Testbericht

Test: 37"-LED-TV Panasonic TX-L37D25E für 1.100 Euro

Nicht jeder möchte sich einen Fernseher mit über einem Meter Bilddiagonale ins Wohnzimmer stellen. Wer trotzdem jede Menge neueste TV-Technik bekommen möchte, sollte einen Blick auf Panasonics neue LED-LCD-TVs riskieren.

  1. Test: 37"-LED-TV Panasonic TX-L37D25E für 1.100 Euro
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Der Panasonic TX-L37D25E in Bildern

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Der Panasonic TX-L37D25E

Man sieht dem dezent grau melierten TX-L37D25E auf den ersten Blick nicht an, was alles in ihm steckt. Sein Gehäuse ist schön flach, aber nicht prahlerisch dünn; die Vertiefung des Rahmens ist ein interessanter Design-Aspekt.Es ist sehr angenehm, den Kunststoff anzufassen. Finger hinterlassen keine Spuren wie auf den übertrieben hochglänzend schwarzen Mitbewerbern. Der Fuß scheint Staub nicht so stark anzuziehen.Panasonic vereint hier das Praktische mit dem Schönen, was auch in einem Kompromiss bei der Bautiefe deutlich wird. Die Serien D25 und D28 sind Panasonics erste Modelle, die LED-Lämpchen dazu benutzen, das LCD-Panel zu durchleuchten. Wie man bei anderen LED-TVs gesehen hat, sind diese Geräte mit noch geringerer Bautiefe möglich, doch Panasonic wollte die Bild- und Tonqualität nicht beeinträchtigen.

Mehr Tiefe im unteren Gehäusepart gibt den Lautsprechern Luft zum Atmen; der Zentimeter mehr hinter dem LCD-Display erlaubt stärkere Diffusionsschichten, so dass das Licht der LEDs besser auf die Gesamtfläche verteilt werden kann. Herausgekommen ist die beste Ausleuchtung, die wir jemals bei einem Edge-LED-TV gesehen haben.

Auch der Klang ist akzeptabel. Die DSP-Chips müssen nicht allzu sehr am Frequenzgang schrauben und die Phasen verdrehen.

Wirklich alles Drin

Wer die Ausstattung des Panasonic umfassend nennt, untertreibt noch maßlos: Der TV besitzt wirklich jedes Technikdetail, das Kunden und Testredakteure jemals gefordert haben, und diese unzähligen modernen Features sind auch noch sehr durchdacht umgesetzt worden.

Das fängt beim Vierfach-Tuner an, der HD-Signale aus der Luft, per Kabel oder aus dem All empfängt und der durch eine CI-Plus-Schnittstelle unterstützt wird, die ihn etwa HDPlus-tauglich macht. Sieht man von Aufnahmebeschränkungen ab, die manche HDTV-Sender ihren Filmen mit auf den Weg geben, ist Panasonics USB-Recording-Funktion genial gelöst.

Der Panasonic TX-L37D25E in Bildern

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Panasonics Internet-Angebot Viera Cast hat seit dem letzten Jahr kräftig an Inhalten zugelegt und reagiert schön schnell. Über eine optionale USB-Kamera wird bald sogar Video-Telefonie über Skype möglich sein.

Eine Festplatte (kein Stick) wird mit Sendungen gefüllt, die man spontan aufzeichnen möchte oder über den komfortablen Programmführer programmiert hatte. Das funktioniert auch unbemerkt im Standby, und während der Aufnahme kann man eine "alte" Aufzeichnung anschauen oder über einen AV-Kanal beispielsweise Blu-ray genießen.

Nur eine schnelle Timeshift-Aktivierung fehlt. Dafür ist eine Hintergrundaufnahme möglich, so dass das aktuell geschaute Programm sogar direkt zurückgespult werden kann.

Auch die vielen Multimedia-Funktionen des Panasonic-TVs können begeistern. Als Quelle dienen USB-Stick oder SD-Karte, DLNA-Server oder das Internet. Zu letzteren wird die Verbindung entweder über LAN oder einen optional erhältlichen WLAN-USBDongle aufgenommen.

Welche Videos, Fotos oder Musikdateien unterstützt werden, hängt von den Quellen ab. Die wichtigsten Formate, auch AVCHD-Videos und AACMusik, werden abgespielt. Die Mediencontainer TS und MKV werden noch ignoriert und Portrait-Fotos nur über SD oder USB automatisch gedreht.

Exzellent ist die Geschwindigkeit, mit der der Fernseher durch die Ordner navigiert und Inhalte abspielt. Eine DLNA-Renderer-Funktion fehlt, der TV lässt sich also nicht von außen (etwa über Windows 7) steuern, um Medieninhalte aufzurufen.

Das Internet-Portal Viera Cast startete letztes Jahr mit Picasa und You- Tube und hat inzwischen mit interessanten Inhalten zugelegt. Dazu gehören die Tagesschau, Bild.de, Eurosport, Q-Tom und Dailymotion, und alle bieten Video-Inhalte. Auch hier werden Suchfunktionen und Seitenaufrufe zügig bearbeitet. Bald soll eine Skype-Funktion inklusive Videotelefonie eingeführt werden.

Im Test zeigte sich, was eine ausgereifte HDMICEC-Steuerung zu leisten vermag. Panasonic war Vorreiter dieser Kommunikationstechnik und nennt die eigene Variante "Viera Link". So schalten sich Bluray-Player, Rekorder, Verstärker und Fernseher bei Bedarf gegenseitig ein, aus und um. Und wenn ein BDFilm läuft, übernimmt die TV-Fernbedienung vollautomatisch alle Menü- und Laufwerksfunktionen.

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