Testbericht

Sony Cybershot DSC-W310 - günstige Weitwinkelkamera

  1. Sony Cybershot DSC-W310 - günstige Weitwinkelkamera
  2. Datenblatt
Sony Cybershot DSC-W310 Seite

© Archiv

Sony Cybershot DSC-W310 Seite

Für Einsteiger konzipiert, 130 Euro günstig, die Sony Cybershot DSC-W310 bedient Gelegenheitsfotografen, die sich weder über Aufnahmeinstellungen Gedanken machen noch viel Geld für ihre Kompaktkamera ausgeben wollen. Die W310 hat ein 4-fach-Zoom mit 28 mm Weitwinkel (äquivalent Kleinbild), ein schlankes, übersichtliches Menü und eine Reihe von Automatikfunktionen, etwa eine Gesichts-, Lächel- und Motiverkennung. Letztere schöpft aus einem Fundus, der aus sieben unterschiedlichen Aufnahmesituationen besteht. Wer gerne mit manuellen Einstellungen experimentiert, hat bei der W310 wenig Spielraum: Im Gegensatz zur 40 Euro teureren W350 lässt die W310 keinen individuellen Weißabgleich zu. Sie hat keine Regler für Schärfe, Kontrast und Farbsättigung, keine Blitzlichtkorrektur und - wie in dieser Preisklasse üblich - keine manuellen Modi. Auf einen mechanischen Bildstabilisator muss der Fotograf ebenfalls verzichten.

Pluspunkt: Sony verbaut in der W310 den gleichen Dual-Speicherkartensteckplatz wie bei den teureren Kompaktkameras der neuesten Generation. Dadurch arbeitet sie sowohl mit SD/SDHC-Karten als auch mit Memorysticks zusammen. Bei schwachem Umgebungslicht stimmt die Helligkeit der verrauschten 2,7-Zoll-Vorschau nicht mit der des helleren Fotos überein. Dafür kommt die Verwacklungswarnung zuverlässig, im Weitwinkel beispielsweise ab 1/40 s Belichtungszeit. Weniger treffsicher der Autofokus, der sich im Test bei schwierigen Lichtverhältnissen vier Fehler erlaubte. Außerdem lässt er sich recht viel Zeit: Die gemessene Auslöseverzögerung beträgt 0,71 s im Weitwinkel, 0,82 s im Tele.

Bildqualität: Die Sony W310 punktet mit einem ordentlichen Rauschverhalten, hält den Visual Noise bei ISO 100 auf moderaten 1,3 VN, bei ISO 400 auf durchschnittlichen 2,1 VN. Diesen Vorsprung verspielt sie allerdings mit einem vergleichsweise starken Texturverlust und einer schwachen Auflösung, die meist unter 1000, im Tele sogar unter 800 LP/BH bei ISO 100 bleibt. Im Tele kommt eine chromatische Aberration hinzu, die an kontrastreichen Konturen zu 1,6 Pixel breiten Farbsäumen führen kann. Der Objektkontrast ist gut (9,0/8,0 Blenden bei ISO 100/400).

Fazit: Man braucht nicht viel Erfahrung, um mit der Sony Cybershot DSC-W310 zurechtzukommen. Dass man hier für 130 Euro eine Kompaktkamera mit 28-mm-Weitwinkelobjektiv bekommt, ist auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Wegen der vergleichsweise schwachen Auflösung vergeben wir keinen Kauftipp.

Sony Cybershot DSC-W310

HerstellerSony
Preis130.00 €
Wertung48.0 Punkte
Testverfahren1.5

Mehr zum Thema

Nikon D3400
Einsteiger-DSLR

Mit SnapBridge-Funktion und 24-MP-APSC-Sensor ohne Tiefpassfilter tritt die Nikon D3400 als neues Einstiegsmodell die Nachfolge der D3300 an.
Lumix FZ2000 von vorne
Kamera

Die Panasonic Lumix FZ2000 ist ein wahrlich dicker Brummer – doch steckt in dem massigen Gehäuse mit 20-fach-Zoom auch ein gewichtiges Innenleben?…
Sony Alpha 99 II
Kamera

Die Sony Alpha 99 II im Test: Allen Unkenrufen zum Trotz schickt Sony das SLT-System nicht aufs Abstellgleis, sondern krönt es durch ein neues…
Canon EOS M5
Spiegellose Systemkamera

Canon EOS M5: Canons vierter Versuch im Markt der spiegellosen Systemkameras. Und bei diesem Modell können Sie fast bedenkenlos zugreifen. Der Test.
Nikon D5600 im Test
SLR-Kamera

Die Nikon D5600 ist auf den ersten Blick kaum von der D5500 zu unterscheiden, sie ist kompakt und trotz Kunststoffgehäuses solide verarbeitet. Der…