Testbericht

Samsung L77

Eine superkompakte Siebenfachzoom-Kamra mit recht flotter Auslöseverzögerung und durchweg tauglichen Bildern. Die Eckauflösung könnte teils höher sein, trotzdem vergeben wir den Kauftipp Edelmini. Gegenüber der Samsung i70 rechtfertigen der größere Zoombereich und das geringere Rauschen den Mehrpreis von 30 Euro auf 280 Euro.

  1. Samsung L77
  2. Datenblatt
Samsung L77 frontal

© Archiv

Samsung L77 frontal

Mit einem Brennweitenbereich von 38-266 mm lässt die Samsung L77 tief blicken. Dabei bewegt sich das Siebenfachzoom beim Heranzoomen keinen Millimeter aus dem 25 mm flachen Gehäuse. Selbst bei Videoaufnahmen arbeitet es geräuschfrei weiter - ungewöhnlich für eine Kamera der Kompaktklasse, aber lobenswert. Da sie auch noch recht zügig nachfokussiert, hat diese Kamera das Zeug zur Multimedia-Spezialistin. Gänzlich in mattem Schwarz  mit einer Halteausbuchtung - da hatten die Produktdesigner einen sehr guten Tag. Bei Nacht muss der Fotograf allerdings die gut reagierenden, ebenfalls schwarzen Bedientasten suchen, bevor er Einstellungen verändern kann. Zusätzlich bietet die L77 ausreichend Daumenablagefläche neben dem stark rauschenden 2,5-Zoll-Monitor und erzielt eine griffige Einhandtauglichkeit.

Samsung L77 Bedientasten

© Archiv

Nur bei Licht geben die Bedientasten der Samsung L77 preis, zu welcher Funktion sie führen. Bei Nacht lassen sie den Fotografen im Dunkeln tappen.

Die FN-Taste leitet den Fotografen zu sechs praktischen Schnellzugriffen weiter, unter anderem für die Empfindlichkeit, aber auch für Auflösung, Kompressionsgrad, Belichtungskorrektur und Weißabgleich. Dazu sind noch Belichtungsmessung und Aufnahmeart wählbar. Mit diesem Trick kann die Kamera auch auf das übliche Modusrad verzichten. Bis zu ISO 1600 hebt die Kamera die Empfindlichkeit an, ohne die Auflösung zu reduzieren. Auch bei guten ISO-100- und akzeptablen ISO-400-Ergebnissen ist die ISO-1600-Einstellung allerdings nicht ratsam, denn sie führt zu stark verrauschten Bildern.

Mit einem Visual Noise von 1,7 bei ISO 100 und 3,2 bei ISO 400 rauscht die L77 am geringsten im Test. In der Mitte löst sie gut auf, fällt aber bei ISO 400 in den Teleecken auf geringe 661 Linienpaare/Bildhöhe ab. Ein Tribut an das innenliegende Objektiv, genau wie die starke Vignettierung in allen drei Brennweiten. Nach 1,5 s ist die Samsung einsatzbereit und löst nach 0,47 s in der Weitwinkelbrennweite aus. Anders als viele Kameras muss der Autofokus auch im Telebereich nicht viel länger nach der echten Distanz suchen: Die Auslöseverzögerung verlängert sich nur geringfügig auf 0,51 s.

Auflösungsdiagramm Samsung L77

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Samsung L77

HerstellerSamsung
Preis240.00 €
Wertung55.5 Punkte
Testverfahren1.4

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