TESTBERICHT

Sony Cybershot DSC-W610

Die Sony Cybershot DSC-W610 zielt eindeutig auf Einsteiger. Die Ausstattung ist spartanisch, die Bildqualität erfreulicherweise nicht.

  1. Sony Cybershot DSC-W610
  2. Datenblatt
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Die Sony DSC-W610 gehört mit einem UVP von 109 Euro und einen Straßenpreis deutlich unter 100 Euro zu den Einsteigermodellen des Elektronikriesen. Da sollte man keine ellenlangen Listen mit Ausstattungen erwarten und so beschränkt sich die Kamera auch auf das Nötigste: 14-MP-RGB-CCD, 4fach-Zoom, VGA-Video und 2,7-Zoll-Display. Zu haben ist die DSC-W610 in Silber, Schwarz, Pink, Grün und Blau. Die geringen Abmessungen - 93 x 53 x 19 Millimeter bei einem Gewicht von 114 Gramm - lassen natürlich auch nur Bedienelemente von geringer Größe zu. So haben die runden Tasten Durchmesser von 4 und 5 Millimetern. Grundsätzlich ist das Versenken der Tasten in Ordnung, so sind sie vor unbeabsichtigtem Betätigen geschützt. Wenn jedoch eine so kleine Tasten bündig zur Gehäuseoberfläche ist, wird die Bedienung schwierig. Mit der Fingerkuppe will es nicht so richtig funktionieren, man muss Tasten schon mit dem Fingernagel drücken. Der etwas erhabene Vierwegetaster ist dagegen sehr gut zu betätigen. Über Schiebeschalter wurde auch an dieser Stelle schon alles gesagt. Dieser hier fühlt sich neu schon "teigig" an und mag nicht sauber einrasten. Wie wird das nach häufiger Betätigung sein? Die Kennzeichnung der Bedienelemente ist bei unserem Testgerät (Farbe Silber) nicht gut zu erkennen. Die Gehäuseoberfläche ist matt metallic, die Symbole sind glänzend metallic. Da ist bei ungünstiger Beleuchtung zu wenig Unterschied, das mag aber bei anderen Gehäusefarben aber besser sein. Das Hauptmenu ist klar und übersichtlich, alle wichtigen Positionen sind schnell und einfach zu erreichen. Grundeinstellungen erfolgen eine Ebene tiefer und sind ebenfalls deutlich und unmissverständlich. Kleine Kameras beherbergen kleine Displays. Dieses Display hat 2,7 Zoll, die Darstellung der Farben ist schon etwas grenzwertig, die Schärfe geht. Positiv bewerten wir die Größe der Symbole und Schriften im Menü. Die USB-Buchse wird von einem Kunststoffdeckel verschlossen, und auch die Stativgewindebuchse ist aus Kunststoff, aber mehr als ein paar Dutzend Mal wird eine solche Kamera ihren Gebrauch auch nicht aushalten müssen. Der Brennweitenbereich von 26 bis 105 mm (KB) deckt die Alltagsanforderungen an eine "Immer-dabei-Kamera" ab. Nicht mehr und nicht weniger. Die Automatik übernimmt alle Einstellungen, sogar die Auswahl eines Motivprogrammes. An manuelle Einstellmöglichkeiten gibt es nur eine Belichtungskorrektur und den Weißabgleich. Der Makroabstand von 4 cm reicht immerhin, um eine Visitenkarte formatfüllend abzubilden. 

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Wenn eine Kamera schon vom Hersteller vor allem für Einsteiger angepriesen wird, sind unsere Erwartungen an die Bildqualität sehr gering. Umso überraschter waren wir, als wir Laborergebnisse und Testaufnahmen vor uns liegen hatten. Bei ISO 100 und Weitwinkel ist an der Auflösung (1.349 LP/BH in der Bildmitte, 1.114 in den Ecken) wenig auszusetzen, das Rauschen ist merklich, aber filmkornähnlich und deshalb wenig störend. Und auch im Tele gibt sich die Kamera bei der Einstiegsempfindlichkeit keine Blöße. So kommt sie auf 29 bzw. 32 Punkte bei der Bildqualität, das schaffen viele teurere Kameras nicht. Schon bei ISO 400 geht die Qualität aber stark nach unten, so dass man die Empfindlichkeit ISO 100 nach Möglichkeit nicht verlassen sollte. Trotz dieser Einschränkung kann man die Sony DSC W610 durchaus empfehlen. Wenn es nicht auf jeden Cent ankommt, lohnt vielleicht auch ein Blick auf das 40 Euro teurere Schwestermodell W630 - mit optischem Stabilisator, lichtstärkerem Fünffach-Zoom und einem HD-Videomodus. Fazit: Die Sony Cybershot DSC W610 ist eine Einsteigerkamera, die ihre Sache gut macht. Für einen Straßenpreis unter 100 Euro sind 33,5 Gesamtpunkte beachtlich.

Sony Cybershot DSC-W610

HerstellerSony
Preis150.00 €
Wertung33.5 Punkte
Testverfahren1.6

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