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Testbericht

Spieletest: "Deepak Chopra's Leela"

PC Magazin


teleschau - der mediendienst

8. Januar 2012

Unter tatkräftiger Mithilfe von Deepak Chopra entstanden Bücher wie "Die sieben geistigen Gesetze des Erfolgs" oder die DVD "Das Rezept zum Glücklichsein". Nun versucht sich der nicht unumstrittene Esoterik-Spezialist erstmals an virtueller Unterhaltung. "Deepak Chopra's Leela" für Xbox 360 Kinect und Wii ist eine Ansammlung von spielerischen Übungen für Geist, Körper und Seele - und soll das Wohnzimmer in einen digitalen Ashram verwandeln. Der Macher verspricht sogar vollmunding "eine bahnbrechende Reise durch Körper und Geist". Arg übertrieben, wie der Test zeigt.


Ganz gleich, welche Maßstäbe man anlegt: Überzeugen kann "Leela" nicht einmal ansatzweise. Zu keiner Zeit gelingt es dem ungewöhnlichen Titel aus dem Hause THQ, den Bogen zwischen virtueller und realer Welt zu spannen. Anders ausgedrückt: Nichts an "Deepak Chopra's Leela" regt zum Nachdenken oder gar zum Reflektieren des Erlebten an. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchen Erwartungen jemand auf diese "Reise der Heilung, Transformation und des erweiterten Bewusstseins" herangeht.

Für kritische Zeitgenossen, die mit Esoterik nicht viel am Hut haben, ist "Deepak Chopra's Leela" nichts weiter als eine Sammlung rudimentärer Mini-Spielchen, die Kalenderweisheiten à la "Die Stille ist die Muttersprache des Universums" angereichert wurde. Spieler, die sich hingegen für diese Art des Insichgehens und Sammelns interessieren, dürften enttäuscht werden, da eben nur gespielt und das "unendliche Potenzial" im Menschen keinen Deut ausgeschöpft wird.

Nach der abwechselnd in Deutsch und Englisch vorgetragenen Einführung, in der man ein wenig über Chakren, Mandala und Leela (das Sanskrit-Wort bedeutet so viel wie "Spiel des Universums") erfährt, steht der virtuellen Selbstfindung und Stressbewältigung eigentlich nichts mehr im Wege. Oder doch? Im Bereich "Spiele" gibt es sieben Rubriken, die jeweils ein Hauptchakra repräsentieren: Quelle, Leben, Macht, Liebe, Harmonie, Intuition und Einheit. Um ein solches Chakra abzuschließen, müssen wiederum jeweils sieben bedächtig inszenierte Mini-Spielchen absolviert werden. Beim Wurzelchakra werden beispielsweise durch Hüftbewegungen Bäume und Pilze gepflanzt, bewässert und mit Sonnenlicht bestrahlt. Anschließend wartet das Sakralchakra mit weiteren sieben Übungen.

Dieses Prinzip des Freischaltens wiederspricht aber vollkommen dem Grundgedanken, dem sich das Spiel verschrieben hat: Denn anstatt sich um der Herausforderung willen an eine Aufgabe zu wagen, wird der Spieler gezwungen, eine Stufe zu meistern, um eine weitere freizuschalten.

Ein wenig besser wird es beim "Reflektieren". Hier stehen Meditation und Atemübungen im Mittelpunkt. Richtig überzeugend kann aber auch dieser Modus nicht. Zum einen erkennen der Kinect-Sensor und die Wiimote das Heben und Senken des Brustkorbs ungenau bis gar nicht, was die Atemübungen zum Glücksspiel ohne konstruktives Feedback macht. Zum anderen sind die Konsolen, vor allem die Xbox 360, einfach zu laut, um sich beim Meditieren auf sein Inneres zu konzentrieren.

Spielsysteme
System Xbox 360
System Wii
Game
Spielname Deepak Chopra's Leela
Hersteller Curious Pictures
Vertrieb THQ
Genre Sonstiges / Besonderes
Erhältlich ab 18.11.2011
Preis ca. 50 Euro
EAN Code 4005209153249
Schwierigkeit Für Einsteiger
Alter ab 0 Jahren
Multiplayer nein
Sonstiges
Bewertung Grafik befriedigend 3/5
Bewertung Steuerung befriedigend 3/5
Bewertung Sound gut 4/5
Bewertung Spielspass ausreichend 2/5
Bewertung Gesamt ausreichend 2/5





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