Testbericht

TEST: Aldi Netbook Medion Akoya E1312 mit 3D-Grafik für 399 Euro

Seit Montag bietet der Discounter Aldi ein Netbook an, wie es so noch nirgends zu sehen war: Vor allem die verbauten AMD-Komponenten machen neugierig, ob das neue Medion Akoya E1312 gegen die ausgereiften Intel-Netbooks bestehen kann. Grund genug für magnus.de, früher aufzustehen, um dem neuen Aldi-Netbook genau auf die Tasten zu fühlen.

  1. TEST: Aldi Netbook Medion Akoya E1312 mit 3D-Grafik für 399 Euro
  2. Teil 2: TEST: Aldi Netbook Medion Akoya E1312 mit 3D-Grafik für 399 Euro
Aldi Netbook Medion Akoya E1312 Aufmacher

© Archiv

Aldi Netbook Medion Akoya E1312 Aufmacher

Wie magnus.de bereits am Morgen berichtete, war der erste Eindruck des Medion Akoya E1312 positiv. Heiter stimmt bereits das Lade-Netzteil des Medion Akoya E1312. Als eines der ganz wenigen auf den Markt verfügt es über einen eigenen Netzschalter. Der Stromspender heizt also nicht mehr nutzlos vor sich hin und verbrennt Geld, wenn er gerade ohnehin nichts zu laden hat und Stecker muss der Anwender nun auch keinen mehr aus der Steckdose ziehen - er legt einfach den Kippschalter am Netzteil um. Die Gerätegröße samt der Display-Größe von 11,6 Zoll (29 cm) erscheinen auf Anhieb weit anwenderfreundlich als die noch kleineren 10-Zoll-Netbooks. Beim Tippen verrenkt man sich aus lauter Platznot nicht mehr die Finger und das Panel zeigt mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten deutlich mehr Inhalt als seine kleineren Kollegen. Zur eigentlichen Qualität dieser beiden Komponenten kommen wir noch.

Aldi Netbook Medion Akoya E1312

© Josef Bleier

Clever! Das Netzteil des Medion Akoya E1312 bringt einen eigenen Netzschalter mit.

Technische Spezifikationen des Medion Akoya E1312

Nach dem PC-Spezialisten Packard Bell wagt sich nun auch Medion an ein Netbook mit AMD-Plattform heran und vertreibt es sowohl bei Aldi Nord wie auch Süd. Anstatt des mittlerweile gängigen Atom-Prozessor N270 von Intel mit 1,6 GHz steckt im Medion Akoya E1312 der AMD-Sempron-Prozessor 210U mit 1,5 GHz und 256 KByte L2-Cache. Als durchschnittliche Verlustleistung gibt AMD beim mobilen Sempron 15 Watt an. Vergleicht man die reinen Taktfrequenzen zwischen den Intel- und AMD-Prozessoren, dürfte der AMD-Kandidat leicht im Nachteil sein. Andererseits bekommt der AMD Sempron leistungstechnische Unterstützung von einer echten Grafikeinheit: der ATI Radeon X1250, was das eventuelle CPU-Manko mehr als ausgleicht, wie unser Leistungstest noch zeigen wird. AMD brachte diese Plattform bereits Anfang 2007 auf den Markt. Dessen Grafikkern beherrscht im Gegensatz zum 950er Intel-Chipsatz immerhin DirectX-9 mit Shader Model 3.0, nicht aber DirectX-10. HD-Videos kann auch der ATI-Baustein nicht vollständig alleine decodieren, ein HDMI-Port ist dennoch neben VGA am E1312 vorhanden.

Der Rest der Hardwareausstattung ist - Microsofts Beschränkungen für die ULCPC-Lizenz geschuldet - dass, was auch in fast allen andere Netbooks steckt: Der Arbeitsspeicher geht nicht über 1 GByte DDR2-Speicher hinaus und die Festplatte fasst brutto rund 160 GByte Kapazität. Davon fallen rund 10 GByte der Formatierung zum Opfer, 10 GByte für die Windows-XP-Installation und 15 GByte der Wiederherstellungs-Partition - dem Anwender bleiben also circa 125 GByte für eigene Daten und Programme. Ein optisches Laufwerk fehlt wie bei allen Netbooks, Aldi bietet aber zeitgleich einen externen DVD-Brenner (magnus.de berichtete) zum Verkauf an.

Leistung des Medion Akoya E1312

Die mit Hochspannung erwartete Frage im Raum war nun, wie sich die AMD-Plattform rund um den Radeon-X1250-Chip schlagen würde. Nun, für Office und Internet-Anwendungen sowie einfacherer Bildbearbeitungen reicht die Leistung des Medion Akoya E1312 locker aus. Und im Gegensatz zu Intel-basierenden Netbooks gewährleistet der AMD-Chipsatz mit samt seinem Radeon X1250-Grafikkern tatsächlich eine anstandslose und ruckelfreie Wiedergabe von HD-Videos mit progressiven 720 Zeilen (720p). Der Versuch, ein 1080p-HD-Video abzuspielen scheiterte jedoch kläglich - zerstückelter Ton und schwarzes Bild, die Grenzen des X1250 sind klar gezogen. Auch die DirectX-9-Fähigkeiten wird kaum jemand ernsthaft einsetzen können. Ein Durchlauf mit dem fast fünf Jahre alten 3DMark05 erzielte lediglich 702 Punkte bei durchschnittlich zwei bis drei Bildern pro Sekunde im Gaming-Benchmark selbst - zu wenig, für eine Lizenz zu Spielen!

Lesen Sie auf Seite zwei alles zur Qualität, Ausstattung und Software des Medion Akoya E1312 sowie das Testfazit von magnus.de

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