Starkes NAS mit 4K-Transcoding

Synology DS416play im Praxis-Test

Die Synology DS416play zeigt sich im Test als starkes NAS mit tollen Multimedia-Fähigkeiten. 4K-Transcoding und paralleles 1080p-Streaming meistert sie mühelos.

Synology DiskStation DS416play

© Synology DiskStation DS416play

Schwarz, unauffällig und ein richtiger Kraftprotz: das Synology DS416play.
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EUR 458,94

Pro

  • Tolle Bedienung
  • Leichte Einrichtung, selbst für Laien
  • Transcoding-Leistung
  • Leiser Betrieb

Contra

Fazit

Ein grandioses NAS, das sich leicht bedienen lässt und Top-Leistung als Multimedia-Zentrale bietet.
Hervorragend

Synology bringt zur DiskStation 416 (DS416) die Play-Variante DS416play. Im Praxis-Test prüfen wir, wie die Einrichtung läuft und der Fokus auf Multimedia-Funktionen klappt. Die DS416play wartet mit leistungsstarken Specs auf. Der 4-Bay-NAS-Server kommt mit einem 1,6 Ghz Dual-Core Intel-Celeron-Prozessor daher, der maximal mit 2,48 Ghz takten kann. Unterstützt wird der Prozessor von 1 GB DDR3-RAM. Die Eckdaten sind durchaus nötig, denn die Synology DS416play unterstützt eine Single-Channel 4K Ultra HD oder Triple-Channel 1080p Full-HD-Video Transkodierung. Das NAS wandelt Quell-Dateien also selbständig um und streamt es auf verschiedene Endgeräte in passender Auflösung – entweder einmal in 4K- oder drei Mal gleichzeitig in 1080p.

Verbaut sind ferner zwei Gigabit-LAN-Ports inkl. Failover-Unterstützung sowie drei USB-3.0-Ports. Wie von Synology gewohnt, läuft auch die Synology DS416play mit dem bewährten, Browser-basierten Betriebssytem DSM (Diskstation Manager).

Die nackten Fakten klingen also gar nicht verkehrt. Die maximale Kapazität des 4-Bay-NAS liegt bei 32 GB (4x 8 TB HDD), das Gewicht des Gehäuses beläuft sich auf rund 2 Kilogramm und die beiden angenehm leise laufenden Lüfter messen jeweils 92 x 92 mm. Kompatibel sind 3,5 Zoll SATA III und SATA II HDDs, genauso wie 2,5 Zoll SATA III/II HDDs und 2,5 Zoll SATA III/II SSDs.

3,5-Zoll-Laufwerke lassen sich schraubenlos in entkoppelte Rahmen einbauen und ins Gehäuse stecken. Die Entkoppelung kommt der leisen Betriebslautstärke des NAS’, vor allem als Medienzuspieler, sehr zugute. Dabei wäre das nicht einmal nötig gewesen. Bei der DS416play verzichtet Synology auf einen HDMI-Ausgang, wie es bei anderen Geräten mit Multimedia-Fokus üblich ist. Das NAS muss also gar nicht in der Nähe des TV stehen, um darüber Inhalte anzuzeigen. Ein Netzwerkzugang für Clients reicht aus. Stehen keine Synology-Apps zur Verfügung, laufen DLNA oder UPnP.

Lesetipp: Multimedia-Streaming im Heimnetz

Übrigens: Mithilfe der drei USB-Ports lässt sich der Speicherplatz mit externen Datenträgern theoretisch auf maximal 108 TB erweitern.

Synology DiskStation DS416play

© Synology

Die beiden Lüfter am Heck arbeiten leise und kühlen das NAS auf angenehme Temperaturen.

Für unseren Test haben wir das NAS mit zwei Seagate Enterprise HDDs ausgestattet und kamen beim Schreib- und Lesetest über einen Gigabit-LAN-Anschluss auf sehr gute und stabile 113 MB/s. Das ist genügend Bandbreite und Leistung für ausgiebiges Streamen. Wem das nicht reicht, der nutzt den zweiten Gigabit-Anschluss gleichzeitig mit.

