Testbericht

Sanyo VPC-X1420

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Sanyo VPC-X1420

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Sanyo VPC-X1420

Die Geschichte von Sanyo beginnt im Jahr 1947 mit Fahrraddynamos, kurz später folgte das erste Radio mit Kunststoffgehäuse, heute denken die meisten, die von Sanyo hören, an Akkus, Fernseher, Projektoren oder Klimaanlagen. Was viele nicht wissen: Sanyo ist einer der größten Auftragsfertiger von Kameras weltweit. Vor diesem Hintergrund erscheint das Sortiment an Kompakten, die Sanyo unter eigener Marke führt, geradezu lächerlich klein.

Das neue Frühjahrsmodell Sanyo VPC-X1420 hat eben erst den deutschen Markt erreicht, eine schlanke (22 mm), besonders leichte (115 g), günstige Einsteigerkamera, die sich streng an die neuen Trends hält: Sie hat wie viele andere aktuelle Kompaktkameras einen 1/2,3-Zoll-Sensor, auf dem sich 14 Millionen 1,4 μm winzige Pixel befinden. Dazu kommen ein weitwinkliges 4-fach-Zoomobjektiv mit 28 bis 112 mm KB-äquivalent und ein SD-Steckplatz, der die neuen SDXC-Karten unterstützt. Natürlich darf bei einer solch durch und durch modernen Kamera auch die HD-Videofunktion und der dazu passende, große 16:9-Monitor (3 Zoll) nicht fehlen. Und das Tüpfelchen auf dem i: Eine freundliche Frauenstimme informiert unter anderem darüber, in welchem Modus die Kamera gerade arbeitet und ob sie die Bilder auf SD-Karte oder den internen Speicher ablegt. Allerdings kommen die Instruktionen selbst dann noch in englischer Sprache, wenn im Menü "Deutsch" angewählt wurde.

Im Szenenprogramm "Bestes Bild" nimmt die VPC-X1420 automatisch vier Fotos mit unterschiedlichen Aufnahmeeinstellungen auf, damit der Anwender später die Auswahl hat. Im Panorama-Modus gilt es, drei direkt aneinander angrenzende Bilder zu schießen; die X1420 hilft dabei mit einer Schablone und löst selbstständig aus, sobald sie sich in der richtigen Position meint - bei uns rechnete sie allerdings störende Stufen ins Bild. Einen mechanischen Bildstabilisator gibt es nicht, stattdessen einen digitalen Ersatz. Außerdem verweist Sanyo auf die hohe Empfindlichkeit bis ISO 6400, die bei schwachem Umgebungslicht die Belichtungszeit kurz halten und dadurch Verwacklungsunschärfe vorbeugen soll - der Preis: eine deutlich schlechtere Bildqualität. Der Autofokus fand im Lowlight-Test des Öfteren nicht die richtige Schärfe. Außerdem brauchte die Sanyo 0,51 (Weitwinkel) bzw. 0,74 s (Tele) zum Fokussieren und Auslösen.

Bildqualität: Die X1420 hebt scheinbar die Farbsättigung deutlich an. Positiv die schwache Verzeichnung um maximal 0,3 Prozent, der relativ präzise Weißabgleich und der hohe Objektkontrast (9,5 Blenden bei ISO 400). Die Auflösung erreicht nicht ganz das übliche 14-Megapixel-Niveau, liegt bei ISO 100 zwischen 871 und 1264 LP/BH, bei ISO 400 zwischen 739 und 1098 LP/BH. Der gemessene Visual Noise bleibt mit 1,3 bis 2,2 VN im grünen Bereich, zeigt sich aber an großflächigem Farb-, ab ISO 400 auch an feinerem Luminanzrauschen. Im Zuge der kamerainternen Rauschunterdrückung gehen feine Bilddetails verloren (Kurtosis 1,3).

Fazit: Eine moderne, schlanke und leichte Einsteigerkamera mit Weitwinkel-Zoom, HD-Video, großem Display und SDXC-kompatiblem Steckplatz. Der Preis geht in Ordnung.

Sanyo VPC-X1420

HerstellerSanyo
Preis150.00 €
Wertung52.0 Punkte
Testverfahren1.5

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