"Beat'em up"-Spiel

Tekken 7 im Test: Zurück aus der Versenkung

Mit Tekken 7 wollen die Entwickler den schwarzen Gürtel im Fighting-Bereich zurückerobern. Ob das was wird? Wir klären es in unserem Test.

Tekken 7 im Test

© Namco Bandai

Tekken 7 kann im Test durchweg überzeugen.

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EUR 52,90

Pro

  • Spielmechanik
  • Umfang
  • Grafik

Contra

  • Gewöhnungsbedürftige Story-Inszenierung

Fazit

Das aktuell beste Fighting-Game!
Hervorragend

Tekken 7 hat so einiges wieder gut zu machen. Denn der Vorgänger enttäuschte die Fans nicht nur mit einem spröden Story-Modus, sondern auch mit schwacher Grafik und mangelnden Neuerungen. Doch die Entwickler schraubten für Tekken 7 nicht nur an den genannten Schwächen.

Tekken 7 im Test: Hau drauf!

Bereits zu Beginn wird klar, dass Tekken 7 wieder ein richtiges Tekken ist. Es fühlt sich einfach richtig an. Und wer schon einmal ein Tekken – egal welches – gespielt hat, der fühlt sich sofort heimisch. Denn die Entwickler haben es vermieden, das Moveset großartig zu verändern. Es wurde zwar erweitert, prinzipiell ist die Steuerung aber gleich geblieben. Die grundlegenden Moves aller Charaktere sind dieselbe wie vor ungefähr 20 Jahren. Toll.

Neu hinzugekommen ist der überarbeitete Rage-Modus aus Tekken 6. Der funktioniert nun endlich wie er soll. Wenn uns die Puste ausgeht, wir also kurz vorm Exitus stehen, beginnt unserer Charakter rot zu leuchten. Jetzt teilen wir nicht nur ordentlicher aus, uns stehen in Tekken 7 auch Rage Drives und Rage Arts zur Verfügung, spezielle Kombos und stärkere Spezialangriffe. Übermächtig sind sie nicht – und das ist besonders wichtig. Sonst hätten die Rage Moves das gesamte Balancing nachhaltig gestört. Da jeder Charakter nur über eine Art verfügt, lassen sie sich mit etwas Übung gut blocken.

Während das eigentliche Moveset der Kämpfer unfassbar umfangreich und komplex daherkommt, ist das Rage-System vor allem für Anfänger eine gelungene Abwechslung. Es gelingt den Entwicklern dadurch, ein leicht angestaubtes Spielgefühl gekonnt zu erweitern und zu modernisieren. Willkommen in 2017, liebes Tekken!

Tekken 7 im Test: Die Kämpfer

Tekken 7 im Test

© Namco Bandai

Bei Nachfolgern zu Prügelspielen dürfen die Moves gerne die gleichen sein wie vor 20 Jahren.

Was wäre ein Tekken nur ohne die bekannten Gesichter wie Jin, Nina oder Kazuya? Natürlich sind diese wieder mit an Bord. Dennoch wäre ein neues Tekken ohne neue Kämpfer irgendwie nur ein Aufguss von Altem. Daher freuen wir uns über ganze acht frische Kämpfer! Sie hören auf die Namen Claudio, Devil Kazumi, Gigas, Josie Rizal, Katarina, Jack-7, Kazumi Mishima., Lucky Chloe und Shaheen. Letzterer ist der erste arabische Charakter der Tekken-Reihe und genau wie Katarina besonders für Einsteiger geeignet. Einer allerdings fehlt aus bisher unbekannten Gründen: der seit Tekken 2 stets anwesende Lei Wulong.

Tekken 7 im Test: Die Spielmodi

Im Gegensatz zur Street Fighter Serie bietet Tekken 7 einen Arcade-Modus. Darin verprügeln wir nach und nach alle CPU-Gegner und steigern unseren Offline-Rang. Toll: Während wir uns nach oben kämpfen schalten wir allerhand Kram wie Verzierungen frei und erhalten pro gewonnenem Kampf Goldmünzen. Damit können wir wiederum Kostüme oder veränderte Kampfeffekte kaufen. Mikrotransaktionen gibt es übrigens erfreulicherweise nicht. Alles muss erspielt werden. Dazu kommen noch der Treasure Hunt Modus, in dem wir Schatztruhen erspielen oder Versus-Kämpfe oder den Trainingsmodus. Der Fokus liegt allerdings auf der Kampagne.

Die erstreckt sich über ganze 16 Kapitel und ist cineastisch inszeniert. Darin verfolgen wir ein Familiendrama rund um die Kimishimas. Einsteiger dürften hier allerdings überfordert sein, denn Charaktere werden zu schnell eingeführt. Auch die Darstellung gefällt möglicherweise nicht jedem, denn wenn Heihachi nur mit seinen Fäusten Raketen abwehrt, wird es schon recht abstrus. Dennoch: gut inszeniert ist die Geschichte allemal. Eine schöne Abwechslung zum Fighting-Einerlei. Schöne Sache: zusätzlich zur eigentlichen Kampagne bietet Tekken 7 zu jedem Charakter kleinere Story-Kapitel. So ist man allein mit den Storys gut und gerne mehr als zehn Stunden beschäftigt.

Tekken 7 im Test

© Namco Bandai

Ein Blick in die Kampagne von Tekken 7.

Tekken 7 im Test: Die Grafik

Und das macht nicht nur aufgrund der gelungenen Spielmechanik Spaß, sondern auch aufgrund der Optik. Diese wird in Tekken 7 mit der modernen Unreal Engine 4 realisiert. Vor allem die Partikeleffekte sind hier herausragend gelungen und wirken wie ein Feuerwerk. Die Charaktere sind bombastisch detailliert gezeichnet und – natürlich! – strotzen nur so vor Muskelbergen. Die Licht- und Schatteneffekte zaubern eine besondere Atmosphäre auf den Bildschirm und die Zerstörung der einzelnen Levels setzen dem Ganzen die Krone auf. Toll!

Tekken 7 im Test: Fazit

Endlich! Tekken 7 ist zurück und zeigt der Konkurrenz, wie ein gutes Fighting-Game auszusehen hat. Der Umfang? Grandios. Die Spielmechanik? Erhaben! Die Grafik? Bombastisch. Es macht einfach Spaß, sich mit dem Gamepad zu prügeln und die Storys der Charaktere zu verfolgen. Ein durchweg tolles Spiel.

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