Fotorücksack

Solar-Rucksack Yotko - Sonne tanken

Für knapp 200 Euro bietet der Düsseldorfer Hersteller Stromwerk den geräumigen Rucksack "Yokto" aus robuster, mattschwarzer LKW-Plane an. Der Clou dabei: Der Rucksack ist mit Solarzellen ausgestattet.

Solar-Rucksack Yotko

© das stromwerk

Solar-Rucksack Yotko

Sobald die Sonne scheint, wird Energie in einem kleinen Akku (3,7 V, 1100 mAh, 3 Watt), der sich im Rucksackinneren befindet, gespeichert. Ist der Akku der Digicam, des Handys oder eines anderen Kleingeräts leer, lässt sich dieser damit laden. In puncto Fassungsvermögen ist der Rucksack mit 20 Litern groß genug, um nebst Digitalkamera und Co. auch Wechselklamotten zu verstauen. Gepolstert ist er allerdings - bis auf den Rückenbereich - nicht, so dass man die Kamera entsprechend schützen muss. Ebenso  gibt es keine separaten Innenfächer. Ein kleines Organizer-Element für Stifte, ein Handy oder den Taschenakku sowie ein flaches Reißverschlussfach außen müssen genügen.

Mit SolarpanelDas biegsame und wetterfeste Solarpanel, das per USB-Kabel an den internen Akku gestöpselt wird, befindet sich an der  Frontseite. Mit zum Lieferumfang gehört außerdem ein 13teiliges Adapterset, um diverse Kleingeräte anzuschließen. Per Netz-/KFZ-Kabel kann notfalls auch über das Stromnetz oder die Autobatterie geladen werden. Im Test hat die Leistung der Solarzelle (1,5 Wp Leistung bei 4,5_V/300 mA) überzeugt: Bei vollem Sonnenschein war der leere Akku nach weniger als vier Stunden komplett voll, bei bedecktem Himmel betrug die Ladedauer allerdings mehr als das Doppelte.

Solar-Rucksack Yotko

© das stromwerk

Schließt man an den vollen Akku die Digicam an, dauerte es im Test mehr als 5 Stunden, um die 2xAA (Ni-MH, 1,2 V, 2.200 mAh) zu laden. Das Handy war bereits nach gut zwei Stunden komplett voll. Um die Kapazität zu erhöhen, legt man das Solarmodul parallel ins Sonnenlicht. Handicap: In der prallen Sonne erhitzt sich das schwarze Planenmaterial extrem schnell und stark. Alternativ bietet der Hersteller Solar-Taschen in anderen Farben, Größen und mit noch leistungsfähigeren Solarzellen und Akkus an, um etwa ein Notebook oder iPad zu laden.   

Fazit: In der Theorie eine feine, aber mit knapp 200 Euro nicht ganz billige und etwas zeitspielige Sache, um unterwegs ohne Stromnetz das Fotohandy oder die Digitalkamera wieder auf Trab zu bringen. Funktioniert nur bei direktem Sonnenlicht richtig gut und akzeptabel schnell. In praller Sonne heizt sich aber die schwarze Rucksackvariante schnell und stark auf.

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