Testbericht

Spiele: Dragon Age2

Man darf Dragon Age 2 keinesfalls als Fortsetzung von Dragon Age Origins sehen, sonst wird man wohl bitter enttäuscht. (Claudia Zwecker)

Spiele, test, Dragon Age2

© PC Magazin

Spiele, test, Dragon Age2

Rollenspiel:

Dragon Age2

ea.com

49,99 Euro

Der chronologisch zweite Teil ist ein eigenständiges Spiel, das nicht nur in punkto Erzählung eigene Wege geht. Wer Dragon Age Origins nicht gespielt hat, wird Dragon Age 2 lieben. Wer allerdings Origins kennt, merkt schnell, dass DA2 einfach kein Dragon Age mehr ist.

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Spiele: Dragon Age2

Dies zeigt auch die Entwicklungszeit der beiden Spiele: An Origins wurde fast fünf Jahre gewerkelt, an DA2 gerade einmal anderthalb Jahre. Trotzdem ist Dragon Age ein sehr gutes Spiel geworden. Die Atmosphäre ist einfach atemberaubend. Einen großen Teil trägt dazu die Optik mit ihren tollen Licht-, Grafik- und Schatteneffekten bei und Musik, Sound sowie Hintergrundgeräusche sind gezielt eingesetzt.Allerdings müssen wohl die Grafiker bei Bioware (Spielhersteller) unterschiedliche Ansichten von Qualität haben. Dies ist sehr gut zu erkennen, wenn man die wunderbar gestalteten Landschaften und Kreaturen mit den hässlich texturierten Rüstungen und Haaren vergleicht.Obwohl die Grafik teilweise nicht wirklich "schön" und rechenintensiv wirkt, ruckelt Dragon Age 2 auf einem Core i7 mit einer GTX460 im DirectX11 Modus. Erst als eine zweite GTX460 ins System eingebaut wurde, lief das Spiel flüssig.Im Gegensatz zum Vorgänger hat Bioware die Menüs überarbeitet. Inventar und Talentbäume sind minimalistischer, aber gleichzeitig auch aufgeräumter als in Origins. Das Kampfsystem wurde ebenfalls dezent aufgepeppt. Sowohl die Heldentruppe als auch die Gegner können auf eine Reihe effektvoller Angriffe zurückgreifen. Praktisch ist, dass die KI der Kameraden des Spielers (bis zu drei Mitstreiter) in den Kämpfen taktisch geschickter agieren als in Origins. Sie setzen ihre Spezialfähigkeiten spürbar konsequenter und sinnvoller ein.Das Rollenspielsystem wurde ebenfalls überarbeitet, aber auch gleichzeitig abgespeckt. Ein sehr positiver Aspekt an DA2 ist das Talente-System. Insgesamt neun Zweige umfasst der Talente-Baum von Schurke, Krieger und Magier.Sobald ein Levelaufstieg ansteht, darf der Spieler jeweils drei Punkte in Fähigkeiten wie zum Beispiel Stärke, Geschicklichkeit oder Magie investieren und auch noch einen Punkt in Mini-Talentbäume stecken, die auf die Eigenheiten der Klasse zugeschnitten sind. So können sich etwa Schurken auf Bögen oder Dolche spezialisieren.Was die Spielzeit angeht, ist man etwa auf gleicher Höhe wie der Vorgänger. Uns hielt die Reise durch Kirkwall ca. 40 Stunden auf Trab. Das ist fast dreimal so lang wie bei Gothic 4. Das Spiel lohnt sich auf alle Fälle und macht sehr viel Spaß - Suchtfaktor ist garantiert!

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