Testbericht

Sigma SD15 - Spiegelrefliex mit Foveon-Sensor

Was lange währt, ist endlich marktreif: Sigmas SD15 für 990 Euro. Mit bekanntem Foveon-Sensor, neuem Prozessor und größerem Display tritt sie die Nachfolge der SD14 an.

  1. Sigma SD15 - Spiegelrefliex mit Foveon-Sensor
  2. Datenblatt
Sigma SD 15

© Sigma

Neben dem intergierten Blitz (Leitzahl 11) bietet die SD15 einen Blitzschuh sowie eine Kabelbuchse zum Anschluss externer Blitzanlagen.

Mehr als zwei Jahre nach Ankündigung ist die SD15 lieferbar und löst damit die SD14 ab. Die Unterschiede betreffen einige Details bei Ausstattung und Bedienkomfort sowie als entscheidenden Punkt den neuen Prozessor zur Bildverarbeitung. Dagegen blieb der Foveon-X3-Bildsensor mit knapp 5 Millionen Bildpunkten in je drei Schichten unverändert.

Drei Schicht-Sensor

Im Gegensatz zu herkömmlichen Sensoren sind die Pixel des Foveon-Sensors nicht nur auf einer Fläche, sondern in drei Schichten angeordnet. Der Sensor zeichnet so für jeden Bildpunkt die drei Grundfarben separat in drei  Schichten auf. Damit kann er für jeden Bildpunkt die korrekten Farbanteile messen. Bei herkömmlichen Sensoren liegt immer nur eine  Farbinformation je Bildpunkt vor. Die beiden fehlenden interpoliert die Kamera anhand der Nachbarpixel, was die Farbauflösung senkt: Bei der SD15 besitzt jede Schicht eine Auflösung von 2652 x 1768 Pixeln (4,7 Millionen Pixel). Durch Addition der drei Farbebenen ergibt sich die von Sigma postulierte Gesamtauflösung von 14,06 Megapixeln. In der Praxis entspricht die gemessene Auflösung eines Foveon-Sensors meist der doppelten Auflösung einer Einzelschicht im Vergleich zu anderen Sensoren. Der Foveon-Sensor mit je 4,7 Millionen Pixeln liefert damit etwa die gleiche Auflösung wie ein herkömmlicher 8- bis 10-Megapixel-Sensor.

Bildergalerie

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Galerie
Systemkamera

Sigmas SD15 für 990 Euro: Mit bekanntem Foveon-Sensor, neuem Prozessor und größerem Display tritt sie die Nachfolge der SD14 an.

Neues Display

Die meisten Bedienelemente kennt man: Auf der Gehäuseoberseite findet sich neben dem bekannten LC-Status-Display das Einstellrad für die Wahl der Belichtungsmodi.  Das zweite Rad links vom Sucher dient als Ein/Ausschalter und zur Wahl von Einzel- und Serienbild, Selbstauslöser, Spiegelvorauslöser und Belichtungsreihenautomatik. Erwähnenswertes Novum ist die Quick-Set-Taste für direkten Zugriff auf häufig verwendete Funktionen. Die auffälligste Veränderung betrifft das Display auf der Geräterückseite, das nun 3 Zoll groß ist und mit 153000 RGB-Bildpunkten eine ganz ordentliche Auflösung bietet. Umgerüstet hat Sigma auch beim Speichermedium: Die SD15 nimmt auf SD-/ SDHC- und optional MMC-Karten auf. Mit zur Ausstattung gehört nun auch ein stärkerer integrierter Blitz (Leitzahl 11).

Testergebnisse

Die Ergebnisse sind zwiespältig. Die SD15 überzeugt mit einer konstanten Grenzauflösung von 1056 LB/BH über den gesamten Messbereich. Doch das Rauschen steigt bei höheren Empfindlichkeiten für eine aktuelle Kamera zu schnell an. Positiv fällt der relativ geringe Texturverlust (0 bis 0,5) auf. Ordentlich auch die Ergebnisse in Weißabgleich und Farbgenauigkeit (1 Delta RGB, 6,8 DeltaE). Die SD 15 ist mit einem doppelt so großen Puffer-speicher ausgestattet  wie die SD14. Somit können zwar nun 21 Bilder statt bisher 6 Bilder  in Folge aufgenommen. Bei der Serienbildgeschwindigkeit hat sich dabei allerdings nicht viel getan: Die SD15 schafft  2,9 Bilder/s, damit nur  0,2 Bilder/s mehr als ihre Vorgängerin. Fazit: Bei der Sigma SD15 handelt es sich um eine leicht verbesserte SD14. Der dreischichtige Foveon-Sensor und eine Auflösung, die einer guten 8-Megapixel-Kamera entspricht,  sind geblieben, das Rauschen ist nun etwas höher. Die wichtigste Neuerung, der True-II-Prozessor konnte  im Labor jedoch nicht mit wesentlichen Verbesserungen punkten.  Weiterentwickelt hat sich die Neue primär in puncto Ausstattung und Komfort. Trotz großem 3-Zoll-Display fehlt aber eine Live-View-Funktion. Auch Videos kann die SD15 nicht aufzeichnen.

SIGMA SD15

HerstellerSIGMA
Preis1050.00 €
Wertung30.0 Punkte
Testverfahren1.6

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