Innovationen auf die Fahne geschrieben und eine neue Modellreihe konzipiert.Der HDR-XR 520 VE wartet mit neuen vielversprechenden Funktionen und vielen Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängermodellen auf. Damit Sie im Fachbegriffe-Kauderwelsch nicht untergehen, haben wir für Sie ein [int:article,86032]Glossar zusammengestellt, das die wichtigsten Begriffe erklärt (mehr...)[/int]. Der 520er ist der Bolide einer aktuellen Modellreihe, die aus fünf Geräten besteht. Die 105er als Einsteiger-Modelle, die es in drei Farben gibt: Schwarz, Silber und Rot. Die 200er, 500er und der von uns getestete 520er, die jeweils über eine Festplatte verfügen. Alle Varianten haben aber eines gemein: Sie zeichnen in High-Definition auf.

Dass Videos in HD viel Speicherplatz benötigen, ist hinlänglich bekannt. Aus diesem Grund hat Sony seinem neuen Top-Camcorder-Modell eine 240-Gigabyte-Festplatte spendiert. Platz genug, um für knappe 60 Stunden Videos in bester Bildqualität aufzuzeichnen.

Und das Bild kann sich wahrlich sehen lassen. Die optische Beurteilung der Farben fällt sehr gut aus, wenngleich im Labor bei der Farbtreue einige wenige Abstriche gemacht werden mussten. Dafür sind die Aufnahmen gestochen scharf, was nicht nur an der sehr guten Farbauflösung liegt. Auch die Konturen wirken bei schnellen Bewegungen sauber und unaufgeregt.

Selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen macht die Kamera eine gute Figur. Im Low-Light-Bereich bei 50 Lux sind immer noch genügend Details erkennbar, wenngleich die Farben bei diesem schwachen Licht ein wenig verblassen. Für das nächste Candle-Light-Dinner reicht es allemal. Und wenn absolute Dunkelheit herrscht, gibt es immer noch den Night-Shot-Modus, der die restliche Infrarotstrahlung der Umgebung einfängt. Farben gibt es dann keine mehr, zu sehen ist noch ein Grün-Schwarzes Bild.

Test Video: Camcorder

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Als zusätzlichen Speicher "versteht" die Kamera auch einen Memory Stick, der am besten als Fotocontainer dient.

Ausschlaggebend für die sehr gute Bildqualität ist der neue BIONZ-Bildprozessor und das Carl-Zeiss-Vario-Tessar-Objektiv. Ein großer Vorteil des neuen Prozessors ist seine hohe Geschwindigkeit beim Einschalten. In weniger als einer Sekunde ist der Apparat einsatzbereit. Dazu braucht man lediglich im Standby-Modus das Camcorder-Display aufzuklappen und schon kann es losgehen. Verpasste Szenen gehören damit sicherlich der Vergangenheit an.

Hatten die Vorgängermodelle bereits eine Gesichtererkennung, wurde diese Funktion nun zur "Lächel- Automatik" (Smile Shutter) weiterentwickelt. Der Name ist Programm: Die Kamera erkennt nicht nur ein Gesicht, sondern auch ein Lächeln und schießt davon sofort ein Foto, auch während die Filmaufnahme läuft. So werden freundliche Personen immer ins rechte Licht gerückt und dem Kameramann entgeht nichts.

Die Klangqualität aufgezeichneter Sprache oder Musik ist gut. Lediglich bei den Eigengeräuschen wünscht man sich etwas weniger Störfälle. Der Ton wird auf Wunsch sogar in Dolby 5.1 aufgezeichnet, wobei die räumliche Trennung wegen der zu nahe liegenden Mikrofone nicht exakt funktioniert. Hier sollte man dann beim Videoschnitt nacharbeiten.

Testprofil

SonyHDR-XR 520 VE
www.sony.de
1.500 Euro

Hybrid-HD-Camcorder

Weitere Details

80 Prozent

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
gut

Eine Besonderheit ist das eingebaute GPS-Modul. Damit ist erstmals auch mit Camcordern ein automatisches Geotagging möglich. Die Kamera speichert automatisch während der Aufnahme die Geodaten des Videos oder Fotos. Der Hobbyfilmer weiß in Zukunft nicht nur wann, sondern auch wo er jeden Clip gedreht hat. Zusätzlich wird auf dem Display der Ort der Aufnahme auf einer Karte angezeigt.

Fazit

Der Sony HDR-XR 520 VE ist ein solider HD-Camcorder. Dank der großen eingebauten Festplatte besitzt man genügend Speicherkapazität, um auch einen längeren Urlaub mit gestochen scharfen Bildern zu dokumentieren. Das GPS-Modul ist ein Novum im Camcorder-Markt und sicherlich ein nettes und interessantes Add-On. Hier erfahren Sie mehr zum Thema [int:article,96894]GPS und Geotagging mit iPhoto9[/int]

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