Testbericht

Samsung PL51

Die Samsung PL51 ist günstig (130 Euro) und macht mit ihrem 2,7-Zoll-Display, dem Aluminiumgehäuse, der fein strukturierten Front und dem separaten Moduswahlrad einen ordentlichen Eindruck.

  1. Samsung PL51
  2. Datenblatt
Seitenansicht: Samsung PL51

© Archiv

Seitenansicht: Samsung PL51

Rein äußerlich ähnelt Samsungs PL51 (130 Euro) der etwas günstigeren Samsung ES60: Die Front des Aluminiumgehäuses weist eine feine Oberflächenstruktur auf, welche die runde Form des Objektivs dezent unterstreicht. Von weitem wirkt die Oberfläche matt, in der Hand fühlt sie sich griffig und rau an. Leider ist sie relativ empfindlich, macht Kratzer durch den veränderten Einfallswinkel des Lichts zur Oberfläche unbarmherzig sichtbar und verliert dadurch womöglich schnell ihren Reiz.

Die PL51 ist etwa 3 mm flacher als die ES60 und arbeitet mit 10 statt 12 Megapixeln. Das im Weitwinkel etwas lichtstärkere Objektiv deckt den gleichen Brennweitenbereich von 35 bis 105 mm (äquivalent Kleinbild) ab. Dass die PL51 mehr kostet, lässt sich auch mit dem größeren, rauscharmen Monitor erklären. Er misst 2,7 Zoll in der Diagonale und wird nicht wie ein Bild im konventionellen Bilderrahmen eingefasst, sondern von einer durchsichtigen Platte verdeckt, die sich über die gesamte Rückseite erstreckt. Dadurch kann sich kein Dreck und Staub zwischen Display und Fassung sammeln - praktisch. Ebenfalls angenehm sind das zusätzliche Moduswahlrad und die komfortable Zoomwippe. Wie die ES60 bringt die Samsung PL51 einen Lithium-Ionen-Akku mit, ermöglicht die Feineinstellung von Schärfe, Kontrast und Farbsättigung sowie einen individuellen Weißabgleich, unterstützt den Fotografen auf Wunsch mit automatischer Gesichts-, Lächel- oder Blinzelerkennung und retuschiert im Beauty-Shot-Modus die Haut der Abgelichteten. Auch eine automatische Szenenerkennung gehört zum Repertoire.

Rpckansicht der Samsung PL51

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Statt auf einen mechanischen Bildstabilisator setzt Samsung auf einen digitalen Verwacklungsschutz. Dabei nimmt die PL51 zwei Bilder auf: eines mit kurzer Verschlusszeit, das die Schärfeinformation liefert, und eines mit ausreichend langer Belichtung für die Farbinformation. Danach rechnet die Kamera beide Aufnahmen zusammen. Die Verwacklungswarnung kommt rechtzeitig ab 1/45 Sekunde im Weitwinkel. Das Zoom reagiert etwas träge. Gleiches gilt für den Autofokus: Wir stellten eine Auslöseverzögerung von 0,76 s (WW) beziehungsweise 0,7 s (Tele) fest.

Bildqualität: Obwohl es sich bei der PL51 um eine 10-, bei der ES60 um eine 12-Megapixel-Kamera handelt, erreichen beide Modelle eine annähernd gleich hohe Auflösung: Im Tele übertrumpft die PL51 zwar die ES60 mit 1062 bis 1114 LP/BH (ES60: 1001 bis 1083 LP/BH). Dafür fällt sie im Weitwinkel entsprechend zurück: Sie stellt bei ISO 100 bis zu 1432 (ES60 bis 1575 LP/BH), bei ISO 400 bis zu 1265 Linienpaare pro Bildhöhe (ES60 bis 1305 LP/BH) dar. Der Auflösungsabfall an den Bildrändern hält sich in Grenzen. Trotz des etwas größeren Pixelpitch rauscht die PL51 minimal stärker als die ES60 (1,5 bei ISO 100 bzw. 2,2 VN bei ISO 400). Leider teilt sie mit der ES60 das entscheidende Manko: den extrem starken Texturverlust. Feine Strukturen fallen dem internen Rauschfilter zum Opfer, die Bilder wirken flächig, wenig detailreich, grob. Ab ISO 400 kommt noch eine schwache Dynamik von 7 Blenden zwischen hellstem und dunkelstem darstellbaren Bereich und im Weitwinkel eine tonnenförmige Verzeichnung um 1 Prozent dazu.

Fazit: Die Samsung PL51 ist günstig (130 Euro) und macht mit ihrem 2,7-Zoll-Display, dem Aluminiumgehäuse, der fein strukturierten Front und dem separaten Moduswahlrad einen ordentlichen Eindruck. Die Bildqualität leidet unter einem starken Texturverlust.

Samsung PL51

HerstellerSamsung
Preis130.00 €
Wertung38.0 Punkte
Testverfahren1.5

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