Testbericht

Software-Sampler: Streichquartett im PC

VSampler ist der einzige Testkandidat, der nicht von einem bekannten Musik-Software- Hersteller stammt. Der im Vergleich sehr günstige Preis von 149 Mark und die extreme Funktionsvielfalt lassen aufhorchen. So ist VSampler der einzige Testkandidat, der auch als DirectX- Instrument (DXi) verfügbar ist, als eigenständige Anwendung läuft und eine eigene interne Plug-in-Schnittstelle bietet. Ferner sind als Bonus ein analoger Synthesizer sowie ein integrierter Step-Sequencer für Schlagzeug-Sounds an Bord.

Software-Sampler: Streichquartett im PC

© Testlabor Printredaktionen

Software-Sampler: Streichquartett im PC

Die mit umfangreichen Funktionen bestückte Oberfläche des VSampler ist für Einsteiger nicht intuitiv zu bedienen: Es gibt eine Kombination von Registerkarten, Knöpfen, Pull-down-Menüs und diversen Buttons. Um Sets zu editieren, sind relativ viele Mausklicks notwendig. Dennoch kommt der Anwender nach einer gewissen Einarbeitungszeit gut mit der Software zurecht.

Der Instrumenten-Editor von VSampler ist gut gelungen, das grafische Editieren von Zonen fällt relativ leicht. Leider fehlt eine Möglichkeit, die Darstellung zu vergrößern, so dass das Arbeiten an komplexen Settings sehr genaue Mausklicks erfordert. Besonders interessant für Soundtüftler ist die Funktion, jeder Zone einen eigenen Filter zuweisen zu können. Allerdings gehen solche Experimente auf Kosten der Rechenleistung. Es fehlt eine Option, bestehende Zonen zu kopieren.

Der Filter des VSampler erscheint relativ flexibel (es gibt jeweils zwei High- und Lowpass-Typen, weiterhin einen Bandpass- und einen Notch-Filter), kann sich jedoch qualitativ bei weitem nicht mit dem messen, was EXS24 und HALion zu bieten haben.

Die Sample- und Soundverwaltung ist gut gelöst. Es gibt drei Wege, Sounds zu speichern: als VSB (speichert alle VSampler Einstellungen ohne Samples), als VSB File (inklusive der Samples, die in einem Unterordner abgelegt werden) und als Soundfont 2 (spezielle VSampler-Parameter können dann nicht berücksichtigt werden).

VSampler zeigt sich beim Import besonders flexibel. Das Programm importiert die Formate AKAI, Soundfont 2, TTI (Format der Soundkarte Terratec EWS64), LM-4 und Sounds des legendären Synthesizers Yamaha DX7, eines der meistverkauften Synthesizer überhaupt. Dass die Resultate der DX7-Simulation nicht immer genau denen des Originals entsprechen, ist aktzeptabel, da Sie Tausende Soundbänke kostenlos aus dem Internet bekommen.

Der AKAI-Import funktioniert nur mäßig. Steht auf der Haben-Seite, dass die Sets direkt ohne Umwege in den Speicher geladen werden (das gilt auch für Soundfonts), so steht auf der Soll-Seite, dass Layer ebenso wie beim HALion nicht korrekt interpretiert werden. Wie der VolksZämpler ist VSampler aber in der Lage, AKAI-Programme von Festplatte zu lesen. Der bereits erwähnte Soundfont-2-Export dürfte im Hinblick auf den Sound-Austausch mit anderen Musikern eine enorme Hilfe sein. Der Performance-Test ließ sich nur mit Einschränkungen durchführen, da VSampler nicht in der Lage ist, mehr als 64 Stimmen gleichzeitig wiederzugeben und nur eine Instanz aufgerufen werden kann. Die 64 Stimmen konnten wir in Emagic Logic mit ca. 40 Prozent CPU-Belastung abspielen, was ungefähr der Performance des HALion entspricht.

http://www.vsampler.com

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