Testbericht

Samsung UE 46 C 7700 und Samsung BD-C 6900

3D ist der große TV-Trend 2010. Samsungs erster 3D-Fernseher und 3D-Blu-ray-Player durften in unserem Testlabor ihre Fähigkeiten demonstrieren. Panasonic und Sony zeigen mit Demogeräten, wohin die dreidimensionale Reise geht.

  1. Samsung UE 46 C 7700 und Samsung BD-C 6900
  2. Der erste Vergleich
  3. Dreamteam in 3D
  4. HDTV
  5. 3D von der Scheibe
Samsung UE 46 C 7700 TEST

© Archiv

Samsung UE 46 C 7700

Es ging atemberaubend schnell mit der Einführung der dritten Dimension in der Fernsehwelt. Einige Hersteller hatten offensichtlich schon seit einiger Zeit Pläne zu den 3D-TVs in ihren Schubladen, andere versuchen mit erheblichem Entwicklungsaufwand, beim Sturm auf 3D möglichst schnell mitzumischen. Noch nie wurden uns so bereitwillig Prototypen und Entwicklungsmuster von Fernsehern teilweise lange vor ihrer Markteinführung für einen ersten Eindruck im Testraum angeboten wie jetzt zum Thema 3D.

Angefangen hat es mit dem Samsung UE 46 C 7700, den wir in unserer letzten Ausgabe inspizieren durften. Er ist jetzt - wie versprochen - zum Härtetest nochmals angeliefert worden, diesmal sogar mit dem passenden Blu-ray-Player.

Samsung BD-C 6900

Das Duett traf im Testraum auf zwei dreidimensionale Anlagen der Konkurrenz: Panasonic will mit dem TX-P50VT20E beweisen, dass Plasma die überlegene Bildtechnik der dritten Dimension ist, und Sony startet mit 3D zwar erst kurz vor der Fußball-WM, tritt aber außer mittTV und Blu-ray auch mit PS3-Games und Fotoapparaten an. Dieser frühe Vergleich der drei Systeme ist äußerst wichtig, denn 3D ist nicht gleich 3D.

Samsung UE 46 C 7700

Die Welle der Begeisterung hat das Blu-ray-Konsortium und die HDMI-Gremien rechtzeitig erfasst, auf anderen Gebieten jedoch noch Fragen offen gelassen: Fragen nach einer neuen 3D-HDTV-Sendenorm, Aufzeichnungsformaten für Camcorder oder normierten Stereo-Fotoapparaten. 3D kommt nicht nur von Blu-ray, sondern wird seinen Weg auch über TV-Sendungen und Multimedia-Dateien in die neue Fernsehwelt finden.

Wie eine gute Wandlung "alter" Filme in die Tiefendimension ist auch die Wiedergabe von 3D-Filmen und -Fotos über USB oder Netzwerk ein Bonus, den einige Hersteller bereitwillig unterstützen, andere jedoch nicht. Immerhin wurde die HDMI-Norm 1.4, die 3D-Verbindungen normiert, kürzlich um den Buchstaben "a" erweitert, der wichtige Pflichtpunkte speziell für die TV-Ausstrahlung von 3D-Sendungen nachgetragen hat.

Erfahrung mit 3D

Die Redaktion und das Testteam von Video-HomeVision haben in den letzten Monaten sehr viel über Theorie und Praxis der 3D-Technik erfahren und gelernt. Nach dem Aufsetzen der Shutterbrille sagt zwar jeder: "Ja, das ist es! Wahnsinn! Was für eine Erfahrung!" Doch es gibt riesige Unterschiede zwischen den Lösungen, vor allem aber beim Quellmaterial.

Aus Seminaren bei Herstellern und Broadcastern wissen wir, welche Probleme bei der Produktion auftreten und wie man gute von schlechter Dreidimensionalität unterscheidet. Wir haben erkannt, dass man Doppelkonturen im Bild schnell einer minderwertigen Shuttertechnik zuschreibt, dann aber gemerkt, dass die Hardware richtig funktioniert, wenn man ein Auge schließt.

Hier war in der Quelle das Verhältnis des Augenwinkels zwischen nahen und weiten Ebenen falsch abgestimmt. Die Konturen entstehen also erst in Auge und Gehirn, weil das 3D-Bild nur in einem Teil der Tiefenstaffelung zusammenpasst. Das darf man dem TV nicht anlasten, obwohl sich einige Fehler nachträglich korrigieren lassen.

Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang der Betrachtungsabstand. 3D-Kinofilme müssen fürs Fernsehen nachbearbeitet werden, um ihre Natürlichkeit zu behalten. 3D muss dabei immer exakt auf eine Bildschirmgröße und den Betrachtungsabstand abgestimmt werden. Besonders beeindruckend war eine Demo von Sony Professional, bei der ein 3D-Postprozessor eingesetzt wurde, der Kamerafehler ausgleichen und die Tiefe gezielt verschieben und strecken konnte.

War das rohe 3D-Kamerabild noch extrem anstrengend anzuschauen, wirkte das bearbeitete absolut natürlich und angenehm. Die wichtigste Schlussfolgerung ist, dass die aktuell gern gezeigten Demos von 3D-Equipment sehr stark vom gezeigten Material und der Show-Umgebung abhängen. Ein echter Vergleich der Techniken ist so nicht möglich.

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