Testbericht

Sequoia 11.1

Die Digital Audio Workstation (DAW) Sequoia richtet sich in erster Linie an ambitionierte Musiker, Rundfunkstationen, Produktionshäuser und Studios; Sequoia unterstützt u.a. das Euphonics EuCon-Protokoll und bietet optional Schnittstellen für Datenbanken der Sendeanstalten wie das im WDR verwendete VCS dira! Highlander.

Sequoia 11.1

© PC Magazin

Feinfühlig vom Feinsten: Der neue Editor von Sequoia unterstützt präzise Übergänge. Die neue Oberfläche ist übersichtlicher als zuvor.
Sequoia 11.1

© PC Magazin

Das 32-Bit-Programm Sequoia reagierte im Test unter Windows Vista, 64 Bit, nicht immer ganz so spontan, wie wir es wünschen würden. Es läuft nach manueller Anpassung des Kopierschutzes auch mit den 64-Bit-Betriebssystemen Vista und 7. Gegenüber Version 11 bietet Sequoia 11.1 neben einer Reihe überfälliger Fehlerbereinigungen wie höherer Stabilität beim Abspielen sehr langer Wave-Dateien derart viele wertvolle neue Funktionen, dass diese sogar einen vollen Versionssprung gerechtfertigt hätten.

Beispielsweise ist seit 11.1 der Video-Export eines Bereichs möglich, RIFF64-Marker werden unterstützt. Das Vandal-Plug-in gibt es in einer aktualisierten Version mit neuen Voreinstellungen. Die umfassende Unterstützung von Importformaten umfasst unter anderem das MXF-Format, das beispielsweise der Avid Media Composer schreibt.

Ende Juli hat Magix für die Praxis entscheidende Verbesserungen wie eine überarbeitete AAF-/OMF-Unterstützung als Patch nachgeschoben. Mit Sequoia lassen sich gleichzeitig mehrere Projekte bearbeiten.

Äußerst praktisch, etwa für große klassische Kompositionen, ist der neue Multisynchron-Schnitt: Damit lässt sich blitzschnell unterschiedliches Quellenmaterial anordnen.

Mit dem Update auf die 11er Generation ist die zuvor vergleichsweise unübersichtliche Oberfläche gründlich optimiert worden. Das Schneiden, Synchronisieren und Mischen fällt seitdem mit Sequoia leicht.

Zum sehr guten Gesamteindruck tragen viele praktische Lösungen wie der neue Crossfade-Editor bei, der auch die gerade nicht verwendeten Bereiche anzeigt und sich genauestens einstellen lässt. Vorbildlich sind Service & Support, ein Sonderlob verdient die ausführliche gedruckte Dokumentation.

Für Musik-CDs oder -DVDs sind alle Tools für das Mastering enthalten. Zum Beseitigen von Tonstörungen ist bereits die Cleaning & Restauration Suite enthalten, die beim kleinen Bruder Samplitude extra kostet.

Fazit:

Sequoia 11.1 ist ein Spitzenprogramm für Musiker und Produktionshäuser, die Wert auf Netzwerk-Funktionalität, flüssigen Workflow sowie exzellente Filter für hohe Soundqualität legen.

Testurteil:

Magix Sequoia 11.1

2975 Euro; www.magix.com/de/sequoia

Betriebssysteme: Windows XP/Vista (32 und 64 Bit)/7 (32 und 64 Bit)

Besonderheiten: umfangreiche, hochwertige Tools für die Musikproduktion, Multisynchron-Schnitt

Gesamtwertung: sehr gut

Mehr zum Thema

Corel Paintshop Pro X6
Fotosoftware

Corel setzt in der neuen Version von Paintshop vollständig auf 64-Bit-Unterstützung. Welche Auswirkungen das hat, lesen Sie hier im Test.
Wir testen das nützliche Programm Jing, die Software ist kostenlos.
Testbericht

Die Freeware Jing schneidet alle Abläufe auf dem Monitor mit. PCM Professional überprüft im Test, wie zuverlässig das klappt.
Adobe Creative Cloud
Adobe Creative Cloud 2014

Die Adobe Creative Cloud 2014 lockt mit einem relativ günstigen Preismodell für Photoshop CC. Wir haben die Software getestet.
Screenshot von Magix Video Pro X7
Videoschnitt für Profis

Wir haben Magix Video Pro X7 im Test. Die Videobearbeitungs-Software spielt in der Oberliga mit und unterstützt professionelle Formate.
Adobe Photoshop Lightroom 6 CC
Adobe Photoshop CC

Lightroom CC aus der Cloud gibt es nur im Abo mit Photoshop und jetzt auch für Android. Im Test läuft Lightroom 6 rasend schnell.