KAMERATEST

Sony Cybershot DSC-J10

Das Konzept der Fun-Kamera Sony Cybershot DSC-J10 unterscheidet sich wesentlich von dem anderer digitaler Kompaktkameras.

  1. Sony Cybershot DSC-J10
  2. Datenblatt
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© Sony

Vergeblich sucht man etwa den Slot für die Speicherkarte - die Kamera hat einen 4GB großen Festspeicher. Auch die Steckanschlüsse für Datenübertragung und Akkuladen fehlen. Betätigt man den kleinen Schieber am Kameraboden, springt ein richtiger USB-Steckanschluss aus einer Vertiefung, in voller Größe. Alles Zubehör für Datenübertragung und Stromversorgung (am Computer) ist also immer dabei. Sony bewirbt das so: "Mit den flippigen und farbenfrohen Digitalkameras der Reihe Cyber-shot J10 ist das Aufnehmen und Weitergeben großartiger Fotos ein Kinderspiel."

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© Sony

Diese Aussage stimmt zum Teil. Das Aufnehmen und Weitergeben der Fotos von jedem internetfähigen Rechner aus ist tatsächlich ein Kinderspiel. Nur großartig ist an den Bildern so ziemlich gar nichts. 1323 LP/BH in der Bildmitte und 1159 in den Ecken im Weitwinkel sind bei ISO 100 ok, aber die visuelle Rauschwahrnehmung ist schon bei dieser Empfindlichkeit sehr hoch (VN 3,6). Bei höheren Empfindlichkeiten explodiert das Rauschen dann förmlich. Bei ISO 3200 sind die Dead Leaves dadurch so zerschossen, dass sie nicht mehr messbar sind - so etwas sehen selbst die mit allen Wassern gewaschenen Colorfoto-Tester nicht jeden Tag. Sehr erstaunlich auch, dass die gemessene Auflösung bei ISO 400 niedriger ist als bei ISO 800. Das erklärt sich mit einem anderen Algorithmus der Bildverarbeitung, macht aber in der Praxis keinen Unterschied: Die Bilder sind bei beiden Empfindlichkeiten unbrauchbar.

Die technischen Eckdaten der Sony DSC-J10 werden von einem 16,1 Megapixel auflösenden CCD-Sensor und einem 4-fach-Zoomobjektiv mit KB-äquivalenten 35 bis 140 mm Brennweite markiert. Videos beherrscht die J-10 nur in VGA-Qualität (640 x 480 Pixel), dafür gibt es allerlei Panorama-Schnickschnack, der auch ganz passabel funktioniert. Da bei dieser Kamera alles auf "easy" getrimmt ist, muss die Frage erlaubt sein, wieso ein so kleines, kuschelig anzufassendes Ding 16 Millionen Pixel auf dem Sensor haben muss? Das führt ab ISO 400 zu einer unbefriedigenden Bildqualität. Für 180 Euro darf man wirklich mehr erwarten, als ein einsteigerfreundliches Konzept.

Fazit: Eine Kamera, die sich an unbedarfte Einsteiger wendet. Pfiffiges Konzept, aber unbefriedigende Bildqualität.

Sony Cybershot DSC-J10

HerstellerSony
Preis160.00 €
Wertung18.0 Punkte
Testverfahren1.6

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