Testbericht

Samsung NV3

Die kleine Samsung NV3 hat keinen entscheidenden Schwachpunkt und ist schön designt. Allerdings fehlen ihr entscheidende Kaufargumente. So bieten andere in dieser Preisklasse mehr, etwa einen Bildstabilisator, ein Weitwinkelzoom oder eine bessere ISO-400-Bildqualität.

  1. Samsung NV3
  2. Datenblatt
Samsung NV3 Vorderseite

© Archiv

Samsung NV3 Vorderseite

Die neue NV-Serie von Samsung soll mit Design und Bedienkomfort den potenziellen Käufer überzeugen. Das gelingt der 95 x 57 x 18 mm kleinen, ganz in Schwarz gehüllten NV3 recht gut. Schon deshalb weil Mitnahmetauglichkeit auch zum Bedienkomfort zählt und die Kamera mit 18 mm eine der Schmalsten auf dem Markt ist. Die NV3 ist die Einzige im Test mit innenliegendem Objektiv. Dieses deckt den Brennweitenbereich von 38 bis 114 mm ab, der über die unsanft gleitende Zoomwippe auf der Rückseite variiert wird. Positiv: Auch beim Videodreh funktioniert der 3x-Zoom. Bei den meisten Konkurrenten, muss der Fotograf, bevor er sein Video dreht, eine Brennweite einstellen und kann während des Drehs nicht mehr zoomen. Neben dem Moduswahlrad und dem Auslöser auf der Stirnseite fallen zwei kleine Lautsprecher auf: Sie weisen auf die multimedialen Ambitionen der NV3 hin. Sie hat wie die Samsung i6 (siehe Heft 5) eine MP3-Funktion, samt Kopfhörern im Gepäck. Das Bedienkonzept der Samsung NV3 entspricht dem der älteren Digimax-Modelle ohne die Softtouch-Tasten der NV10. Also recht übersichtlich und mit der typischen +/- -Taste. Diese bietet schnellen Zugriff auf wichtige Parameter wie Belichtungskorrektur und Empfindlichkeit. Neben dem mit 230 000 Pixeln auflösenden 2,5-Zoll-Display liegen noch die E-Taste, die Extrafunktionen wie Bilderrahmen anbietet, und die Wiedergabetaste.

Samsung NV3 Rückseite

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Die +/- -Taste neben dem Monitor führt den Anwender in den Schnellzugriff, worüber Empfindlichkeit, Weißabgleich, Belichtungskorrektur und die Farbsättigung eingestellt werden.

Die Kleine erreicht im Makromodus mit 1 cm den geringsten Abstand vom Objekt und nimmt eine Fläche von 17 x 13 mm auf. Die Auflösung bei ISO 100 ist eher durchschnittlich aber ok. Bei ISO 400 fallen dann die Werte in den Ecken bis auf 619 Linienpaare/ Bildhöhe (Tele) ab, was nicht mehr überzeugt - allerdings sind die Ecken des Teles ein typisches Problem innenliegender Zooms. Ein großes Problem bei innen liegenden Objektiven - die Vignettierung - meistert die Kleine dagegen sehr gut und schattet im Weitwinkel nur mit 0,5 Blenden ab. Mit 1 s Einschaltdauer ist die NV3 die Schnellste im Test, braucht aber 0,86 s zum Fokussieren und Auslösen.

Samsung NV3 Auflösungsdiagramm

© Archiv

Samsung NV3

HerstellerSamsung
Preis180.00 €
Wertung44.5 Punkte
Testverfahren1.4

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