43-Zoll-TV

Technisat TechniMedia UHD+ 43 im Test

Der Technisat TechniMedia UHD+ 43 wurde Deutschland entwickelt und gefertigt. Wir haben den TV im Test.

Techmedia UHD+ 43

© Technisat

Das IPS-Panel des Technisat TechniMedia UHD+ 43 besitzt einen sehr guten Blickwinkel und natürlich starke Farben.

Pro

  • HD+ integriert
  • Ultra-HD mit HEVC
  • guter Klang
  • Doppeltuner mit tollen Aufnahmefunktionen

Contra

  • große VOD-Anbiteter fehlen

Fazit

video Magazin Testurteil: gut; Preis/Leistung: gut
85,0%

Verarbeitungsqualität, Mehrfachtuner, Aufnahmefunktionen und Klang. Das waren über Jahre neben der überlegenen Servicequalität des Fachhändlers die Argumente, um ein TV "Made in Germany" zu kaufen. Doch die Asiaten haben aufgerüstet und setzen nun auch auf Doppeltuner und Metall. Der Satellitenspezialist Technisat geht daher nun einen Schritt weiter und nutzt beim Technisat TechniMedia UHD+ 43 die engen Bande deutscher Firmen, um interessante neue Features einzuführen, die nun weltweit einzigartig sind.

Konkret wurde mit HD-plus und ELAC kooperiert. Ersteres für mehr Komfort bei Empfang und Aufnahme von privaten HD-Sendern, Letzteres für eine überlegene Klangqualität. Kurz gesagt, ist der TechniMedia UHD+, den es neben den hier getesteten 43 Zoll auch in 49 Zoll (2.000 Euro) und 55 Zoll (2.300 Euro) gibt, der erste Fernseher mit eingebauter Dekodierung für HD+. Die Vorteile gegenüber der gängigen Methode über ein CIplus- Modul liegen auf der Hand. Die Sender können nicht nur im Timeshift genutzt, sondern auch auf die optionale externe Festplatte aufgezeichnt werden.

Ferner sind die Umschaltzeiten zwischen den privaten HD-Sendern spürbar schneller. In den TV wird nur die beigelegte SmartCard eingeführt, die für ein halbes Jahr freigeschaltet ist, dann natürlich gegen Geld verlängert werden muss. Zusätzlich gibt es auch noch den CI-plus-Schacht, beispielsweise für Sky oder Kabel-TV. Passend zu HD+ gibt es im Smart-TV-Portal auch das Protal "Replay", die Mediathek für gefragte Inhalte der Privatsender, die jedoch bei unserer getesteten Firmwareversion noch nicht freigeschaltet war.

Guter Klang ist viel wert

Der andere Entwicklungspartner von Technisat war die deutsche HighEnd-Lautsprecherschmiede ELAC. Neben ausgewachsenen Standboxen haben die Kieler sich auch einen exzellenten Namen bei erstklassigen Kompaktboxen gemacht. Und diese Kompetenz fließt in Technisats Klangkonzept "Deluxe Sound 2.1 powered by ELAC" ein. Patentiert wurde dabei sogar der Passiv-Subwoofer, der dem Karton beiliegt und in die VESA-Befestigungen geschraubt wird, ohne die Option, das Gerät an die Wand zu hängen, zu beeinträchtigen.

Techmedia UHD+ 43 von der Seite

© Technisat

Das Soundsystem „TechniSat Deluxe Sound 2.1 powered by ELAC“ rundet den Klang durch einen Woofer ab, der patentiert am Vesa- Mount sitzt.

Auch bei den Hochmitteltonlautsprechern hat ELAC ganze Arbeit geleistet, denn einen derart natürlichen Klang haben wir noch von keinem Downfiring-System, gehört. Dabei sind die Pegel (im Rahmen des physikalisch Möglichen) durchaus hoch und Verzerrungen bleiben minimal, auch dank der bedämpften Aufhängung des tief reichenden Flachwoofers. Sollten sich Ehepartner trotzdem nicht über die Lautstärke einig werden, gibt es die Option, Kopfhörer sogar über Bluetooth einzubinden - inklusive der sonst kritischen LipSync-Justage.

Natürlich verzichtet Technisat auch hier nicht auf Eigenentwicklungen, die das Leben leichter machen. So wird der Programmführer SFI (Sieh-Fern-Info) des Nachts als Datensatz geladen und im Gerät vorgehalten. So sind die Sendungen schneller abrufbar. Die Senderverwaltung ISIpro bekommt automatisch Informationen, wenn sich Transponder ändern und gleicht die Daten automatisch ab oder fragt den Nutzer, wo neue Stationen eingefügt werden sollen. Auch bei Aufnahmen denkt Technisat weiter. Wer keine USB-Festplatte anschließen möchte, aber ein Hausnetz besitzt, für den kann der Technisat TechniMedia UHD+ 43 auch direkt auf ein freigegebenes NAS-Laufwerk aufzeichnen.

Aufnahmen lassen sich dann auch wie Live-TV mittels des integrierten DLNA-Servers für Mediaplayer ins Hausnetz streamen. Hier gelten natürlich strikte Beschränkungen für die kopiergeschützten Filme der Privatsender. Andere lassen sich sogar aktiv im Netz und auf USB-Medien kopieren. Auch hier setzt sich der Technisat hardwareseitig von der Masse ab, denn andere besitzen weder zwei USB 3.0-Anschlüsse, noch eine Netzwerkbuchse in Gigabit-Geschwindigkeit. Über WLAN, das ebenfalls integriert ist, ziehen sich solche Aktionen deutlich länger hin.

Techmedia UHD+ 43 SiehFernInfo (SFI)

© Technisat

Die Programmübersicht SFI (SiehFernInfo) bildet Inhalte eindimensional ab, kennt aber Bonusinfos und wird im Gerät vorgehalten.

Grundsätzliches

Bei so vielen neuen Optionen haben wir noch gar nicht erwähnt, dass es sich beim Technisat TechniMedia UHD+ 43, wie der Name schon sagt, um einen 4K-Fernseher handelt. Mit seinem HEVC-Decoder empfängt er schon die aktuellen Ultra-HD-Transponder, und er ist vorbereitet für Deutschlands DVBT2 HD. Die zwei Vierwegetuner erlauben Anschauen und Aufnahme gleichzeitig, wenn's passt auch von mehreren Kanälen.

Das IPS-Panel besitzt einen sehr guten Blickwinkel und natürlich starke Farben, der weitgehende Verzicht auf Dimmen des Backlights lässt Schwarz jedoch eher fahl wirken. 3D wird in voller Auflösung und mit ruhigen Bewegungen über die vier mitgelieferten Brillen dargestellt, die kritische Aufbringung der Polarisationsfolie auf die nur ¼ mm hohen Zeilen ließ bei unserem Testgerät oben rechts Raum für Geisterbilder. HDR und erweiterten Farbraum gibt es nicht.

Lesetipp: Ultra HD Blu-ray Filme: Alle Releases auf einen Blick

Technisats Bewegungskompensation geht qualitativ in Ordnung, ist aber nicht in ihrer Stärke justierbar. Und wenn man bei 24p-Filmen Pulldown-Stottern vermeiden will, muss man sie einschalten.

Fazit

Die Vorteile von "Made in Germany"- Geräten sind in den letzten Jahren etwas schwächer geworden, doch durch die Allianz mit HD+ und ELAC bringt Technisat im Fall des TechniMedia UHD+ 43 wieder neue, einzigartige Kaufargumente.

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