Rennspiel

Sebastien Loeb Rally Evo im Test: Angriff auf den Rally-Thron?

Für Sebastien Loeb Rally Evo hat sich das Entwicklerstudio Milestone einen prominenten Namensgeber gesichert. Ist das Spiel genauso gut wie der neunfache Rallyeweltmeister? Das klären wir im Test.

Screenshot: Sébastien Loeb Rally Evo

© Weka/ Archiv

Screenshot: Sébastien Loeb Rally Evo

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Pro

  • Gute Grafik
  • Feiner Umfang
  • Tolle Loeb Experience als Spielmodus

Contra

  • Ungenaues Fahrgefühl
  • Wenig Eigenständigkeit

Fazit

Sebastien Loeb Rally Evo macht vieles gut, leider auch manches falsch.
Gut

Sebastien Loeb Rally Evo im Test: Mehr als 50 Autos, mehr als 300 Kilometer Strecke in Schweden, Australien, Mexiko, Italien, Finnland, Wales, Frankreich und Monte Carlo. Die nackten Zahlen von Sebastien Loeb Rally Evo sind durchaus beeindruckend. Bei den Autos haben wir die Wahl zwischen Klassikern und aktuellen Hochleistungswagen.

Sebastien Loeb Rally Evo im Test: Die Simulation

Auch hinsichtlich der Fahrphysik ist Sebastien Loeb Rally Evo durchaus anspruchsvoll. Selbst mit allen aktivierten Fahrhilfen ist das Spiel eine Herausforderung. Sind alle Unterstützungen abgeschaltet, wird das Spiel gar bockschwer. Da wird jeder kleine Fehler direkt mit einem Abflug in die Wildnis bestraft. Und das sieht man nicht nur, das spürt man auch. Denn das Schadensmodell ist nicht nur kosmetischer Natur - durchaus zufriedenstellend. Zwar gibt es ein Rückspul-Feature, beinharte Rallye-Fans werden darauf aber sicher verzichten.

Das Problem? Der Anspruch ist hoch, die Simulation wirkt gut. Nur das Fahrgefühl, das will so gar nicht überzeugen. Es fehlt das Gefühl, tatsächlich Kontakt zur Strecke zu haben. So wirkt es vielmehr, als würde das Auto über die Piste gleiten - unabhängig vom Straßenbelag.

Screenshot: Sebastien Loeb Rally Evo

© Weka/ Archiv

Screenshot: Sébastien Loeb Rally Evo im Test

Sebastien Loeb Rally Evo im Test: Die Grafik

Hinsichtlich der Präsentation macht Sebastien Loeb Rally Evo nicht viel falsch. Zwar bietet das Spiel keine High-End-Grafik im Sinne von Project CARS, doch auch hier lassen sich zahlreiche Highlights entdecken. Egal ob es im Schneesturm von Finnland zur Sache geht, oder auf den staubigen Pisten in Australien. Hin und wieder poppen Objekte zu spät auf und ab und an kommt es zu kleinen Framerate-Einbrüchen auf der PS4. Im Großen und Ganzen geht die Optik aber in Ordnung. Und mal im Ernst: Eigentlich ist man als Spieler hier voll und ganz darauf konzentriert, das Auto auf der Strecke zu halten. Da sind die ordentlich inszenierten Landschaften oftmals nebensächlich.

Sebastien Loeb Rally Evoim Test: Die Spielmodi

Hier darf man sich auf die Sebastien Loeb Experience freuen, wo wir die Highlights der Karriere des französischen Piloten nachspielen, garniert mit Interviews des Sportlers. Daneben wartet ein netter Karrieremodus, der im Vergleich mit der Loeb Experience leider etwas dröge präsentiert wird. Insgesamt fehlt es Sebastien Loeb Rally Evo an Eigenständigkeit, denn all das was der Entwickler Milestone bietet, bietet auch Dirt Rally von Codemasters. Und das war nicht nur eher dran, es sieht auch noch besser aus und bietet ein besseres Fahrgefühl.

Sebastien Loeb Rally Evo im Test: Fazit

Sebastien Loeb Rally Evo fehlt es insgesamt an Eigenständigkeit. Milestone hat sich zwar viel vorgenommen, kommt aber nicht an der aktuellen Genre-Referenz Dirt Rally vorbei. Das liegt vor allem am recht unsauber umgesetzten Fahrgefühl. Umfang, Grafik und Simulationsansätze lassen ansonsten nicht viel vermissen.