Digitale Fotografie - Test & Praxis
Testbericht

Samsung S1070

Obwohl sich die S1070 in der Hand komplett anders anfühlt als die 10 Euro teurere L201, sind sich die beiden Kompakten von Samsung technisch überaus ähnlich.

  1. Samsung S1070
  2. Datenblatt
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© Archiv

Wesentlichster Unterschied: Die S1070 läuft nicht wie die L201 mit Lithium-Ionen-Akku, sondern mit zwei AA-Batterien, weshalb sie in einem weniger zierlichen, 93 x 63 x 28 mm großen Gehäuse daherkommt. Verglichen mit der unmittelbaren Kodak-Konkurrenz, der ebenfalls mit zwei AA-Batterien betriebenen C1013, bleibt die Samsung aber dennoch erfreulich kompakt.

Die gebürstete, matte Front der L201 wirkt edler als das hochglänzende Kunststoffgehäuse der S1070. Ansonsten herrscht bei den beiden Samsungs Eintracht: vom Sensor über das Objektiv bis zum 2,7-Zoll-Monitor mit 76_667 RGB-Pixeln, vom Funktionsumfang bis zum Bedienkonzept - all das ist nahezu gleich.

Auch die S1070 verfügt über einen manuellen Modus, über Funktionen zum Einstellen von Schärfe, Kontrast und Farbsättigung sowie zum Messen des Weißabgleichs. Da verwundert es beinahe, dass der Autofokus unseres S1070-Testgeräts erheblich zuverlässiger funktionierte und statt in 9 nur in 3 von 10 Fällen bei schwachem Licht daneben griff. Dafür agiert die S1070 minimal langsamer und benötigt im Tele 0,66 s zum Auslösen und 2 s, um sich startklar zu machen.

Bildqualität: Auflösung, Rauschen, Farbgenauigkeit, Objektkontrast, Textur - in beinahe allen Disziplinen schneidet die 1070 eine Spur besser ab als ihre teurere Zwillingsschwester. Vignettierung und Randabschattung sind im Weitwinkel sichtbar, aber nicht stärker als üblich.

Fazit: Wer auf die matte Front der L201 keinen gesteigerten Wert legt und in Länder kommt, in denen man sich besser auf AA-Batterien als auf Steckdosen verlässt, bekommt mit der S1070 eine relativ passable Bildqualität und Ausstattung zum fairen Preis. Kauftipp Preis/Leistung.

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Samsung S1070

HerstellerSamsung
Preis120.00 €
Wertung47.0 Punkte
Testverfahren1.5

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