Strategiespiel

Starcraft 2: Legacy of the Void im Test - Ein würdiges Finale

Mit Legacy of the Void kommt die Starcraft-2-Trilogie zum Abschluss. Wir zeigen im Test, wie gut das Finale des Strategiespiels gelungen ist.

Starcraft 2: Legacy of the Void - Screenshot

© Blizzard

Wir haben Starcraft 2: Legacy of the Void im Test.
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Pro

  • Story
  • Atmosphäre
  • Inszenierung

Contra

  • Multiplayer-Modus könnte einsteigerfreundlicher sein

Fazit

"ein Musterbeispiel für ein gelungenes Ende einer Spiele-Trilogie."
Hervorragend

Legacy of the Void im Test: Mit Starcraft 2 schaffte Blizzard den Nachfolger zu einem schon 1998 erschienenen und immens beliebten Strategiespiel, welcher in drei Teilen inszeniert wurde. Nach den Games "Wings of Liberty" (2010) und "Heart of the Swarm" (2013) feierte am 10. November 2015 das Finale "Legacy of the Void" seinen Release - wir zeigen im Test, ob der letzte Akt in Starcraft 2 zu überzeugen weiß.

Starcraft 2 - Legacy of the Void im Test: Story

Die Story in Legacy of the Void konzentriert sich auf die Rasse der technologisch fortgeschrittenen Protoss, die ihre Heimatwelt Aiur von den verfeindeten Zerg zurückerobern wollen. Zudem gilt es, die übergreifende Handlung von Wings of Liberty und Heart of the Swarm zu einem Ende zu bringen.

Dies gelingt - fast schon Blizzard-typisch - grandios. Die Geschichte hält sich nicht mit unerwarteten Wendungen und bösen Überraschungen zurück und schafft angesichts der drohenden Apokalypse eine beklemmende Stimmung, die in einem grandiosen Finale mündet. Zudem werden in einem Epilog auch die Handlungsstränge der Terraner und Zerg zu einem zufriedenstellenden Ende geführt.

Starcraft 2 - Legacy of the Void im Test: Gameplay

Auch das Gameplay innerhalb der Kampagne wird dem Blizzard-eigenen Anspruch gerecht. Das Missionsdesign ist über weite Strecken enorm vielfältig und lässt nie Langeweile aufkommen - was auch dem gestiegenen Schwierigkeitsgrad geschuldet ist.

Zwar lässt sich die Stufe jederzeit auf "leicht" zurückregeln, doch schon beim normalen Schwierigkeitsgrad wird die Kampagne von Legacy of the Void etwas fordernder. Die beiden höheren Grade sind hingegen nur für Vollprofis und Masochisten zu empfehlen.

Mächtigste und nützlichste Waffe im Kampf gegen das drohende Ende aller Welten ist das Mutterschiff "Speer von Adun", das uns als Kommandozentrale und Unterstützung in der laufenden Mission dient. Mit mächtigen Fähigkeiten kann das Schiff manch aussichtslose Situation retten. Diese Fähigkeiten lassen sich vor dem Missionsstart frei wählen und konfigurieren - ebenso lassen sich die Einheiten auswählen, mit denen wir unsere Armee füllen wollen.

Starcraft 2 - Legacy of the Void im Test: Grafik

Während des Spiels merkt man Legacy of the Void die etwas angestaubte Grafik-Engine an. Texturen sind nicht sonderlich detailreich - ein Makel, der bei so vielen Einheiten allerdings nur bei genauerem Hinsehen auffällt.

Starcraft 2 - Legacy of the Void im Test

© Blizzard/Screenshot: WEKA

Die Kampagne ist bisweilen schon auf normalem Schwierigkeitsgrad fordernd.

Blizzard ist äußerst bekannt für die enorme Detaildichte seiner Rendervideos. Schade allerdings, dass Legacy of the Void nur mit einer einzigen solchen Szene zu Beginn aufwarten kann - die Präsentation geschieht im Folgenden mit In-Game-Zwischensequenzen, Standbildern und in Textform.

Starcraft 2 - Legacy of the Void im Test: Multiplayer

Beim Multiplayer-Modus wird deutlich, dass es sich bei Legacy of the Void um einen weiteren bzw. den letzten Teil einer Serie handelt. Mit neuen Einheiten und veränderten Startbedingungen wird der Mehrspieler-Modus noch rasanter als ohnehin schon - Einsteiger dürften schnell überfordert sein.

Dem entgegenwirken könnte der neue Archon-Modus, in dem zwei oder mehr Spieler gemeinsam ein Volk kontrollieren. Damit ist eine gewisse Arbeitsteilung möglich, die das Spiel etwas unkomplizierter machen, ohne es seiner Dynamik zu berauben.

Starcraft 2 - Legacy of the Void im Test: Fazit

Wer ein Musterbeispiel für ein gelungenes Ende einer Spiele-Trilogie sucht, wird bei Legacy of the Void fündig. Geschickt verknüpft die Standalone-Erweiterung alle losen Enden des Starcraft-2-Universums und ist nebenbei auch noch großartig inszeniert. 

Wirklich zu bemängeln ist nur der für Einsteiger schnell überfordernde Multiplayer-Modus, der viele neue Spieler schnell frustrieren könnte. Ansonsten können sich Fans von Echtzeit-Strategie über ein sehr gutes Finale eines Epos’ freuen. 

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