Testbericht

Software-Sampler: Streichquartett im PC

Die Oberfläche des VolksZämplers präsentiert sich sehr "gestylt". Hersteller Creamware hält sich weder an Windows- Konventionen, noch passt sich das VolksZämpler-Interface an das benutzte Hostprogramm an. Unterfenster verdecken gelegentlich das für die Navigation wichtige Hauptfenster, und die groß angelegten Fensterrahmen sorgen dafür, dass es auf dem Bildschirm eng wird. Alle aktiven VolksZämpler-Fenster erhalten einen Fokus, womit sämtliche Tastaturbefehle des Hostprogramms (Cubase VST oder Logic) inaktiv werden. Das Erstellen eigener Sets gestaltet sich relativ umständlich. Der Anwender muss permanent von einem Fenster zum anderen wechseln - selbst bei einfachen Funktionen wie dem Aktivieren der im Sample gespeicherten Loop-Punkte. Auch das Kopieren von Zonen lässt kein Drag & Drop zu.

Software-Sampler: Streichquartett im PC

© Testlabor Printredaktionen

Software-Sampler: Streichquartett im PC

Die Bearbeitung erinnert eher an die Bastelei in Editoren irgendwelcher günstiger Soundkarten als an einen professionellen Sampler. Der Filter des VolksZämplers kann auf Low-, High- oder Bandpass gestellt werden - der Klang ist jedoch bestenfalls mittelmäßig. VolksZämpler speichert importierte Samples nur in einem eigenen proprietären Format. Das lässt zwar eine brauchbare Datensicherung zu, eine nachträgliche Veränderung der zu Grunde liegenden Samples ist jedoch nicht mehr möglich.

Bei der Soundverwaltung hat der VolksZämpler die Nase vorn. Über den Pool lässt sich eine Liste von Lieblingsprogrammen zusammenstellen. Diese lassen sich dann über Program-Change-MIDI- Befehle von der Musik-Software oder einem angeschlossenen Keyboard aus anwählen.

VolksZämpler kann die Formate AKAI, SF2 und STS (Creamware Format) lesen. Beim AKAI-Import stellten wir die gleichen Unzulänglichkeiten wie beim HALion oder Virtual Sampler fest. Positiv ist, dass der VolksZämpler Akai-Programme auch von Festplatten liest und diese, wie beim Virtual Sampler, direkt von CD in den RAM geladen werden. Das Gleiche gilt für Soundfonts. Unter Logic waren mit einer Instanz ca. 100 Stimmen möglich. Auffallend war der stark erhöhte Ressourcenverbrauch beim Öffnen einer zweiten Instanz. Der VolksZämpler ist der einzige Kandidat in diesem Vergleichstest, bei dem das Ausschalten des Filters zu keiner Verringerung der CPU-Belastung führte, was darauf hindeutet, dass Filter-Einstellungen grundsätzlich mitberechnet werden.

http://www.creamware.de

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