Testbericht

Teil 5: DVD-Laufwerke: DVD wird erwachsen

LG Electronics schickte uns zum Test ein 16/48fach-Laufwerk ein. Tatsächlich scheint diese Angabe, was DVDs angeht, etwas übertrieben. Mit einem maximalen Wert von knapp über 17 MByte/s im DVD-Tach ist das Laufwerk nur etwa 12 bis 13-mal so schnell wie ein einfaches DVD-Laufwerk. Im CD-Test dagegen kam es mit fast 7 MByte pro Sekunde fast an die angegebene 48fache Geschwindigkeit heran. Der lineare Lesetest zeigte, wo das Laufwerk Schwierigkeiten hat: Nach dem Start des Tests benötigte das LGDrive zunächst einige Sekunden, bis es die Umdrehungsgeschwindigkeit auf die höchste Stufe eingestellt hatte. Danach stieg die Geschwindigkeit kontinuierlich an, bis etwa 70 Prozent der Scheibe eingelesen waren. In den schnellsten Bereichen folgte ein Einbruch auf etwa 8 MByte/s, von dem es sich bis zum Ende des Tests nicht mehr richtig erholt hat.

Die Leseschwäche in den äußeren Bereichen legte nahe, dass auch das LGLaufwerk Probleme beim Erkennen und Beheben von Lesefehlern hat. Unser Test mit der Fehler-CD bestätigte das: Zwar konnte das Laufwerk die zerkratzte CD ohne Fehler einlesen, allerdings benötigte es mit sechs Minuten wesentlich länger als das nominell langsamere Cyberdrive-Laufwerk. Auch im Auslesen von Audio-Daten musste sich das LG-Drive dem vermeintlich langsameren Konkurrenten geschlagen geben. Hier reichte es nur zu einer durchschnittlichen Extraktionsrate von 12,3X.

DVD-Laufwerke: DVD wird erwachsen

© Archiv

LG DRD8160B

Das Kopieren von Daten unbeschädigter DVDs auf die Festplatte erledigte das Laufwerk dagegen prompt. Für die 1-GByte-Datei reichten 3:03 Minuten, die 4300 kleinen Dateien waren sogar in nur 21 Sekunden auf die Platte gespielt. Das Laufwerk ist mittelmäßig ausgestattet: Treiber liegen nicht bei, was kein großer Verlust ist, dafür aber die DVDSoftware PowerDVD von Cyberlink. Auch Schrauben und ein Audiokabel gehören zum Lieferumfang. Das Handbuch gehört zu den besten, die den Testlaufwerken beigelegt waren. Es erläutert den Einbau inklusive der Master/Slave- Konfiguration und -Verkabelung so, dass auch Laien damit zurecht kommen sollten. Die ebenfalls enthaltenen Spezifikationen geben darüber Aufschluss, welche Formate der Player lesen kann. Neben dem analogen Ausgang, für den auch das Kabel gedacht ist, bietet das Laufwerk einen digitalen Sound-Ausgang an der Geräterückseite. An der Vorderseite ist ein Anschluss für einen Kopfhörer vorhanden.

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