Testbericht

Samsung ST550

Die Samsung ST550 macht es dem Fotografen leicht, sich selbst formatfüllend aufs Foto zu bekommen. Einfach das Zweitdisplay an der Kamerafront zuschalten, den Arm ausstrecken, den richtigen Bildausschnitt wählen und abdrücken.

  1. Samsung ST550
  2. Datenblatt
Samsung ST550

© Archiv

Samsung ST550

Die ST550 zählt zu Samsungs Elitekameras, die deutlich über 300 Euro kosten. Bei diesem Preis muss sie schon mehr als ein 4,6-fach-Zoom mit 27 mm Weitwinkel (äquivalent Kleinbild) und optischem Bildstabilisator bieten, um am schnelllebigen Kompaktkameramarkt bestehen zu können. Und tatsächlich hat die ST550 noch einen weiteren Trumpf auf ihrer Seite: Sie bringt nicht nur einen sehr hochauflösenden, scharfen 3,5-Zoll-Touchscreen (384 000 RGB-Pixel) auf der Kamerarückseite mit, sondern auch ein Display mit 1,5 Zoll bzw. 3,8 cm Diagonale an der Front - links neben dem Objektiv, gut getarnt und sofern nicht aktiviert kaum sichtbar. Zugeschaltet erleichtert die Frontvorschau Selbstporträts ohne Stativ und Timer.

Zur Ausstattung gehören außerdem eine HD-Videofunktion (1280 x 720 Pixel bei 30 B/s), ein Stereomikrofon und die üblichen Automatikfunktionen wie Szenen- und Gesichtserkennung. Die Bilder lassen sich über Schärfe, Kontrast und Sättigung fein abstimmen. Manuelle Modi und Optionen wie Blitzlichtkorrektur, manueller Fokus oder Histogramm-Anzeige gehören dagegen nicht zum Konzept. Samsung setzt bei der ST550 statt auf SD- auf microSD-Karten, die den internen Speicher (55 MB) ergänzen.

Touchscreen der Samsung ST550

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Abgesehen von der Zoomwippe und der Wiedergabe-Taste erfolgen alle Eingaben über den berührungsempfindlichen Monitor, der recht zeitnah reagiert und beinahe die gesamte Rückseite der Kamera einnimmt. Rechts lässt Samsung einen schmalen Rand zur Ablage des Daumens. Die Benutzerführung ist logisch und übersichtlich: Am linken Display-Rand befinden sich Icons, über die der Anwender den Frontmonitor, Makromodus, Timer und Blitz zuschalten kann. Durch Berühren eines Pfeils wird die Schnellzugriffsleiste mit allen wichtigen Aufnahmeparametern eingeblendet. Eher selten kommt das Hauptmenü zum Einsatz, das aus vier jeweils mehrseitigen Listen besteht. Das Autofokusmessfeld lässt sich komfortabel per Antippen des gewünschten Bildausschnitts positionieren. Die gemessene Auslöseverzögerung inklusive Autofokus bei 300 lux beträgt 0,45 s im Weitwinkel beziehungsweise 0,63 s im Tele und entspricht damit in etwa dem übergreifenden Durchschnitt.

Bildqualität: Die ST550 löst im Weitwinkel mit bis zu 1565 LP/BH sehr hoch auf, im Tele schafft sie 1106 LP/BH - okay. Das Bildrauschen bleibt mit 1,5 VN bei ISO 100 und 2,1 VN bei ISO 400 unter dem übergreifenden Durchschnitt. Der Objektkontrast erreicht gute 9,3 Blenden. Leider gehen im Zuge der kamerainternen Nachbearbeitung feine Strukturen verloren; die ST550 verwechselt die Motivdetails mit Bildrauschen und eliminiert sie einfach mit. Die Kurtosiswerte fallen dementsprechend schlecht aus: 2,4 (ISO 100) bzw. 5,5 (ISO 400). Im Weitwinkel treten eine tonnenförmige Verzeichnung um 0,6 % und eine Randabschattung um 0,9 Blenden auf.

Frontdisplay der Samsung ST550

© Archiv

Fazit: Samsung hat mit der ST550, genauer gesagt mit ihrem zweiten Monitor an der Kamerafront, eine gute Idee in die Tat umgesetzt. Die Bildqualität leidet allerdings unter einem starken Texturverlust.

Samsung ST550

HerstellerSamsung
Preis340.00 €
Wertung51.5 Punkte
Testverfahren1.5

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