Testbericht

Sharp LC-60LE840E im Test

Der Riese von Sharp ist ein optisches Highlight. Ob der 60-Zoll-TV Sharp LC-60LE840E auch technisch überzeugen kann, zeigt der Test.

Sharp LC-60LE840E, fernseher, home entertainment

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Sharp LC-60LE840E, fernseher, home entertainment

Pro

  • Alu-Rahmen
  • stimmige Ausstattung
  • satte Farben

Contra

  • kleinteiliges Bildmenü
  • nur Timeshift-Aufzeichnung

Der nur 20 Millimeter breite Rahmen aus gebürstetem Aluminium und der mit Alu-Blech überzogene Standfuß des Sharp LC-60LE840E TV verwandeln eine unauffällige Mattscheibe in einen 60 Zoll großen Blickfang.

Das schicke Panel bringt vieles mit, was die Konkurrenz längst aus dem Pflichtenheft gestrichen hat. Da wäre zunächst die VGA-Buchse, an der sich immer noch ältere Notebooks an den Fernseher andocken lassen. Auch eine RS-232-Schnittstelle ist vorhanden, über die Multi-Room-Systeme den Fernseher perfekt steuern können. Alternativ beherrscht der Sharp die Fernsteuerung aber auch übers Netzwerk - und wenn es sein muss, auch drahtlos. Ein WLAN-Stick liegt dazu mit im Karton.

Sharp LC-60LE840E: Bedienung

Die smarten Internet-Funktionen geben aber Grund zur Kritik. So weigerte sich der Sharp, etliche DivX-codierte AVI-Dateien abzuspielen. Über eine seiner USB-Buchsen gab er diese Formate dagegen wieder. Das Portal AQUOS NET+ ist zwar ausgereift, könnte aber etwas flotter reagieren: Das Stöbern in den rund 40 Apps ist etwas mühsam. Der darin aufrufbare freie Browser war nicht ganz so flexibel wie das Pendant der Konkurrenz. Über eine USB-Tastatur ließen sich immerhin Texte einfacher eingeben.

Im Hauptmenü haben die Entwickler einen direkten Link zu YouTube platziert. Über diese App abgespielte Videos zeigen seltsam ausgefranste Konturen. Das Bildmenü selbst wirft auch hier und da Fragen auf: Warum der Anwender die Justage im Untermenü Bildeinstellungen > Bild > Optionen vornehmen muss, wird wohl ein Geheimnis der Entwickler bleiben. Die dort abgelegten Einstellregler sind indes sehr umfangreich.

Bildergalerie

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Der Sharp LC-60LE840E kostet 3.000 Euro und braucht für seine Größe recht wenig Strom.

In den Untiefen der Bildkalibrierung kann man die Justage sehr fein vornehmen, wenn man das nötige Werkzeug dafür hat. Positiv: Der Anwender bekommt zu fast jeder Option im Menü Hilfstexte eingeblendet. Wenn diese den Benutzer auch nicht weiterbringen, dürfte er in der übersichtlichen Bedienungsanleitung eine Lösung finden.

Die Timeshift-Funktion ist so ein Fall. Zwar reicht zum Mitschneiden ein Druck auf die Pause-Taste, das Hin- und Herspringen während der Aufnahme erschließt sich dem Anwender durch die gleichförmige Beschriftung auf der Fernbedienung aber nicht sofort. An sich ist das Timeshifting eine feine Sache; dass der Mitschnitt nach dem Umschalten weg ist, stört aber.

Sharp LC-60LE840E: Bildqualität

Im Bildtest traten wieder die Stärken des Quattron-Panels zutage. Farben wirkten frisch und das Bild insgesamt lebendig. Insbesondere bei HD-Signalen läuft er zu seiner Hochform auf. Bei SD-Videos bilden sich um kleine, rötliche Bildelemente mitunter Halo-artige Erscheinungen.

Active Motion 400 arbeitet nicht immer ganz so akkurat, wie es sich der Heimkino-Fan wünschen würde, sorgt aber unterm Strich für sehr passable Bewegtbildsequenzen. 3D-Motive werden über die robuste Brille sehr räumlich inszeniert. Die virtuellen Motive unmittelbar vor der Mattscheibe sind jedoch nicht immer frei von Übersprechen.

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Als sehr sauber erwiesen sich demgegenüber seine akustischen Fähigkeiten. Ein zusätzlicher Tieftöner hinter dem Panel sorgte stets für angenehme Bässe. Die weit auseinander liegenden Hauptlautsprecher lieferten eine tolle Soundkulisse.

Besonders hervorzuheben ist die Energiebilanz des 60-Zöllers. Der Riese braucht gerade mal so viel Strom wie ein 20 Zoll kleinerer LCD-TV der älteren Generation.

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