Systemkamera

Samsung NX300 im Test

Samsung führt das WLAN-Modul seit der letzten NX-Generation als Standard-Feature und bringt mit der neuen spiegellosen NX300 bereits die zweite Version seiner kommunikativen Smart Camera auf den Markt.

  1. Samsung NX300 im Test
  2. Datenblatt
Samsung NX300 Test

© Samsung

Samsung NX300 Test

Pro

  • gute Haptik
  • ausgereifte Connectivity-Funktionalität
  • überzeugende Bildqualität

Contra

  • unzuverlässiger Autofokus
  • fehlender Sucher
  • zu starke Nachschärfung
67,7%

Pro

  • Gute Haptik
  • Ausgereifte Connectivity-Funktionalität
  • Überzeugende Bildqualität

Contra

  • Unzuverlässiger Autofokus
  • Fehlender Sucher
  • Zu starke Nachschärfung
67,7%

Als neues Top-Modell des NX-Systems liegt die NX300 im Preis bei rund 800 Euro - inklusive einer Vollversion des RAW-Konverters Adobe Photoshop Lightroom auf CD inklusive Seriennummer. Zwar arbeitet die Samsung NX300 unverändert mit 20 Megapixeln, trotzdem handelt es sich um einen weiterentwickelten APS-C-Sensor, der zusätzliche Pixel zur Phasenerkennung und damit die Grundlage für einen Hybrid-Autofokus bietet.

Als Besonderheit kann die Samsung NX300 in Kombination mit der neuen Festbrennweite 45 mm f1,8 3D dreidimensionale Bilder (Auflösung auf 4 Megapixel beschränkt) und Full-HD-Videos aufnehmen. Alternativ dazu wird es das 45er auch als 2D-Variante geben. Insgesamt ist das NX-System damit auf 12 Objektive angewachsen.

Samsung NX300 Test - Bedienung

© Samsung

Neben dem Zubehörschuh findet man die Direct-Link-Taste zum Starten oder Beenden der drahtlosen Kommunikation und das komfortable Drehrädchen, das im manuellen Modus zum Einstellen der Verschlusszeit und Blende dient.

Ausstattung

Das Magnesiumgehäuse der Samsung NX300 hinterlässt einen besonders positiven Eindruck. Auch das im Kit mit der Samsung verkaufte Standardzoom 3,5-5,6/18-55 mm OIS wirkt mit Metallbajonett solide, und ein großzügig ausladender Griff bietet sicheren Halt. Der Akku der Systemkamera hielt bemerkenswert lang ohne Nachladen durch. Der mitgelieferte Aufsteckblitz mit Leitzahl 6 wurde von unserem Testgerät leider nicht immer sofort erkannt - ein Problem, das sich mit einem Firmware-Update von 1.0 auf 1.10 beheben ließ.

Monitor und Sucher

Die Anzeige des verstellbar gelagerten Touchscreens wirkt brillant. Das 3,3-Zoll-Display der Samsung NX300 lässt sich um 90 Grad nach oben und um 45 Grad nach unten klappen - das reicht nicht, um das Bild auch vor der Kamera stehend noch im Blick zu behalten.

Samsung NX300 Test - Blende

© Samsung

Zum Einstellen von Blende und Verschlusszeit muss der Anwender zusätzlich die Belichtungskorrekturtaste auf der Kamerarückseite gedrückt halten.

Aufnahmefunktionen

Zur Belichtungsmessung nutzt die Samsung NX300 ein TTL-System mit 221 Feldern. Die Videoaufnahme lässt sich über einen separaten Auslöser aus dem Fotomodus heraus starten; die manuelle Blenden- und Verschlusszeiteinstellungen bleiben dabei aktiv. Die Samsung NX300 begrenzt die Aufnahme auf 30 Minuten bei 1920 x 1080 Pixeln und 50 B/s. Die kontinuierliche Schärfenachführung ist mittlerweile in dieser Kameraklasse obligatorisch und funktioniert gut. Die aufgenommenen Videos überzeugen durch ihre Schärfe, doch fehlt ihnen die Feinzeichnung.

Kaufberatung Systemkameras: So finden Sie die richtige Spiegellose

Bedienung

Die Samsung NX300 fährt beim Bedienkonzept zweigleisig, ermöglichen Einstellungen sowohl über traditionelle Tasten und Drehräder als auch über den Touchscreen, der zügig und verlässlich reagiert. Oft führen mehrere Wege zum Ziel, wodurch sich einzelne Arbeitsschritte noch effizienter gestalten lassen. Zweifellos praktisch ist beispielsweise die Touch-AF-Funktion, über die man das Autofokusmessfeld einfach durch Antippen der entsprechenden Stelle am Display positioniert.

Samsung NX300 Test - Blitz

© Samsung NX300

Samsung verbaut den Blitz nicht im Gehäuse, sondern legt ihn als separates Zubehör bei. Er lässt sich über den Zubehörschuh anschließen

Bildqualität

Trotz 4 Megapixeln mehr auf dem Sensor liegt die Samsung NX300 in Sachen Grenzauflösung hinter Konkurrenzmodellen wie der Panasonic Lumix G6 und Panasonic Lumix GF6. Zwar erreicht sie bei ISO 100 knapp über 1.700 LP/BH und damit das Niveau der Konkurrenz, doch sinkt der Wert mit steigender Empfindlichkeit schneller ab.

Ungeachtet dessen liefert die Samsung zwischen ISO 100 und 800 eine sehr gute Bildqualität in diesem Test, was sie vor allem den hohen Farbkontrasten (DL bis 1.513 LP/BH), der überdurchschnittlichen Dynamik (bis 13 Blenden) und dem moderaten Rauschen (0,5 bis 0,8 VN) verdankt. Allerdings schärft die Samsung über einen vergleichsweise breiten Frequenzbereich massiv nach, was an scharfen Kanten zu Artefakten und insgesamt zu einem beinahe unnatürlich knackigen Bildeindruck führt.

Kaufberatung: Top 5 der Redaktion - die besten Spiegellosen

Testfazit

Die Samsung NX300 punktet im Test mit guter Haptik, ausgereifter Connectivity-Funktionalität und überlegener Bildqualität bei niedrigen ISO-Zahlen. Minuspunkte gibt es für den unzuverlässigen Autofokus, den fehlenden Suchers und der für unseren Geschmack zu starken Nachschärfung.

Die kamerainterne Signalverarbeitung der NX300 nimmt in JPEG-Aufnahmen eine sehr starke Nachschärfung vor. Dadurch machen die Bilder einen fast unnatürlich harten Eindruck. Außerdem entstehen an kontrastreichen Kanten bisweilen Bildfehler.

Hinweis: Weitere Eindrücke zur getesteten Kamera lesen Sie in unserem Praxistest zur Samsung NX300.

Samsung NX300

  
HerstellerSamsung
Preis800.00 €
Wertung52.5 Punkte
Testverfahren1.6

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