Kompaktkamera

Samsung WB800F im Test

Noch ein Megazoomer zum Kampfpreis: Mit 21-fachem Brennweitenbereich und guter Ausstattung ist die Samsung WB800F eine klassische Aufsteiger-Kamera. Im Test muss sich die Kompaktkamera beweisen.

  1. Samsung WB800F im Test
  2. Datenblatt
Samsung WB800F Test

© Samsung

Samsung WB800F Test

Pro

  • solide Verarbeitung und hervorragende Ausstattung
  • sehr guter Touchscreen
  • manuelle und halbautomatische Einstellmöglichkeiten
  • fairer Preis

Contra

  • wackliges Blitzgerät
  • Bildqualität nur bei Eingangsempfindlichkeit brauchbar

Größe und Gewicht der Samsung WB800F liegen im Mittelfeld der Kompaktkameras (111 x 65 x 36 mm, ca. 220 Gramm), von der Brennweite spielt sie in der Oberklasse. Zwar gibt es in der Zwischenzeit viele Modelle, die noch mehr Tele bieten, aber 23 Millimeter im Weitwinkel sind ein Wort - und bringen in der Praxis mehr als haufenweise Telemillimeter.

Die rechte Seite der Samsung WB800F ist griffähnlich gestaltet und lässt sich, trotz der flachen Form, relativ gut mit den Fingern umschließen. Die Oberfläche der Digitalkamera ist mit einer sehr zarten Struktur versehen, die könnte unserer Meinung nach etwas ausgeprägter sein.

Die Tasten sind zum Schutz vor unbeabsichtigtem Betätigen mit der Kameraoberfläche entweder bündig oder ragen nur ein klein wenig darüber hinaus. Auch das Haupteinstellrad ist in die Kameraoberfläche versenkt. Das ergibt ein angenehmes, gefälliges Design und alle Bedienelemente sind deutlich gekennzeichnet. Einziger Kritikpunkt hier: Das Einstellrad der Samsung WB800F könnte etwas deutlicher rasten. So besteht doch die Gefahr, dass es ungewollt verstellt wird. 

Samsung WB800F Test

© Samsung

Volles Programm: Zeitautomatik, Blendenautomatik, manuelle Einstellungen

Das Haupteinstellrad zeigt nicht direkt an, was in der Digitalkamera alles steckt. Die manuellen Funktionen verstecken sich hinter der gemeinsamen Bezeichnung ASM. Was bei anderen Kameras durch die Stellung des Einstellrads erkennbar ist, wird bei der Samsung WB800F auf elegante Weise auf dem Display angezeigt. Also auch wenn es nicht sofort erkennbar ist: Die Kamera bietet den kompletten Strauß an Einstellmöglichkeiten inklusive Zeitautomatik, Blendenautomatik und komplett manuellem Betrieb.

Die Fn-Taste an der Rückseite bringt eine grafische Übersicht aller relevanten Einstellungen auf das Display. Je nach vorgewähltem Modus, kann auf diese Menüpositionen zugegriffen und sofort verändert werden. Das Hauptmenü der Samsung WB800F bietet viele Einstellmöglichkeiten, bleibt aber verständlich und übersichtlich.

Fingerspitzengefühl: Bedienung per Touchscreen

Das Display der Samsung WB800F mit einer Größe von 3 Zoll hat eine Auflösung von 153.000 RGB-Bildpunkten. Die Abbildung ist scharf, die Farben kräftig, Schrift und Symbole sind gut zu erkennen. Das Besondere an diesem Display ist jedoch seine Touch-Funktion. Alle Einstellungen die per Tasten vorgenommen werden, können auch am Display getoucht werden.

Das geht deutlich schneller, als sich zu bestimmten Menüpunkten durchzutasten. Wahlweise kann die Kamera programmiert werden, ob sie auf den Touchpunkt scharfstellen oder bereits auslösen soll. Die Samsung WB800F ist sicher nicht die erste Kamera mit Touchdisplay, aber eine der ersten, bei der die Funktion auch zuverlässig funktioniert.

Samsung WB800F Test - Display

© Samsung

Die Brennweite der Samsung WB800F beginnt, wie bereits erwähnt bei 23 mm und reicht bis 483 mm (KB, 21-fach optischer Zoom), die Lichtstärke reicht von 2,8 bis 5,9, auch das sind akzeptable Werte. Trotz des verfügbaren Bildstabilisators kann bei manchen Aufnahmen ein Stativ durchaus hilfreich sein. Da ist es gut, dass die Stativgewindebuchse in der Gehäusemitte angeordnet ist. Das bietet reichlich Auflagefläche und gestattet robustes Befestigen am Stativ. Auch ein optischer Bildstabilisator ist bei diesem Brennweitenbereich natürlich mit an Bord.

Kommunikativ: WLAN-Verbindung zum Smartphone

Der integrierte Blitz der Samsung WB800F kommt nur auf Anforderung per Taste aus dem Gehäuse. In ausgefahrener Position wirkt die Halterung des kleinen Blitzkopfs alles andere als stabil. Da ist Vorsicht geboten. Die Empfehlung lautet, nach Gebrauch sofort wieder zurück in die Kiste damit. Ansonsten ist die wohlgeformte Kamera gut verarbeitet.

Kaufberatung Kompaktkameras: So finden Sie die richtige Digitalkamera

Die Abdeckung für die Steckanschlüsse ist aus festem Kunststoff und schließt korrekt. Beim unserem Testmodell war die Verriegelung für die Speicherkarte sehr zickig. Die Karte wurde nicht in der untersten Einschubposition gehalten - der letzte Klick, der die Speicherkarte im Slot hält war nicht immer zuverlässig. Abhilfe brachte es, sie mit dem Deckel in Position zu drücken und schnell zu verriegeln. Das sollte besser gehen. Positiv vermerken wir das WLAN-Modul zur Kommunikation mit dem Smartphone. Samsung vermarktet die WB800F daher auch als "Smart Camera".

Bildqualität

Mit 16 Megapixeln auf einem 1/2,3-Zoll-Sensor bietet die Samsung WB800F Mainstream. Und so sehen auch die Bilder aus: Es gibt zwar keine Lobeshymnen für die Abbildungsleistung, aber auch keine bösen Ausreißer nach unten. Die Mittenauflösung ist mit 1.379 LP/BH im Weitwinkel bei ISO 100 nicht in der Spitzenklasse und geht bei jeder Empfindlichkeitsstufe deutlich zurück, dafür hält Samsung den Randabfall mit 300-400 Linienpaaren noch in gerade akzeptablen Grenzen.

Insgesamt sind die Bilder eher weich abgestimmt, Gesichter profitieren davon mehr als Motive mit vielen Kanten und Strukturen. Ab ISO 400 lässt die Qualität schon deutlich nach.

Kaufberatung: Die besten Kompaktkameras bis 200 Euro

Testfazit

Für einen Preis von rund 270 Euro liefert Samsung mit der WB800F eine Kamera mit solider Verarbeitung, Spitzenausstattung und akzeptabler Bildqualität bei ISO 100.

Samsung WB800F

HerstellerSamsung
Preis270.00 €
Wertung46.5 Punkte
Testverfahren1.6

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