Testbericht

Sony Cybershot DSC-W30

Der Testsieger ist für etwa 220 Euro zu haben. Die Sony Cybershot DSC-W30 bietet genug Design, um angenehm aufzufallen, und genug Technik, um auch Anspruchsvolle zu überzeugen. Gespart hat Sony jedoch am Display.

Sony Cybershot DSC W30 Vorderseite

© Archiv

Sony Cybershot DSC W30 Vorderseite

Metallring um das kleine Objektiv, schön und schmal, ein klassisches Kameradesign. Der Monitor auf der Rückseite ist auch bei schlechtem Licht rauschfrei, aber mit 2 Zoll Durchmesser und nur 85 000 Pixeln einer der kleinen im Vergleichstest. Da wird etwas gespart.

Die Kamera kostet 220 Euro. Für 6 Megapixel und ein Dreifachzoom (38-114 mm) ist das nicht viel; allerdings fiel auch ein leichtes Knarzgeräusch des Gehäuses auf. Am Modusrad auf der Rückseite gibt es die neue Einstellung ISO. Damit wird die Empfindlichkeit bis zu ISO 1000 heraufgesetzt. Gleichzeitig schaltet sich die Rauschunterdrückung zu. Das Ergebnis rauscht dennoch wild, führt aber meist zu vertretbar unverwackelten Aufnahmen. Im Automatikmodus begrenzt die W30 die Belichtungszeit auf ⅛ s und macht im Zweifelsfall etwas unterbelichtete, aber rauschfreie Aufnahmen - was bei ruhiger Hand eine Alternative zum hohen ISO-Wert sein kann. Das Rauschverhältnis ist in Ordnung und entspricht mit S/N 34 bei ISO 100 dem, was früher Standard war, bevor immer mehr Pixel auf zu kleine CCDs kamen. Bei ISO 400 beträgt der Signal-Rausch-Abstand knapp 20, was deutlich besser als bei den meisten Rivalinnen, aber nicht wirklich gut ist. Auch die Kontraste, die die Elektronik verarbeiten kann, sind mit 9,5 Blendenstufen deutlich höher als bei den Mitstreiterinnen. In der Detailauflösung liegt die Kamera etwas unter der Konkurrenz, was aber kein Problem ist. Da sich Schärfe, Kontrast und Sättigung dreistufig einstellen lassen, kann das Bildergebnis auch persönlichen Vorlieben angepasst werden.

Sony Cybershot DSC W30 Rückseite

© Archiv

Die einzige Kamera im Testfeld mit optischem Sucher. Manko: Die Bedientasten liegen zu tief.

Eine Vorliebe für den zögerlichen Zoomregler hingegen wird kaum jemand entwickeln, auch die zu tief liegenden Minitasten für Schnellwiedergabe, Menü-Display und Auflösung/Löschen finden keinen ungeteilten Zuspruch. Statt der Einstellung für die Bildgröße hätte Sony lieber den Weißabgleich auf einen Extraknopf legen sollen. Den braucht man wegen der bisweilen etwas verblauten Bilder. Trumpf ist jedoch die Auslöseverzögerung von 0,4 s. Damit ist die W30 die schnellste Kamera im Test und schnappschusstauglich.

Auflösungsdiagramm Sony Cybershot DSC W30

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Ausgeglichene Auflösung in allen drei gemessenen Brennweiten und normaler Abfall in den Ecken.

Sony Cybershot DSC-W30

HerstellerSony
Preis210.00 €

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