Testbericht

Samsung NX200 - Im Test

Die neue Samsung NX200 kombiniert eine hohe Auflösung von 20 Megapixel mit einem modernen Designkonzept ohne den klassischen "SLR-Buckel" für das Sucherprisma, aber eben mit SLR-Bildqualität einschließlich SLR-Sensoren.

  1. Samsung NX200 - Im Test
  2. Datenblatt
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© Samsung

Wie die Sony NEX-7 zeichnet die Samsung NX200 Bilder mit einem CMOS im APS-C-Format auf, der mit nun 20 Megapixel Nennauflösung auch nicht von schlechten Eltern ist, Preis 760 Euro.

Bildergalerie

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Gehäuse & AusstattungDas Gehäuse der Samsung NX200 besteht laut Hersteller ebenfalls aus Metall und ist besonders leicht, wirkt aber auch etwas weniger solide als bei der Konkurrenz. Vorne ist der Body zu einem Handgriff ausgeformt, der weniger Halt als bei der Sony NEX-7 bietet. Statt eines Ausklappblitzgeräts befindet sich ein kleiner Aufsteckblitz im Lieferumfang. Vergeblich sucht man allerdings eine Schnittstelle für einen elektronischen Sucher - warum eigentlich, wenn man bei der Vorgängerin NX100 diese Möglichkeit noch geboten bekam?

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© Samsung

Das beiliegende Mini-Systemblitz-gerät ersetzt bei der Samsung den nicht vorhandenen Ausklappblitz.

NX200 ist mit einem 3-Zoll-Monitor ausgestattet; die Auflösung beträgt 204666 RGB-Bildpunkte. Allerdings ist der Monitor nicht schwenkbar. 

Funktionalität & BedienungBei der NX200 gehört das Programmwahlrad zur Ausstattung. Bei der Samsung findet man neben den Standardprogrammen (P, A, S, M) unter anderem auch die "Intelligente Automatik" (Smart), Motivprogramme (Scenes) sowie die Betriebsarten Video, Panorama und Magic (Filter- und Rahmeneffekte). Eine von zwei Funktionstasten (iFN) wurde auf das Objektivgehäuse ausgelagert, oberhalb des AF/MF-Umschalters.

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© Samsung

Eine Funktionstaste hat Samsung auf das Standardzoom ausgelagert; da- mit lässt sich unter anderem das Digitalzoom (iZoom) aktivieren.

Bei der Samsung ist der 4-Wege-Schalter mit einem Einstellring kombiniert, ein zweites Einstellrad findet sich oben am Gehäuse links neben dem Programmwahlrad, wo es sich mit dem Zeigefinger bedienen lässt. Auch hier sind die Tasten des 4-Wege-Schalters doppelt belegt. Mit der Fn-Taste rechts oberhalb des 4-Wege-Schalters ruft man den Einstellbildschirm auf, der alle wesentlichen Funktionen und Aufnahmeparameter im Überblick zeigt. Einstellungen können direkt mittels Rad vorgenommen werden. Eine Besonderheit der NX200 ist, dass sich die Bracketing-Funktion nicht nur auf Belichtung und Weißabgleich, sondern auch auf Bildstil-Voreinstellungen (Standard, Lebhaft, Porträt, Landschaft etc.) ausdehnen lässt. Das heißt, die Kamera macht drei Aufnahmen mit vorher definierten Bildstilen.

Zum Scharfstellen benötigt die Samsung 0,43/0,45 s (1000/30 Lux) und liegt damit hinter der Konkurrenz von Sony NEX-7 oder Panasonic Lumix GX1. Die die Lumix mit 0,26/0,29 s (1000/30 Lux), mit Werten also, die jeder SLR-Kamera mit Phasen-AF zur Ehre gereichen würden.

Auch Video-Funktion mit einer separaten Start-Taste fehlt der Samsung nicht. Sie filmt mit 1920x1080 Pixeln und 30 Vollbildern in Sekunde.

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© Samsung

Samsung: Das Programmwahlrad sitzt gut erreich- und bedienbar ganz am rechten Gehäuserand; für das Einstellrad links daneben muss sich der Zeigefinger etwas verrenken.

BildqualitätDie Samsung NX200 ist der Sony NEX-7 bei ISO 100/400 in puncto Grenzauflösung überlegen; ab ISO 800 nivellieren sich die Unterschiede, und bei ISO 6400 ist die Sony fast 300 LP/BH besser. Auffallend bei den Ergebnissen der Samsung sind die niedrigen DL-Werte ab ISO 400. Die Texturverluste fallen ab ISO 1600 (2,2) deutlich aus. Auch bei Rauschen und Dynamik ist die Samsung ab ISO 800 unterlegen.

Fazit: Die mit 760 Euro günstige Samsung NX200 ist ihr Geld wert, trotz Schwächen bei der Bildqualität im höheren ISO-Bereich. Ärgerlich, dass die Neue keine Schnittstelle für einen elektronischen Sucher vorzuweisen hat.

Samsung NX200

HerstellerSamsung
Preis450.00 €
Wertung42.0 Punkte
Testverfahren1.6

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