Testbericht

Tele-Sets

Canon EOS 400D (650 €) Tamron 2,8/17-50 (350 €) Canon 4-5,6/70-300 IS (550 €) Nikon D40x (730 €) Tamron 2,8/17-50 (350 €) Nikon 4,5-5,6/70-300 VR (520 €)

Tamron 2,8/17-50 Seitenansicht

© Archiv

Tamron 2,8/17-50 Seitenansicht

Bringen Weitwinkelobjektive Tiefe und Dynamik ins Bild, verdichten Teleobjektive die Perspektive. Natürlich holen Tele auch weit Entferntes formatfüllend ins Bild, doch sollte man den Perspektiv-Aspekt nicht aus den Augen verlieren. Vergleichen Sie doch mal zwei Aufnahmen eines Motivs: zunächst mit der langen Brennweite aus großer Distanz und anschließend aus kurzer Distanz mit kurzer Brennweite fotografiert.

Canon 4-5,6/70-300 IS Seitenansicht

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Zwar bieten auch einige Bridge-Superzoomkameras ordentlich lange Brennweite, doch die dafür in der Praxis benötigten kurzen Belichtungszeiten erfordern schnell mal höhere ISO-Werte. Und spätestens dann liefern die SLR-Modelle mit großen Sensoren die bessere Bildqualität als die Superzoom-Kameras mit ihren Mini-Sensoren.

Da nur Tele in der Praxis nicht ausreicht, ist natürlich für alle Fälle ein etwas weitwinkligeres Basisobjektiv nötig. Bei den Set-Objektiven handelt es sich meist um die schon erwähnten "100-Dollar-Scherben", die das Leistungsvermögen der Kameras nicht optimal ausnutzen. Doch auch Alternativen sind bezahlbar wie das Tamron SP-AF 2,8/17-50 mm für 350 Euro. Es leistete an Nikon wie Canon gute Dienste. Trotz seiner Lichtstärke wiegt es nur gut 400 g und ist 82 x 74 mm groß. Die Auflösung ist auch bei 17 mm und 50 mm gut, die Vignettierung von ca. 1 Blende bei größter Öffnung bleibt allerdings über den gesamten Bereich von Weitwinkel bis Tele nahezu unverändert, die moderate Verzeichnung nimmt bei mittlerer und länger Brennweite ab. Die kürzeste Naheinstellentfernung von 27 cm erlaubt einen Abbildungsmaßstab von 1:4,5. Für Nikon-D40x-Fotografen ist das AF-Nikkor 3,5-4,5/18-70 mm DX G IF-ED eine gute Alternative, wenn ein lückenloser Brennweitenbereich wichtiger als hohe Lichtstärke ist. Die Beschränkung bei der Lichtstärke kommt beim Nikkor der optischen Qualität zugute, was sich besonders bei den mittleren Brennweiten bemerkbar macht. Die Verzeichnung fällt auch bei Anfangs- und End-Brennweite noch moderat aus.

Nikon 4,5-5,6/70-300 VR Seitenansicht

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Da mit der Brennweite die Verwackelungsgefahr wächst, ist gerade bei Tele-Zooms ein optischer Bildstabilisator höchst wichtig. Sowohl bei Canon wie Nikon finden sich in diesem Bereich empfehlenswerte hauseigene Lösungen. Das Canon EF- und Nikkor AF-S-Zoom weisen mit 4,5-5,6/70-300 mm die gleichen optischen Eckdaten auf, auch die kürzeste Entfernung ist mit 1,5 m identisch. Beim einen steht "IS", beim anderen "VR" für den Bildstabilisator. Für die optische Qualität des Canon-Zooms spricht, dass weiteres Abblenden keine gravierenden Bildverbesserungen mehr bringt. Beim Nikon 70-300 brachte Abblenden bei kürzeren und mittleren Brennweiten eine Verbesserung in den Bildecken. Ein praktischer Nebeneffekt der Nikon-Kombi: Beide Nikon-Zooms weisen das gleiche 67-mm-Filtergewinde auf.

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