KAMERATEST

Samsung WB750

Einen roten Punkt hat die Samsung WB750 nicht - auch wenn sie fast so aussieht wie die Kameras, die gewöhnlich mit diesem Zeichen für Aufsehen sorgen. Sehr solide wirkt das Gehäuse, gewichtig, liegt gut in der Hand. Kameraform und Oberfläche vermitteln ein sehr gutes Haltegefühl.

  1. Samsung WB750
  2. Datenblatt
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© Samsung

Die Bedienelemente sind von guter Qualität, lediglich das Einstellrad an der Kameraoberseite ist etwas leichtgängig. Dadurch kann es unabsichtlich verstellt werden. Die Kennzeichnung der Bedienelemente ist gut erkennbar und eindeutig, das Menu umfangreich, aber dennoch logisch und verständlich aufgebaut. Der Schnellzugriff auf die gängigen Einstellmöglichkeiten erleichtert das Fotografieren bei wechselnden Aufnahmesituationen.

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© Samsung

Das 3-Zoll-Display auf der Rückseite punktet mit einer guten Auflösung von 153.000 RGB-Pixeln. Mit seiner 4:3-Auflösung lässt es dennoch genügend Platz für eine Reihe von Tasten und eine Vierwegwippe. Auch der Videoknopf befindet sich auf der Rückseite. Apropos Video: Die Samsung WB750 filmt in Full HD, also mit 1080p. Neben der "normalen" Aufnahme kann der Nutzer dabei auch 3D-Filme für entsprechende Fernseher drehen. Audiosignale nimmt die Kamera in Stereo auf. Zudem können Fotos und Videos gleichzeitig aufgezeichnet und in einer Diashow zusammengefasst werden.

Der Brennweitenbereich des Objektivs aus dem Hause Schneider Kreuznach ist mit 24 bis 432 mm KB sehr groß - nicht nur für eine so kompakte Kamera. Die Lichtstärke ist mit f3,2 - f5,8 durchschnittlich, ein optischer Bildstabilisator mit an Bord. Der Makromodus mit einer Nahgrenze von nur 3 cm hat den Namen durchaus verdient. Mit einer Auflösung von 12 Megapixeln hat Samsung die Pixelzahl im Vergleich zum Vorgängermodell WB700 reduziert - das ist erfreulich und weckt hohe Erwartungen an die Bildqualität.

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© Samsung

Ansonsten bietet die WB750 einen automatischen Schwenkpanorama-Modus, der auch 3D-Panoramen erstellen kann und einen HDR-Modus, der den Dynamikbereich erweitert. Eine Samsung-Besonderheit ist der "Magic Frame", mit dem ein kleines Foto in ein großes eingefügt werden kann. Die Gesichtserkennung hat auch eine Wiedererkennungsfunktion, die häufig fotografierte Personen erkennt und vorrangig auf diese scharfstellt. Die vielen Filtereffekte wie Cartoon, Cross-Filter oder Tunnel-Effekt sind Spielerei - man muss sie nicht mögen, sie stören aber auch nicht.

Kommen wir zur Bildqualität. Die hat, um es vorweg zu sagen, unsere hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllt. Schon bei niedriger Empfindlichkeit sind in glatten Flächen bei hoher Auflösung eigenartige Strukturen zu sehen, die an Kreuze erinnern. Dieses Verhalten kann man eindeutig nicht dem Objektiv anlasten, das ist Sache des Bildprozessors. Hier kann man nur hoffen, dass Samsung vielleicht mit einem Firmware-Update diesem Gespenst ein Ende macht. Ansonsten ist die Bildqualität bei niedriger Empfindlichkeit nämlich ok. Ab ISO 800 macht dann ein kräftiges Rauschen die Bilder matschig und wenig ansehnlich. Dieser übermotivierte Einsatz des Bildprozessors kostet die WB 700 letztendlich die Kaufempfehlung.

Fazit: Mit der WB 750 ist Samsung eigentlich eine prima Kompaktkamera gelungen. Allerdings mit Einschränkung, weil der Bildprozessor doch zu oft deutlich über das Ziel hinausschießt und die Bilder kaputt rechnet.

Samsung WB750

HerstellerSamsung
Preis160.00 €
Wertung46.0 Punkte
Testverfahren1.6

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