Testbericht

Adobe Photoshop Elements 11 im Test

Um Fotos zu optimieren, braucht man schon lange kein Photoshop für 1.000 Euro mehr. Die Bildbearbeitungsprogramme des Mittelklassefelds erledigen die meisten Aufgaben genauso gut - und kosten nur einen Bruchteil. Zum Beispiel Adobe Photoshop Elements 11.

Test - Adobe Photoshop Elements 11

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Test - Adobe Photoshop Elements 11

Wie schon die Vorversionen ist auch Photoshop Elements 11 um 100 Euro für Windows ab XP sowie für Apples Mac OS ab 10.6 bis 10.8 erhältlich. Zentraler Bestandteil bildet weiterhin die Medienverwaltung als Organizer für Fotos und Videos.

Gegenüber der Vorversion hat der Organizer eine überarbeitete Oberfläche: So unterteilt Adobe das Programm jetzt in die vier Bereiche Medien, Personen, Orte und Ereignisse.

Korrekturfunktionen schnell zugänglich

Sehr praktisch: Auf der linken Seite blendet die Software standardmäßig eine Ordner- und Alben-Übersicht der hinzugefügten Fotoordner ein. Die Metadaten-Leiste auf der rechten Seite ist hingegen zunächst ausgeblendet - ein Klick auf das Symbol "Tags/Info" unten rechts bringt sie wieder zum Vorschein.

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Die Korrekturschaltfläche daneben beherbergt sieben Korrekturfunktionen wie Freistellen, Kontrast, Farbe oder intelligente Korrektur. Wahlweise untersucht der Organizer Bilder und Videos im Katalog und versieht sie automatisch mit Kriterien wie "zu dunkel", "verwackelt" oder "Gesichter".

Adobe Photoshop Elements 11

© Medienbureau Biebel&Sauer

Die Bildverwaltung von Photoshop Elements 11 lässt keine Wünsche offen - egal ob Gesichtserkennung, Ortsdaten oder der Draht zu Facebook.

Die Analyse der Bilddateien ist nicht eben schnell - zirka eine Sekunde je zehn Megapixel-RAW auf einem Dualcore-Laptop. Eine neue Leiste am unteren Fensterrand fasst Funktionen wie Drehen oder das Hinzufügen von Orten und Personen sowie den Wechsel zur Diashow und in den Editor zusammen.

Ein Klick auf die Diashow-Schaltfläche öffnet direkt eine mit Musik untermalte schirmfüllende Bilderschau. Sie lässt sich dazu nutzen, Fotos nach dem Import im Schnelldurchlauf zu bewerten oder mit Stichwörtern zu versehen, zu drehen und einfache Korrekturen vorzunehmen. Das Speichern der Diashow gelingt auf diesem Weg allerdings nicht. Dafür ist weiterhin der alte Diashow-Editor nötig - unter Erstellen/ Diashow befindet sich der umfangreiche Editor mit allen Funktionen.

Adobe Photoshop Elements 11

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Auch der Editor von Photoshop Elements kann sich mit neuem Fotobuch-Designer sowie Panorama- und HDR-Funktion sehen lassen. Lediglich 16-Bit-Bearbeitung ist nur eingeschränkt möglich.

Aus der Software ins Fotobuch

Neu ist die Möglichkeit, Fotos direkt an Cewe zum Ausbelichten zu schicken. Zudem ist ein Fotobuch-Designer mit an Bord, ebenfalls mit der Möglichkeit zum Online-Druck. Im Editor selbst stehen Anwendern zahlreiche Vorlagen und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten offen. Seitenvorlagen und Layouts unterstützen beim Arrangieren der Bilder.

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Elements 11 bringt neue Aktionen mit. Eigene erstellen geht leider nicht - aber immerhin erlaubt die Software den Import weiterer Aktionen. Schade: die Aktionen lassen sich immer nur auf ein einzelnes Bild anwenden - nicht jedoch auf Bilderstapel. Schon in der Vorversion waren eine sehr gute Panorama- sowie eine HDR-Funktion mit an Bord. Dank intelligentem Ausschneiden und Einfügen lassen sich Objekte oder Personen von einem Bild in ein anderes einbauen oder aus Bildern entfernen.

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Die Bearbeitung von Bildern in 16 Bit ist weiterhin nur auf einige Korrekturfunktionen beschränkt. Sämtliche Pinselwerkzeuge sowie die meisten Filter verlangen hingegen nach 8-Bit-Fotos. Besonders für RAW-Fotografen ein Nachteil.

Fazit

Hauptaugenmerk hat Adobe bei Photoshop Elements 11 auf einfachere Bedienung gelegt. An neuen Funktionen ist besonders die Integration der Online-Druckservices von Cewe sowie die Zuordnung auf der Landkarte hervorzuheben - das bieten freilich auch andere Programme. Mit dem immer noch vorbildlichen Organizer holt sich Adobe zudem ein Lob für die Bildverwaltung.

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