Testbericht

Sony Alpha 200

Mit 300 Euro liegt die Einstiegsschwelle für eine 10- Megapixel-Kamera bei der Alpha 200 rund 100 Euro niedriger als beim Schwestermodell Alpha 300. Dafür muss man auf einen Schwenkmonitor und Live-View verzichten. Das Gehäuse gefällt durch sein modernes Design, kann aber nicht restlos überzeugen, weil es abseits der Gummierung vorne am Griffstück keine sonderlich erfreuliche Haptik vermittelt. Die effektive Suchervergrößerung liegt bei 0,53x - ein Vorteil gegenüber der Alpha 300 (0,47x).

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Links oben am Gehäuse findet sich das Betriebsarten-Wahlrad mit 12 Rastpositionen für Standard- und Motivprogramme, rechts, dem Auslöser vorgelagert, gibt es nur zwei Tasten für ISO-Einstellung und Bildfolgemodus (Einzel-/Serienbild, Selbstauslöser, Belichtungsreihe). Im "Kreativmodus" (Aufnahmemenü) erlaubt die Kamera verschiedene Voreinstellungen. Neben einem SW- und AdobeRGB-Modus finden sich sechs auf sRGB basierende Presets mit verstellbaren Parametern (Kontrast, Farbe und Schärfe).

Auf Funktionen zur nachträglichen Bearbeitung von Bildern hat Sony bei der Alpha 200 verzichtet. Ein erfreuliches Ausstattungsmerkmal, zumal in dieser Preiskategorie, ist der ins Gehäuse eingebaute Bildstabilisator, der ebenso zum Erbe der Dynax-Modelle gehört wie der spezielle Blitzschuh und die ADI-Messblitzsteuerung. Auch der eingebaute Pop-up-Blitz arbeitet mit ADI, hat aber den Nachteil, dass er sich im ausgeklappten Zustand nur wenig über die optische Achse erhebt und rote Augen damit eine häufige Begleiterscheinung bei Porträts sind.

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Der Blitz klappt nicht besonders weit aus dem Gehäuse, was die Gefahr von roten Augen bei Porträts verstärkt.

Der Autofokus arbeitet mit neun Messfeldern, von denen das mittlere ein Kreuzsensor ist. Bei der Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit erreicht die Alpha 200 mit 0,19/0,35 s bei 3000/30 Lux Bestwerte, auch über ihre Preisklasse hinaus. Etwas mehr als eine halbe Sekunde nach dem Einschalten zeigt sich die Kamera betriebsbereit. Die mögliche Bildfolgezeit ist mit 2,6 Bildern pro Sekunde nicht hoch, liegt aber auf dem Niveau der Konkurrenz. Der 2,7-Zoll-Monitor zeigt im Aufnahmemodus alle relevanten Daten an. Dabei aktiviert ein Druck auf die Display-Taste eine Anzeige mit besonders großen Lettern, während man mit dem zweiten Drücken eine Anzeige mit kleineren Schriften und höherer Informationsdichte aufruft. Im Anzeigefenster selbst kann man nicht korrigierend eingreifen, wie etwa bei Olympus.

Weitere Einstellebenen erreicht man über die Fn-Taste: Blitzmodus (mit Langzeitsynchronisation), Belichtungsmessmethode, AF-Modus, AF-Feld-Konfiguration, Weißabgleich und D-R (Kontrastausgleich). Praktisch: Verändert man die Kamerahaltung vom Quer- zum Hochformat (oder umgekehrt), wird die Anzeige entsprechend angepasst. Setzt man die Kamera ans Auge, erlischt automatisch die Anzeige am Monitor, und der Autofokus wird aktiviert, noch bevor man den Auslöser antippt. Diese Funktion lässt sich auch abschalten.

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Das Rauschfilter für hohe Empfindlichkeitseinstellungen setzt laut Hersteller bei ISO 1600 und 3200 ein.

Bildqualität: Der 10-Megapixel-CMOS der Alpha 200 schafft eine recht hohe Grenzauflösung von 1261 LP/BH bei ISO 100, die bei ISO 1600 jedoch auf 1028 LP/BH zurückgeht. Keine Glanzleistung ist der Texturverlust, speziell bei ISO 1600 mit 3,0. Beim Rauschen liegt die Kamera mit VN 1,8 bei ISO 400 in einer Region, die man sonst eher von Kameras mit Four-Thirds-Sensor kennt, und bei ISO 800/1600 (VN 2,9/4,8) setzt sich diese Tendenz fort. Der Objektkontrast sinkt von 9 Blenden bei ISO 100 bis auf 6,5 Blenden bei ISO 1600 ab. Verbessern lassen sich Rauschen und Objektkontrast durch die zuschaltbare Rauschreduzierung (Hohe ISO-RM), die laut Hersteller bei ISO 1600 und 3200 greift. Unterm Strich bietet die Alpha 200 eine der Alpha 300 vergleichbare Bildqualität.

Detaillierte Testergebnisse - Sony Alpha 200

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