Testbericht

Sony Alpha 900

Anders als die Nikon D700 setzt die α 900 den Akzent nicht auf minimales Rauschen bei hohen Empfindlichkeiten, sondern schwingt sich zu Pixel-Höhenflügen auf: Mit 24,5 Megapixeln erreicht die Kamera einen neuen Rekord unter den SLR-Kameras.

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Das Alpha-Gehäuse füllt auch größere Hände und erweist sich als recht griffig. Der solide Body aus Magnesium-Alloy-Teilen ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Als Zubehör gibt's den Batteriehandgriff VG-C90AM (ebenfalls mit abgedichtetem Magnesiumgehäuse) für zwei Lithium-Ionen-Akkus (NP-FM500H).Eine hohe effektive Suchervergrößerung von 0,74x und eine Sucherfeldabdeckung von 100 % verleihen der Sony professionelle Attribute. Wünschenswert wäre allerdings eine Augenmuschel mit dickerem Gummiwulst, um dem Auge einen noch besseren Kontakt zum Suchereinblick zu vermitteln. Die Einstellscheiben kann der Anwender selbst wechseln, drei Typen stehen zur Wahl. Das AF-System arbeitet mit 9 Messpunkten; das zentrale AF-Feld ist ein Doppelkreuzsensor. 10 Hilfssensoren in unmittelbarer Nachbarschaft der Hauptmesspunkte sollen beim Fokussieren kritischer Objekte helfen. Die Auslöseverzögerung ist mit 0,22/0,30 s bei 3000/30 Lux angenehm kurz.

Live-View bietet die Sony nicht, als kleinen Ausgleich dafür aber die Möglichkeit, ein Vorschaubild am TFT-Monitor anzuzeigen, das man durch Drücken der Schärfentiefentaste erzeugt. Am Vorschaubild des hochauflösenden 3-Zoll-Monitors lassen sich nicht nur Belichtungskorrekturen oder Änderungen des Weißabgleichs visuell vorwegnehmen, sondern auch die Auswirkung des zuschaltbaren Kontrastausgleichs (DRO), verfügbar als DRO-Automatik oder manuell einstellbar in fünf Stufen. Für den Kontrastausgleich gibt es zusätzlich eine Bracketing-Funktion (Reihenautomatik).Im Bedienkonzept ist die α 900 der kleineren α 700 vergleichbar. Dazu gehört die Anzeige aufnahmerelevanter Daten auf dem Monitor, der seine Darstellung dem Hoch- und Querformat automatisch anpasst. Zudem wird das Display sensorgesteuert abgeschaltet, wenn sich das Auge dem optischen Sucher nähert. Ergänzend findet sich an der Oberseite ein beleuchtbares LC-Display, das Daten wie Zeit, Blende, Belichtungskorrektur und Speicherkartenkapazität besonders groß anzeigt. Das Menü ist ähnlich wie bei Canon durch horizontal angeordnete Registerreiter strukturiert; jede Menüseite lässt sich ohne Scrollen überblicken. Was stört: Man findet sich nie an der gleichen Stelle im Menü wieder, wenn man dieses verlässt und erneut aufruft. Stattdessen ist immer der erste Eintrag im Aufnahmemenü angewählt. Bilder speichert die α 900 wahl-weise auf Memory-Stick oder CompactFlash-Karte, im Highspeed-Modus 4,8 B/s. Im besten JPEG-Format aufgenommene Bilder (Extrafein) sind oft über 20 MB groß, was für JPEGs recht speicherintensiv ist. Da kann man dann eigentlich gleich ein verlustfrei komprimiertes cRAW mit 24 MB verwenden, das die Kamera alternativ zum üblichen RAW (ca. 35 MB) zur Verfügung stellt. RAW und cRAW lassen sich bei Bedarf mit JPEGs kombinieren.

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Das LC-Display für Aufnahmedaten, obligatorisch in dieser Kameraklasse, fällt bei der Alpha 900 ziemlich klein aus.

Bildqualität: Mit 2063 LP/BH bei ISO 100 erreicht die Alpha 900 einen Spitzenwert für die Grenzauflösung, der bis ISO 1600 allerdings auf 1533 LP/BH absinkt. Der Texturverlust ist bei ISO 400 mit 1,8 am höchsten und erreicht auch sonst nur mittelmäßige Werte zwischen 1,1 bis 1,4. Die Dynamik (Objektumfang) ist mit 9 Blenden bei ISO 100 und 8 Blenden bei ISO 1600 zufriedenstellend; die Konkurrenz hat durchweg eine Blende mehr zu bieten. Auch was das Rauschen anbelangt, ist die Alpha 900 mit maximal VN 2,5 (ISO 1600) der Konkurrenz unterlegen.

Detaillierte Testergebnisse - Sony Alpha 900

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