Die Einrichtung des NAS lief über die Software völlig problemlos, auch Laien kommen damit locker klar. Besonders gefallen hat uns die gute Unterstützung für Smartphones und Tablets. Die Bedienung der mobilen Web-Oberfläche funktioniert ohne Probleme. Die App-Auswahl ist im Play Store von Google sowie im App Store von Apple riesig. Damit auch der Zugriff von unterwegs klappt, müssen Sie eine Portweiterleitung einrichten, das erklärt unser Artikel für den Fernzugriff auf das NAS.

DSM: Gut und bewährt

Besonders gelungen ist die von Synology eingesetzte Software DSM. Prima ist, dass diese ständig verbessert und mit kostenlosen Updates ausgebessert wird. Hier hat Synology schon bei den Vorgängern einen wirklich hervorragenden Service bewiesen. Allein im Testraum von zwei Wochen kamen zwei Updates, die ohne lange Wartezeit eingespielt wurden und das System von Fehler bereinigten.

Gesteuert wird die Firmware über den Browser, die Oberfläche kann über das Paket-Zentrum mit diversen Zusatz-Applikationen erweitert werden. Dazu zählen zum Beispiel ein Virenscanner, eine Foto-, Video- und Audio-Station zum Bereitstellen der Daten via Internet, E-Mail-Server, Cloud-Station und vieles mehr. Top!

DSM bedienen Sie locker am Desktop oder mobil: Hier lassen sich ganz bequem die Nutzungsbeschränkungen festlegen, auch Gastzugänge können eingerichtet werden. Mithilfe von Smartlinks kann man übrigens Direktverweise auf einzelne Dateien einrichten, die dann sogar von jedermann genutzt werden können.

Apps für Streaming-Zugriffe jeder Art

Via Smartphone (vorrangig iOS und Android) gibt es wunderbar einfach gehaltene Apps, die unterschiedliche Dienste leisten. Mit DS Photo+ kann man zum Beispiel Fotos vom NAS ansehen. Über DS Audio wird ein ganzer Player für Musik bereitgestellt. Mit DS Video werden Videos abgespielt, DS File wiederum erlaubt den Zugriff auf alle Dateien. Für speziellere Einsätze, beispielsweise zur Überwachung der eigenen vier Wände, gibt es übrigens DS Cam. Damit lässt sich eine an das NAS angeschlossene Kamera steuern.

Wer eine der genannten Apps auf Clients nutzt, richtet sie vorab auch im Paket-Zentrum von DSM ein. Das ist praktisch der "App-Store" für das Synology-NAS. Dort findet sich bei Video Station schnell der Punkt Transcoding, mit dem Sie das Umwandeln und Streamen an verschiedene Clients konfigurieren. Sie wählen Ordner, die Sie freigeben wollen, und passen die Qualitätseinstellungen an. Die Bedienung ist sehr einfach gehalten und somit sehr einsteigerfreundlich. Wie das Streaming von und das Anlegen einer Filmsammlung mit Synology DiskStation funktioniert, lesen Sie in einem separaten Artikel.

Beim Streaming selbst gibt es nichts zu beanstanden, kurz gesagt: Die Leistung stimmt und gerät bei mehreren, parallelen Streams auf verschiedene Clients nicht ins Stocken. Genutzt wurde Gigabit-LAN, Powerline und WLAN. Beim Transcoding zwang das die Lüfter des NAS zwar zum Aufdrehen, wirklich laut oder gar unangenehm wurde es aber zu keiner Zeit. Wohnzimmertauglich, klasse!

Synology Box

© Synology Box

Vor allem für Einsteiger ist die Synology DS416play ein echter Hammer.

Fazit:

Kaum ein Hersteller versteht es so gut, die Nutzeroberfläche und Einrichtung eines NAS so klasse zu strukturieren und umzusetzen. Doch nicht nur Einsteiger kommen auf ihre Kosten. Denn durch ihre Vielseitig- und Leistungsfähigkeit weiß die unscheinbare, schwarze Box auch Profis zu begeistern. Als Multimediazentrale im Heimnetz ist die DS416play uneingeschränkt zu empfehlen.

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