Testbericht

Sony Cybershot DSC-G1

Die Bildkontrolle und -präsentation auf dem Riesenmonitor ist ein echtes Plus, das auch ein paar unglücklich angebrachte Knöpfe nicht nachhaltig trüben. Die Bildqualität entspricht dem Klassenstandard mit den üblichen Rauschproblemen. Ob das große Display die 600 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

  1. Sony Cybershot DSC-G1
  2. Datenblatt
Sony Cybershot DSC-G1 Seite

© Archiv

Sony Cybershot DSC-G1 Seite

600 Euro für eine 6-Megapixel-Kamera mit 3fach-Zoom. Klingt verrückt - allerdings gibt es dafür ein riesiges 3,5"-Display. Ungewöhnlich ist der fest eingebaute 2-GB-Flash-Speicher - nette Zugabe, aber nicht wirklich praktisch, da die Daten so nur über die mitgelieferte Dockingstation in den Rechner gelangen, die gleichzeitig auch den Akku lädt. Praktischer wäre eine 2-GB-Karte gewesen. Deren Daten könnte der Fotograf dann auch per Kartenlesegerät übertragen. Den hohen Preis kann der Speicher jedenfalls nicht rechtfertigen. 2-GB-SD-Karten, wie sie die meisten Konkurrenzmodelle verwenden, gibt es schon für 15 Euro.Die Frage, ob es sich um eine Kamera oder um einen PDA handelt, beantwortet eine Zugtaste, die das 3x-Objektiv freilegt. Sie arretiert den mächtigen Schiebeteil und schützt vor unabsichtlichem Öffnen - und das ist gut so. Dabei kommen auch die Bedientasten hinter dem 3,5-Zoll-Monitor zum Vorschein. Die Auflösung beträgt anders als von Sony angegeben 307 000 Pixel. Das ist Rekord, doch Sony will mehr und nennt 921 000 Pixel als Auflösung. Dabei zählt Sony aber nicht die Pixel, sondern die Subpixel: Jeder Bildpunkt eines Monitors besteht - wie bei allen Firmen - aus drei Subpixeln in den Farben Rot, Grün und Blau, was zu der hohen Sony-Angabe führt, aber nichts mit der Auflösung zu tun hat.

Sony Cybershot DSC-G1

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Mit Hilfe des Schiebreglers legt die G1 das innenliegende Objektiv frei. Allerdings hakt der Mechanismus öfters.

Die G1 nutzt den Display-Platz, um entweder das Bild besonders groß und attraktiv zu präsentieren, die Kameraeinstellungen zu zeigen oder gleichzeitig die letzten fünf gemachten Bilder darzustellen. Weitere Bedientasten wie ein Joystick sitzen seitlich auf der Stirnseite und erschweren eine schnelle Bedienung, da immer die zweite Hand die Kamera halten muss. Insgesamt liegt die Sony G1 nicht griffig in der Hand. Trotz Ihrer Größe (und Gewicht), steht der rechten Hand nicht viel Grifffläche zur Verfügung. Zudem beträgt die Einschaltverzögerung zögerliche 4,2 s. Auch hakt der Mechanismus gelegentlich, und der Fotograf muss nachhelfen. Die Auflösung ist für eine 6-Megapixel-Kamera ok und weist nur einen geringen Verlust in den Ecken auf. Allerdings rauscht die G1 schon bei einer Empfindlichkeit von ISO 100 mit 2,0 Visual Noise recht stark. Die Verzeichnung und Vignettierung bleiben für ein innenliegendes Objektiv erfreulich gering. Positiv ist die schnelle Auslöseverzögerung von 0,35 s.

Auflösungsdiagramm Sony Cybershot DSC-G1

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Sony Cybershot DSC-G1

HerstellerSony
Preis230.00 €
Wertung49.0 Punkte
Testverfahren1.4

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