Testbericht

Sony NEX-C3 - Kompakte Systemkamera

Die Sony NEX-C3 (570 Euro) ist der neueste Vertreter der Sony-NEX-Reihe spiegelloser Systemkameras.

  1. Sony NEX-C3 - Kompakte Systemkamera
  2. Datenblatt
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© Sony

Pro

  • Schnelle Bildfolgezeit
  • Video in HD

Contra

Bei ihnen ist das Auflagemaß, der Abstand vom Sensor zur Objektivauflage, kleiner als bei den Alpha-SLRs, was kleinere Gehäuse ermöglicht. Wie bei der Alpha-Serie werden Bilder mit einem CMOS im APS-C-Format aufgezeichnet, der im Fall der Sony NEX-C3 16 Megapixel Nennauflösung hat (NEX-3: 14 MP).

Ausstattung

Die C3-Variante baut auf dem Polycarbonatgehäuse der NEX-3 auf, ist allerdings rund einen Zentimeter schmaler. Damit sei die NEX-C3 "die weltweit kleinste und leichteste Systemkamera mit Wechseloptik und APS-C-Bildsensor", behauptet Sony. Der 7-Zoll-Monitor (TruBlack-TFT) besitzt eine Diagonale von 3 Zoll und eine hohe Auflösung von 307200 RGB-Bildpunkten. Über ein Scharnier lässt er sich an seiner Oberkante aus dem Gehäuse klappen.

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Der Zubehöranschluss an der Oberseite ist nicht etwa für einen elektronischen Sucher, sondern für den mitgelieferten Aufsteckblitz gedacht. Dieser lässt sich per Rändelrad auf der Kamera fixieren und durch Hochklappen aktivieren. Optional bietet Sony den externen Blitz HVL-F20S mit beweglichem Kopf und LZ 20 (ISO 100, 50 mm).

Bildergalerie

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Galerie
Systemkamera

Der Kontrast-AF arbeitet bei allen NEX-Modellen mit 25 Messfeldern; manuell lassen sich insgesamt 187 Punkte im Bild zur gezielten Fokussierung anwählen. Die AF-Zeit plus Auslöseverzögerung beträgt eher gemächliche 0,64/0,73 s bei 1000/30 Lux. Die Bildfolgezeit beträgt schnelle 5,3 B/s, wenngleich NEX-3/5 mit 6,8 B/s im Vergleich unter Schwestern die Nase vorne haben.

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© Archiv

Die spartanische Ausstattung mit Bedienelementen macht häufig das Abtauchen in das zugegebenermaßen attraktiv gestaltete Menü notwenig.

Neu ist die sogenannte Peaking-Anzeige beim manuellen Scharfstellen mit 7,5- oder 15-facher Bildschirmlupe. Wenn aktiviert, werden die Umrisse des fokussierten Bereichs verstärkt (einstellbar in drei Stufen) und weiß, gelb oder rot hervorgehoben - eine willkommene Einstellhilfe.

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Neben der "intelligenten" Vollautomatik (iA) bietet die Kamera die gängigen Belichtungsprogramme (P, A, S), ergänzt durch 8 Motivprogramme (Scenes), einen manuellen Modus sowie 2D/3D-Schwenkpanorama. Auch DRO und HDR sind an Bord. Videos zeichnet die Kamera maximal in HD (1280 x 720 Pixel) auf. Wie alle bisherigen NEX-Modellen ist die C3 spartanisch mit Bedientasten bestückt, so dass man häufiger als sonst den Weg über die optisch ansprechend gestalteten Menüs gehen muss.

Bildqualität

Die NEX-C3 bringt eine der A35 vergleichbare Bildqualität mit etwas höherer Auflösung, zum Teil aber höheren Texturverlusten, vor allem bei ISO 100. Bei der Dynamik werden vergleichbar gute Werte zwischen 9,7 und 7 Blenden erreicht. Auch die RAW-Werte entsprechen nahezu denen der Alpha.

Fazit

Beim spiegellosen Modell NEX-C3 stört weniger das Kunststoffgehäuse als die fehlenden Direktzugriffe auf wichtige Funktionen und dass sich kein elektronischer Sucher adaptieren lässt - das heißt Blindflug statt Bildgestaltung im hellen Sonnenlicht. Bei der Bildqualität können die beiden Sony-Modelle A35 und die NEX-C3 den Größenvorteil ihres APS-C-Sensors im Vergleich zu den Micro-Four-Thirds-Modellen der Konkurrenz von Olympus E-P3 und Panasonic GF3 nur bedingt ausspielen. Durchgängig besser sind die Ergebnisse erst ab ISO 1600, doch bleibt die Differenz moderat.

Sony NEX-C3

HerstellerSony
Preis400.00 €
Wertung41.5 Punkte
Testverfahren1.6

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